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Stadt Innsbruck stark als Wirtschaftsunternehmen

Über Beteiligungen erhöht die Landeshauptstadt ihren finanziellen Handlungsspielraum.

Beachtlich ist das Wirtschaftspotenzial der städtischen Beteiligungen. Sie machen Innsbruck in vielerlei Hinsicht zu einer lebenswerten Stadt: Eine gut ausgebaute Infrastruktur - vom öffentlichen Nahverkehr bis hin zur Trinkwasserversorgung -. leistbare Wohnungen, ein breites Kultur- und Sportangebot sowie ein dichtes Netz an Pflege- und Betreuungseinrichtungen für SeniorInnen und Pflegebedürftige. Genau das ist der Grund, warum sich die Tiroler Landeshauptstadt neben ihrer Verwaltungstätigkeit an Unternehmen beteiligt. Somit kann das Leistungsportfolio der Stadt aufrecht erhalten werden. Gleichzeitig hat die Landeshauptstadt einen wesentlichen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung der Region.

Wo Innsbruck drinnen steckt

In vielen Bereichen des Lebens steckt mehr von der Stadt drinnen als auf den ersten Blick erkennbar ist. Schon morgens, wenn wir den Wasserhahn für den ersten Kaffee aufdrehen, kommen wir mit einer städtischen Unternehmung - den Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) - in Berührung. Weiter geht es auf dem Weg zur Arbeit, den wir mit einem Bus oder der Straßenbahn der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) zurücklegen. An der Haltestelle sehen wir ein Plakat der Patscherkofelbahnen. In der Mittagspause spazieren wir durch den Hofgarten und sehen die Baustelle der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) zum neuen Haus der Musik. Nach dem Arbeitstag zu Hause angekommen, finden wir einen Informationsfolder des gemeinnützigen Bauträgers Neue Heimat Tirol im Briefkasten vor.

Die Stadt und ihre Beteiligungen

Viele der heutigen Beteiligungen waren ursprünglich Ämter im Stadtmagistrat, die ausgelagert wurden. Wohl eine der prominentesten Auslagerungen ist die IKB. Die kommunalwirtschaftlichen Kerngeschäfte (Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerk) wurden früher von der Landeshauptstadt Innsbruck als Eigenbetrieb im Rahmen der Stadtwerke Innsbruck geführt. 1994 wurde die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG gegründet. Um Kosten zu sparen, wurden in der Folge weitere städtische Leistungen in selbstständige Firmen und Einrichtungen ausgelagert, in denen die Stadt nun mit Beteiligungsrechten vertreten ist. Mit der IIG sowie den Innsbrucker Sozialen Diensten (ISD) wurden im Jahr 2003 weitere große Bereiche ausgelagert. Beispiele in der jüngeren Vergangenheit sind die Theater- und Orchester GmbH (2005), die Innsbrucker Markthalle sowie die dazugehörige Betreibergesellschaft (2012) oder die Patscherkofelbahnen (2014).
Aktuell verfügt die Stadt Innsbruck über 30 Beteiligungen (inklusive Schlick 2000, Felbertauernstraße AG, Tirol Milch und Bioalpin). Diese bilden ein breites Spektrum an Leistungen ab. Die Themen reichen von Versorgung, Verkehr, Sport, Immobilien bis zu den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung und Kultur. Insgesamt unterstehen alle Beteiligungen - wie auch im Arbeitsübereinkommen der Stadtregierung festgeschrieben - der Sozialpflichtigkeit. Das bedeutet, dass das Arbeiten zum Wohle der Stadt und ihrer BürgerInnen im Vordergrund steht. Zudem wurde in diesem Papier festgelegt, dass die Stadtregierung die Unabhängigkeit aller städtischen Beteiligungen garantiert, anerkennt und fördert. Somit ist ausgeschlossen, dass es bei der Entscheidungsfindung innerhalb dieser Wirtschaftsunternehmen einen Spielraum für parteipolitische Erwägungen bezüglich Geschäfts-, Personal-, Preis- oder Tarifpolitik gibt. Im Rahmen des Beteiligungsausschusses im Gemeinderat wird zusätzlich die grundlegende Ausrichtung der städtischen Tochtergesellschaften vorgegeben.

Die Betriebe mit mehr als 50 Prozent Beteiligung und deren Hauptaufgaben mit Statements von Führungspersönlichkeiten finden Sie unter www.ibkinfo.at/beteiligungen-stadt

Drei Fragen an ...

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

 

1. Welche Bedeutung haben die Beteiligungen der Stadt Innsbruck für den Wirtschaftsstandort?

Die Beteiligungen sorgen dafür, dass Innsbruck in vielerlei Hinsicht eine lebenswerte Stadt ist. Die Zahlen der letzten Jahre belegen eindeutig, dass daraus eine starke Wirtschaftskraft hervorgeht. Diese ist wichtig, um Gestaltungsfreiraum für neue Projekte zu haben.

2. Welche Herausforderungen sehen Sie im Rahmen der Beteiligungswirtschaft?

Die globalen Wettbewerbsbedingungen nehmen natürlich auch Einfluss auf die Wirtschaftsunternehmen der Stadt Innsbruck. Deshalb muss so geplant und gearbeitet werden, dass die erwirtschafteten Erträge auch der Stadt Innsbruck und damit ihren Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen. Das heißt, dass in wirtschaftlich guten Zeiten klug gespart werden muss, um in schwierigen Zeiten Investitionen tätigen zu können. Wir beweisen mit unserem heurigen Investitionsbudget von rund 150 Millionen Euro mit den IIG eine noch nie dagewesene Finanzkraft, welche zu 95 Prozent in die Region fließt.

3. Wünschen Sie sich noch mehr Beteiligungen für die Stadt Innsbruck?

Dort wo es sinnvoll ist einen Bereich auszulagern, ja. Die Leitlinien bestimmen den Weg, denn nur sie geben den Weg vor. Die Angebotspalette der kommunalen Beteiligungen ist, wie bereits betont, vor allem den BürgerInnen und Bürgern verpflichtet.