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Zwei Innsbrucker Schulen gewannen zuletzt den Umweltpreis: Sowohl die Jugendlichen aus der NMS Wilten als auch die Klasse 3D der VS Angergasse konnten mit ihren Projekten überzeugen. Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (2. Reihe, 3.v.l.) gratulierte.
Zwei Innsbrucker Schulen gewannen zuletzt den Umweltpreis: Sowohl die Jugendlichen aus der NMS Wilten als auch die Klasse 3D der VS Angergasse konnten mit ihren Projekten überzeugen. Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (2. Reihe, 3.v.l.) gratulierte.

Schulen stellen Umwelt in den Fokus

Umweltbewusstsein mag früh geübt sein. Deshalb setzt die Stadt Innsbruck verstärkt darauf, dieses bereits den jüngsten BürgerInnen zu vermitteln. Durch unterschiedliche Projekte lernen Schulkinder, auf die Umwelt zu achten.

Eine Bananenschale gehört in die Biomülltonne und Altbatterien sind Sondermüll – für die meisten InnsbruckerInnen ist dies selbstverständlich, doch jede/r musste die richtige Mülltrennung erst einmal erlernen. Im Gymnasium Adolf-Pichler-Platz vermitteln sogenannte „Umwelt-Buddys“ genau dieses Wissen. „Seit dem vergangenen Schuljahr läuft das Projekt am Gymnasium. Das Resümee fällt durchwegs positiv aus“, erklärt der für Bildung zuständige Stadtrat Ernst Pechlaner. „Über eine Ausweitung der Aktion auf andere Schulen wird bereits nachgedacht“, blickt er in die Zukunft. Kern ist die fachliche Ausbildung von „Umwelt-Buddys“. 

Wie aus SchülerInnen "Umwelt-Buddys“ werden

Rund 20 SchülerInnen der 4., 5. und 6. Klassen werden in der ersten Phase durch Impulsvorträge und Workshops für die Themen „Ressourcen“, „Nachhaltigkeit“ sowie „Umwelt- und Klimaschutz“ sensibilisiert. Außerdem werden sie als sogenannte Buddys motiviert, ihren MitschülerInnen Tipps zur Abfallvermeidung und richtigen Abfalltrennung zu geben. Auch Fragen zum korrekten Recycling und zur Verwertung verschiedener Abfallsorten können „Umwelt-Buddys“ beantworten. Ihr Wissen geben die SchülerInnen dann weiter: So finden zum Beispiel in allen ersten und zweiten Klassen Workshops statt, bei dem die Jüngeren für einen achtsamen Umgang mit den Schätzen unserer Erde geschult werden. Unterstützt wird das Projekt von der Stadt Innsbruck, dem Verein „Umwelt Tirol“ sowie der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB).

Buntes Mülltrennsystem sorgt für Klarheit

Neben dem aktiven Mitwirken der SchülerInnen wurden im Hintergrund einige Grundsteine für eine saubere und umweltbewusste Schule am Adolf-Pichler-Platz gelegt: Einer davon ist ein innovatives Mülltrennsystem. „Unterschiedliche Farben und aussagekräftige Piktogramme helfen den Schülerinnen und Schülern intuitiv richtig zu trennen. Gemeinsam mit dem Wissen der ,Buddys‘ konnte so das Umweltbewusstsein der meisten Kinder und Jugendlichen an der Schule verbessert werden“, erläutert Pechlaner. Die Abfalltrennbehälter in den Klassenzimmern sind einheitlich entsprechend dem Farbleitsystem der Abfallwirtschaft beschriftet. Die Logistik der Behälterentleerung wurde zudem neu konzipiert und die Reinigungskräfte entsprechend geschult. Auch der wirtschaftliche Aspekt kommt nicht zu kurz: Mit fachlicher Unterstützung des städtischen Referats „Verkehrsund Umweltmanagement“ werden die wirtschaftlichen Aspekte einer optimierten Abfallbewirtschaftung detailliert aufgeschlüsselt.

Umweltpreis für innovative Ideen

Zum ersten Mal wird Anfang 2017 der „Umweltpreis neu“ vergeben: Neu daran ist die Modalität. Während bis 2014 der Preis noch jährlich vergeben wurde, bleibt den TeilnehmerInnen nun länger Zeit, um an ihren Projekten zu arbeiten. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre in insgesamt drei verschiedenen Kategorien verliehen. Eine davon zielt auf die Gruppe „SchülerInnen und Jugend“ ab. „Durch den Preis werden Schulklassen dazu motiviert, sich Gedanken zum Thema Umwelt zu machen. Die Auswahl der Siegerprojekte erfolgt durch eine fachkundige Jury“, geht Bildungsstadtrat Pechlaner ins Detail. Ausgezeichnet werden hervorragende Projekte und ausgearbeitete Konzepte aus dem Bereich Umweltschutz (Details siehe unten). Die Einreichfrist für den Umweltpreis 2015/16 läuft noch bis 31. Dezember dieses Jahres. Bis spätestens dahin müssen die Vorschläge über ein eigenes Formular beim Referat „Verkehrs- und Umweltmanagement“ eingelangt sein. Es gilt das Datum des Poststempels. (DH)

Umweltpreis 2015/16

Einreichfrist: 31. Dezember 2016 (Datum des Poststempels)

Kategorien:

  • SchülerInnen & Jugend
  • Privatpersonen & Vereine
  • Unternehmen & Instutitionen

Mögliche Themengebiete:

  • Luftreinhaltung
  • Abfallvermeidung, -trennung, -entsorgung
  • Lärmschutz
  • Mobilität
  • Energieeinsparung
  • Naturschutz
  • Umweltbildung
  • Klimaschutz
  • Allgemeine Umweltvorsorge

Gesamtdotierung: 5.000 Euro

Download Einreichformular:

einreichformular_umweltpreis2015-16.pdf   (165 KB)