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Ingrid Felipe unterschreibt die Verträge zu den neuen Straßen- und Regionalbahnen, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und IVB-Geschäftsführer Martin Baltes schauen ebenso genau hin, wie die Vertreter des Herstellers Bombardier Bruno Kittner und Christian Diewald.
Ingrid Felipe unterschreibt die Verträge zu den neuen Straßen- und Regionalbahnen, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und IVB-Geschäftsführer Martin Baltes schauen ebenso genau hin, wie die Vertreter des Herstellers Bombardier Bruno Kittner und Christian Diewald.

Die Straßen und Regionalbahnen sind bestellt

Wichtiger nächster Schritt für Öffi-Ausbau in Tirol

20 neue Straßenbahn- und Regionalbahngarnituren für Innsbruck sind bestellt und die Verträge wurden heute unterzeichnet – die Regionalbahn nimmt immer konkretere Formen an. Tirols größtes Projekt im öffentlichen Verkehr soll in Innsbruck umweltfreundliche Mobilität für noch mehr Menschen ermöglichen. Bereits heute ist Innsbruck laut dem Verkehrsclub Österreich die Öffi-Hauptstadt des Landes. 67 Prozent der Wege in Innsbruck werden zu Fuß, mit dem Rad und mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt. Nur 31 Prozent der Alltagswege werden mit dem Auto zurückgelegt, österreichweit hat nur Wien mit 28 Prozent weniger Individualverkehr. Um Innsbruck als Öffi-Hauptstadt weiter zu attraktivieren, wird seit dem Jahr 2000 an der Regionalbahn geplant. 2018 sollen die innerstädtischen Bauarbeiten beendet sein, 2020 jene bis Völs bzw. Rum.

„Wenn die Regionalbahn fertig ist, gibt es auf der Hauptachse durch Innsbruck in die bevölkerungsreichen, wachsenden Stadtteile ein noch attraktiveres Angebot“, sagt LH-Stvin Ingrid Felipe, der die gute Luft im ganzen Land und natürlich auch in der Landeshauptstadt ein besonderes Anliegen ist. „Tirol soll zum Lufterholungsgebiet werden“, betont Ingrid Felipe.

Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer streicht den Mehrwert der Straßen- und Regionalbahn hervor: „Wir bauen am größten Mobilitätsprojekt nach dem Brennerbasistunnel für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker. Ein modernes, nachhaltiges und umweltbewusstes Mobilitätsystem steigert die Lebensqualität in der Landeshauptstadt. Alle Bürgerinnen und Bürger werden davon profitieren, wenn die Wohn-, Einkaufs- und Arbeitsplatzgebiete noch viel effizienter, bequemer und umweltfreundlicher erschlossen sind."

Bestes Wagenmaterial als nachhaltige Anschaffung

Über den zeitgerechten Abschluss der Ausschreibung für das Wagenmaterial, der heute per Unterschrift besiegelt wurde, freut sich besonders der Geschäftsführer der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB). „Ein großes Ausbauprojekt wie die Regionalbahn während des laufenden Betriebs durchzuführen, ist für jedes Unternehmen eine enorme Herausforderung. Ich möchte an dieser Stelle auch einmal unseren vielen MitarbeiterInnen danken, die eine gute Abwicklung ermöglichen.“ Der Anbieter, der den Zuschlag bekommen habe, konnte laut dem IVB-Geschäftsführer mit einem überzeugenden Komplettangebot punkten: Hochwertige und behindertengerechte Straßenbahnen ergänzt mit einem langfristigen Wartungs- und Instandhaltungsvertrag sei „genau das richtige für die Innsbrucker Öffi-FahrerInnen.“

Bruno Kittner, Sprecher der Geschäftsführung der beauftragten  Bombardier Transportation Austria GmbH sagte: „Mit der IVB verbindet uns eine langjährige gute Partnerschaft. Umso mehr freuen wir uns, dass sich Innsbruck erneut für die zukunftsweisende Fahrzeugtechnologie und das innovative FlexCare Wartungsmodell aus dem Hause Bombardier entschieden hat.“ Das Land Tirol setzt in Innsbruck und im ganzen Land auf Kapazitätssteigerungen und auf gute Ticketangebote im öffentlichen Verkehr. Die Verkaufszahlen bei den Tickets steigen seit Jahren kontinuierlich, dieses Jahr sind bereits über 90.000 TirolerInnen mit Jahres- und Semestertickets des Verkehrsverbund Tirol (VVT) unterwegs. Damit leisten die TirolerInnen auch einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. „Unser Ziel ist, dass wir immer mehr Menschen ein Angebot machen können, den Autoschlüssel gegen eine Öffi-Jahreskarte zu tauschen“, so die Landeshauptmannstellvertreterin abschließend.

Die bestellten Straßenbahngarnituren

Die rund 28 Meter langen FLEXITY Straßenbahnen für Innsbruck zeichnen sich durch niedrige Einstiege, breite Gänge und geräumige Mehrzweckbereiche aus. Die Kombination aus international bewährter Niederflurtechnologie mit BOMBARDIER FLEXX Urban Drehgestellen sorgt für hohe Laufruhe. In Innsbruck sind bereits 32 FLEXITY Straßenbahnen erfolgreich im Fahrgasteinsatz. Die IVB hat nach LINZ AG LINIEN als zweiter Verkehrsbetrieb das FlexCare Wartungsmanagementsystem eingeführt. FlexCare ist einfach in die bereits bestehenden Wartungsprozesse zu integrieren und ermöglicht es den Kunden, die Wartung in ihren eigenen Werkstätten auf Rechnung und Risiko von Bombardier Transportation durchzuführen. Dieses Wartungsmanagementsystem garantiert sowohl eine hohe Verfügbarkeit als auch die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge und bietet Kostensicherheit über die gesamte Vertragslaufzeit. Durch die Ausführung der Instandhaltungsarbeiten mit eigenem Personal, bleibt das Know-how auch weiterhin fest in der Hand der IVB. Bisher wurden über 1.400 FLEXITY 100 Prozent Niederflurstraßenbahnen verkauft. Insgesamt sind mittlerweile rund 5.000 Bombardier Straßen- und Stadtbahnen in Europa, Asien, Australien und Nordamerika im Einsatz oder bestellt.