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Innsbrucks Studierende in Bewegung

Bildungs- und Kultureinrichtungen, Sportstätten, Einkaufsmöglichkeiten, Naherholungsgebiete und Wirtschaftszentren – all das und noch vieles mehr hat die Tiroler Landeshauptstadt trotz ihres begrenzten Platzangebotes zu bieten. Eine entsprechende Infrastruktur sorgt, speziell rund um die universitären Einrichtungen, für schnelle Verbindungen und kurze Wege.

Seit 1669 ist die Tiroler Landeshauptstadt Universitätsstadt. Damals gründete Kaiser Leopold I. eine Volluniversität mit vier Fakultäten. Heute sind aus den vier Fakultäten 16 geworden. Doch auch im Bereich der Fachhochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen hat sich viel getan: Innsbruck ist heute längst schon einer der wichtigsten Bildungs-, Universitäts- und Wissenschaftsstandorte im Alpenbereich und hat in diesem Zusammenhang auch für eine funktionierende Infrastruktur und
Mobilität der nationalen wie internationalen Studierenden zu sorgen.

Eine Stadt der kurzen Wege

Die Universität Innsbruck erstreckt sich wie ein Bildungsnetz über die Tiroler Landeshauptstadt. An verschiedenen Standorten in der Stadt sind Zweigstellen der universitären Lehre untergebracht. Sei es der Campus Innrain, der Campus Sport, der Campus Technik, der Campus Universitätsstraße, das Zentrum für Alte Kulturen/Atrium oder die verschiedenen Institute und Servicestellen – in der Stadt ist kein Weg weit. Mit den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB), dem Stadtrad und
dem gut ausgebauten Radnetz wird gerade Studierenden eine Reihe an umweltfreundlichen Fortbewegungsmöglichkeiten geboten.

Ein Ticket, viele Möglichkeiten

Ob am frühen Morgen zur Uni oder spät nachts mit dem Nightliner wieder nach Hause. Mit dem Semester-Ticket können Studierende während des gesamten Semesters alle Linien in Innsbruck nutzen. Dies ist allerdings noch nicht alles: Mit dem Semester-Ticket kann gratis mit der Hungerburgbahn gefahren werden und beim Besuch der Tiroler Landesmuseen gibt es 1+1 gratis. (Weitere Vergünstigungen für Studierende finden Sie auf Seite 35.) Im Wintersemester gab es 6.400 gültige Semester-Tickets für die Kernzone Innsbruck – allein diese Zahl stellt die Beliebtheit des IVB-Tickets unter Beweis. Alle Studierenden, die jünger als 27 Jahre alt und ordentliche HörerInnen der Universität Innsbruck, der Medizinischen Universität, der UMIT, des MCI Management Center Innsbruck, der FH Gesundheit, der FH Kufstein, der KPH Edith Stein oder der Pädagogischen Hochschulen Tirol sind, können das Angebot in Anspruch nehmen. Es ist jeweils vom 1. September bis zum letzten Tag des darauffolgenden Februars (Wintersemester) oder vom 01. März bis zum darauffolgenden 31. August (Sommersemester) für sechs Monate gültig. Der Preis variiert je nach Region. Der Preis für ein Ticket für Innsbruck (Kernzone) beträgt 129,50 Euro. Die Strecke von Hall nach Innsbruck kostet beispielsweise 127,90 Euro. Mit diesem plus dem Ticket für Innsbruck (Kernzone) kommt man also auf insgesamt 257,40 Euro. Details zu den Kernzonen-Tickets gibt
es unter www.ivb.at, wo das Semester-Ticket auch ganz einfach im Ticketshop gekauft und sofort ausgedruckt werden kann. Außerdem können Kernzonen-Tickets
über die Ticket-App gekauft werden, wodurch der Fahrschein direkt am Handy erscheint.
Noch attraktiver wird das Angebot der IVB mit der Umsetzung des aktuell größten Mobilitätsprojekts – der Tram/Regionalbahn. Bis 2018 kann nicht nur der
äußerste Westen der Stadt mittels Tram angepeilt werden, auch der Osten der Stadt wird via Straßenbahnschiene erschlossen.

„Innsbruck ist Universitätsstadt. Es ist aber nicht damit getan, unseren Studierenden die Bildungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Unsere Aufgabe ist es, ihnen ein Wohlfühlklima und eine entsprechende Infrastruktur zu bieten. Dabei setzen wir gezielt auf Investitionen in den öffentlichen Verkehr, denn diese sind Investitionen in Lebensqualität und Umweltfreundlichkeit.“

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Sportgerät und Verkehrsmittel

Für all jene, die lieber selbst aktiv sind, anstatt sich chauffieren zu lassen, bietet sich das Stadtrad an. Das Leihradsystem macht Studierende noch mobiler und darüber hinaus unabhängig von Uhrzeit, Stau und Parkplatzsuche. Das umweltfreundliche Angebot startete im April 2014 mit 14 Stationen im gesamten Stadtgebiet. Inzwischen gibt es 26 Standorte, zu denen im nächsten Jahr weitere fünf hinzukommen. Der Erfolg des günstigen Radverleihs schlägt sich auch in der Statistik nieder.
Wurden im Jahr 2014 insgesamt 9.547 Ausleihen verzeichnet, sind es heuer (bis inkl. August) bereits 13.207. Das Stadtrad kann jede und jeder nutzen, der sich einmalig kostenlos anmeldet. Mit der Bezahlung eines Jahresbetrags von 25 Euro bzw. 15 Euro (für InhaberInnen von Jahrestickets oder Semestertickets) ist jede erste halbe Stunde einer Fahrt kostenlos. Details zur Registrierung und den Standorten gibt es unter www.stadtrad.ivb.at.

Freie Fahrt für Innsbrucks Räder

Das Rad als Fortbewegungsmittel erfreut sich in Innsbruck – gerade bei den Studierenden – immer größerer Beliebtheit. Der Anteil des Radverkehrs an den Wegen der
InnsbruckerInnen steigt seit Jahren, derzeit liegt er mit 23 Prozent an der Spitze im österreichischen Städtevergleich. Damit sich noch mehr InnsbruckerInnen
auf den Sattel schwingen, unterstützt die Stadt den sportlichen Trend durch den kontinuierlichen Ausbau des Radnetzes. Zurzeit existieren etwa 120 Kilometer an
Radwegen, Radfahrstreifen und Radrouten in verkehrsberuhigten Straßen. Die Strecken werden regelmäßig überprüft, wodurch sinnvolle Erweiterungen festgestellt
werden können. Erst im September konnte Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider einen Radweg gegen die Einbahn in der Dreiheiligenstraße eröffnen.
Von 2009 bis 2014 wurden insgesamt rund 4 Millionen Euro in Maßnahmen für den Radverkehr investiert. Im Rahmen des „klima-aktiv mobil“ Förderungsprogramms
erhielt Innsbruck dafür eine Förderung in Höhe von 1,1 Millionen Euro. (AA)