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Sind über die Ergebnisse der SORA-Umfrage sehr erfreut und präsentierten diese bei der heutigen Pressekonferenz (v.l.): Stadtrat Ernst Pechlander, Christoph Hofinger (Geschäftsführer SORA-Institut), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Stadtrat Gerhard Fritz.
Sind über die Ergebnisse der SORA-Umfrage sehr erfreut und präsentierten diese bei der heutigen Pressekonferenz (v.l.): Stadtrat Ernst Pechlander, Christoph Hofinger (Geschäftsführer SORA-Institut), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Stadtrat Gerhard Fritz.

InnsbruckerInnen stufen Lebensqualität hoch ein

SORA-Umfrage stellt sehr gutes Zeugnis aus

88 Prozent der Innsbruckerinnen und Innsbrucker schätzen die Lebensqualität der Landeshauptstadt als sehr bzw. ziemlich hoch ein. Dies ergab eine repräsentative Imageanalyse des SORA-Institutes unter 500 Personen im Juni 2015. Geschäftsführer Mag. Christoph Hofinger präsentierte deren Ergebnisse heute mit Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz und Stadtrat Ernst Pechlaner. Gleichzeitig verglich das Projektteam die Daten mit dem österreichischen Städtebarometer soweit als möglich.

„Die Innsbruckerinnen und Innsbrucker stellen ihrer Heimatstadt insgesamt ein sehr gutes Zeugnis aus. Sie erachten ihre Stadt als lebenswert, eine große Mehrheit sieht die Stadt als eine, die jetzt Chancen für die BewohnerInnen bietet und auf lange Sicht einen angemessenen Lebensstandard, auch im Alter, ermöglicht. Bei Lebensqualität allgemein, sozialer Sicherheit oder dem Eindruck der Sauberkeit, schneidet Innsbruck sehr gut ab, auch im österreichweiten Städtebarometer-Vergleich“, erläutert Hofinger. Bürgermeisterin Oppitz-Plörer freut sich über dieses Ergebnis: „Es ist für uns wichtig zu wissen, wie die Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung ihrer Stadt bewerten. Der Städtebarometer gibt einen wichtigen Vergleich und bestätigt.“

Die Ergebnisse im Detail

Als lebenswert stuften 93 Prozent der Befragten die Landeshauptstadt ein. Sehr lebenswert beurteilen sie sogar fast zwei Drittel der Befragten. Mit ihrer eigenen Wohnungssituation zeigten sich 85 Prozent sehr bzw. ziemlich zufrieden. Sauberkeit sprachen 89 Prozent der Personen Innsbruck zu. Damit zeigt sich, dass die Arbeit des Amtes für Straßenbetrieb gesehen wird: Es entfernt jährlich 2.400 Tonnen anfallenden Müll.

Weltoffenheit schreiben 75 Prozent der InnsbruckerInnen ihrer Stadt zu. Mit der Einstufung der Lebendigkeit auf 87 Prozent dürfen sich wohl auch die Veranstalter freuen, dass das kulturelle Angebot mit 88 Prozent gut angenommen wird. Die Freizeiteinrichtungen erhalten mit 84 Prozent ein fast genauso gutes Zeugnis. Hier arbeitet die Stadt mit der Fertigstellung der Umbrückler Alm, dem Bau der WUB-Halle und des Leichtathletikzentrums an der weiteren Verbesserung der Angebote.

Umweltfreundlichkeit attestieren 78 Prozent der Befragten ihrer Stadt, Kinderfreundlichkeit 73 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Befragten sehen Chancen für Personen wie sie in der Stadt. Als verlässliche und faire Stadt stufen 73 Prozent bzw. 65 Prozent der InnsbruckerInnen diese ein. In einem Punkt sind die Zahlen hingegen im untersten Prozentbereich: Gerade einmal 14 Prozent sehen die Landeshauptstadt als langweilig. Mit der sozialen Sicherheit sind 88 Prozent zufrieden.

Der öffentliche Verkehr wird mit 75 Prozent angenommen, das Radwegenetz mit 67 Prozent – wobei sich beide laufend im Ausbau befinden. Einzig das Parkplatzangebot liegt mit 27 Prozent weit abgeschlagen. Der Städtebarometer weist 60 Prozent auf. Die Umfrage erfolgte jedoch im Juni 2015, als die großen Umsetzungsphasen des Parkraumkonzepts erst bevor standen.

57 Prozent der Befragten zeigten sich mit den Innsbrucker SeniorInnenheimen zufrieden. Möglichkeiten zur Mitbestimmung sehen nur 36 Prozent, wobei der Ruf nach mehr Mitbestimmung nur von 7 Prozent der Befragten erfolgt. Die neuen großen Stadtteilprozesse Mühlau, Vill und Höttinger Au waren zu diesem Zeitpunkt übrigens auch im Anlauf begriffen und konnten damit noch nicht in die Bewertung einfließen.

Blick in die Zukunft

Im Gegensatz zu den zahlreichen positiven Einschätzungen zur Landeshauptstadt sorgen sich die InnsbruckerInnen aber auch aufgrund der wirtschaftlichen und österreichweiten Gesamtlage um die Zukunft. Dies betrifft die Wohnsituation, den Lebensstandard im Alter sowie sichere Arbeitsplätze für sich oder die junge Generation, führt Hofinger aus. „Wir sind uns dieser Sorgen bewusst. Unser Arbeitsprogramm wird durch die Analyse bestätigt. Wir setzen gerade die größte Wohnbauoffensive seit den Olympischen Spielen um. So werden bereits 1.245 Wohnungen umgesetzt. Weitere Projekte mit rund 2.000 geförderten Wohnungen stehen im Entwicklungsprozess“, erläutert die Bürgermeisterin die Maßnahmen.

Dies bestätigt Hofinger: „Die vermehrten Anstrengungen im Wohnbau entsprechen der Stimmung, dass viele Innsbruckerinnen und Innsbrucker mit Besorgnis die Entwicklung des Wohnungsmarktes wahrnehmen und die Schaffung von leistbarem Wohnraum die häufigste Spontanforderung der Bevölkerung ist.“

Der Bau der Regionalbahn und das Parkraumkonzept werden helfen, die Verkehrsprobleme lösen. Und an Grünflächen, Kinderspielplätzen sowie der Stadtbildverschönerung arbeitet die Politik laufend. „All diese Maßnahmen unterstützen zugleich den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Wir haben mit unserem Investitionsbudget von 82 Millionen Euro heuer eine noch nie dagewesene Finanzkraft bewiesen. Damit investieren wir nicht nur nachhaltig in die Infrastruktur und in die Wirtschaft, sondern gerade in die Innsbruckerinnen und Innsbrucker selbst, indem wir zahlreiche Arbeitsplätze sichern“, schloss Oppitz-Plörer. (MIR)

Drei Fragen an ...

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

 

1. Welche Schlüsse ziehen Sie aus der Umfrage?

Die Umfrage des SORA-Instituts bestätigt unsere Arbeit. Sie stellt uns einerseits ein gutes Zeugnis aus, andererseits führt sie genau jene Schwachpunkte an, an denen wir intensiv arbeiten. So ist der leistbare Wohnraum den Innsbruckerinnen und Innsbruckern ein Anliegen, ebenso wie uns: 1.245 Wohnungen sind bereits in der Umsetzung, weitere 2.000 sind in Entwicklung.

2. Welcher Teil der Umfrage hat Sie überrascht?

Die Wertschätzung für die Arbeit unserer Reinigungsdienste: 89 Prozent stufen die Stadt als sauber ein. Überrascht hat mich aber auch die Einschätzung der Nachmittagsbetreuung der Kinder. Wir haben eine Vollversorgung, das ist noch zu wenigen bewusst. Hier benötigt es eine zielgerichtete Information.

3. Die InnsbruckerInnen machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz, wenn sie an die Zukunft denken. Welche Maßnahmen kann die Stadt setzen?

Wir beweisen mit unserem heurigen Investitionsbudget von rund 150 Millionen Euro mit den IIG gemeinsam eine noch nie dagewesene Finanzkraft, welche zu 95 Prozent in die Region fließt. Damit investieren wir nachhaltig in die Infrastruktur und in die Wirtschaft. Wir bauen unter anderem Kindergärten, 350 Pflegeheimplätze, das Haus der Musik sowie eine internationale Kletterhalle. Damit investieren wir vor allem in die Innsbruckerinnen und Innsbrucker selbst, indem wir tausende Arbeitsplätze sichern.