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Informierten gemeinsam über die Umgestaltung der Kranebitter Allee (v. l.): Dipl.-Ing. Dr. Christian Molzer (Land Tirol; Vorstand Abteilung Verkehr u. Straße), IVB-Projektleiter Ing. Harald Muhrer, IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz und DI Mag. (FH) Markus Pinter (Grünanlagen – Planung und Bau)
Informierten gemeinsam über die Umgestaltung der Kranebitter Allee (v. l.): Dipl.-Ing. Dr. Christian Molzer (Land Tirol; Vorstand Abteilung Verkehr u. Straße), IVB-Projektleiter Ing. Harald Muhrer, IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz und DI Mag. (FH) Markus Pinter (Grünanlagen – Planung und Bau)

Kranebitter Allee wird umgestaltet

Lebensbedingungen für die Bäume künftig besser

Bis 2018 sollen die innerstädtischen Arbeiten des Großprojektes „Straßen-/Regionalbahn“ beendet sein. Die künftige Trasse des öffentlichen Verkehrs wird im Bereich der Kranebitter Allee auf die momentan bestehende B171 Tiroler Straße gelegt. Eine neue Landesstraße wird im Süden zwischen Flughafenareal und bestehender Baumreihe errichtet. Die bereits schwer salzgeschädigte nördliche Baumreihe zwischen der alten Kranebitter Alle und der Nebenfahrbahn muss vorübergehend entfernt werden, um einen neuen Grünstreifen mit Bäumen errichten zu können. Die neuen Alleebäume werden nach Abschluss der Bauarbeiten im Herbst 2016 gepflanzt.

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz, IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes, IVB-Projektleiter Ing. Harald Muhrer, Dipl.-Ing. Dr. Christian Molzer (Land Tirol; Vorstand Abteilung Verkehr u. Straße) und DI Mag. (FH) Markus Pinter (Grünanlagen – Planung und Bau) informierten gemeinsam über die fortschreitenden Bauarbeiten und wie sich die Situation für den dortigen Baumbestand künftig gravierend bessert.

„Der Eingriff in die vorhandene Natur schmerzt natürlich immer. Dennoch ist dies manchmal – so wie in der Kranebitter Allee – unvermeidbar“, erklärte Stadtrat Fritz: „Die Bäume dort wachsen an einem Extremstandort, der aufgrund der Hitze, der Trockenheit, dem eingeschränkten Wurzelraum, dem Streusalz im Winter usw. eine große Herausforderung ist. Durch die Umsetzung der Pläne für die Straßen-/Regionalbahn wird nicht nur ein einfaches, bequemes und effizientes Transportsystem realisiert, durch den entstehenden neuen Grünstreifen können wir auch den Lebensraum der Bäume optimieren.“

„Durch den Neubau der Landestraße auf der Flughafenseite können unsere Fahrgäste nun Bus und Bahn ohne Querung der vielbefahrenen Landesstraße erreichen“, informiert IVB-Geschäftsführer Baltes. „Für die Anrainerinnen und Anrainer ist die neue Situation auf jeden Fall ein Gewinn, denn der motorisierte Individualverkehr ist weiter von den Häusern entfernt und entlastet die Bevölkerung entlang der Kranebitter Allee vom Straßenlärm“, zählt IVB-Projektleiter Muhrer eine weitere positive Entwicklung auf.

„Es freut mich besonders, dass mit dem nunmehrigen Projekt ein beispielhaftes Nebeneinander von öffentlichem und Individualverkehr verwirklicht werden kann“, so Vorstand Christian Molzer: „Durch die Verlegung der B171 Tiroler Straße in Richtung Süden kann sich der Baumbestand an der Kranebitter Allee künftig wieder naturnah entwickeln. Mit dem Trassentausch wird eine deutliche Qualitätsverbesserung für die Kundinnen und Kunden des Öffentlichen Verkehrs erzielt – kritische Fußgängerquerungen werden vermieden. Auch die Lärmsituation kann durch die Abrückung der neuen Kranebitter Alle maßgeblich verbessert werden.“

Optimierte Chancen für die Gesundheit der Bäume

„Das Amt für Grünanlagen muss kontinuierlich abgestorbene Bäume im nördlichen Bereich der Kranebitter Allee ersetzen. Die jungen Bäume überleben den darauffolgenden Winter aber nicht. Die Belastung durch das Salz von der Landestraße ist im Erdreich so groß, dass hier nichts mehr wachsen kann“, führte Markus Pinter aus: „Die Abgrenzungsmauer zwischen der alten Kranebitter Allee und der Nebenfahrbahn, die nun umgesetzt wird, verhindert diesen Salzeintrag.“ Sie wird ein Spritzschutz gegenüber der Kranebitter Allee. Auch im Bereich der Nebenfahrbahn wird die Grünfläche mit einem Leistenstein eingefasst. Der Schadstoffeintrag in den Grünstreifen wird aus diesem Grund künftig verringert, wodurch eine dauerhafte und nachhaltige Alleebepflanzung möglich ist. Darüber hinaus wird durch die Verlegung der Trasse und deren Entwässerung in einen Entwässerungsgraben auch die Standortsituation für die südseitig weiterhin bestehende Baumreihe verbessert.

Der Grünstreifen für die neuen Bäume auf der Nordseite wird verbreitert und zwei Meter betragen. Für den Bau ist es erforderlich, die bereits schwer salzgeschädigten 56 Bäume nördlich der Nebenfahrbahn zu entfernen. Das vorhandene, mit Streusalz kontaminierte Bodenmaterial, das zum Absterben der Zellen im Baum sowie zum Absterben von lebensnotwendigen Bodenlebewesen führt, wird ausgetauscht. Dadurch werden für die neuen Bäume optimale Wuchsbedingungen geschaffen. Die Neupflanzung in der Allee erfolgt mit 46 möglichst großen Linden.

Lärmbelastung der AnrainerInnen sinkt

Dadurch, dass die neue Landesstraße in Richtung Flughafen verlegt wird und der öffentliche Verkehr nicht die Frequenz wie der momentane Verkehr aufweisen wird, verringert sich zusätzlich die Lärmbelastung für die AnrainerInnen. Außerdem wird die Trasse mit einer Absturzsicherung, einer ein Meter hohen Mauer, versehen. Diese wird zum einen eine weitere Lärmabschirmung der AnrainerInnen auf der Nordseite mit sich bringen und zum anderen verhindern, dass künftig salzhaltiges Wasser von der Straße in den Grünstreifen fließt.

Rückblick und Ausblick

Mit den Planungsarbeiten für das Großprojekt „Straßen/Regionalbahn“ wurde bereits im Jahr 2000 begonnen. Bis 2018 soll das Projekt innerstädtisch abgeschlossen werden, die Fertigstellung der Verlängerungen bis Völs bzw. Rum sind bis 2020 geplant. AA