Logo Innsbruck informiert
Die Wohnanlage „Sillblock“ wurde mit dem Zertifikat „Sicheres Wohnen“ ausgezeichnet. Rudi Warzilek (Präsident Verein Sicheres Tirol), Franz Danler (Geschäftsführer der IIG), Wohnbaulandesrat Johannes Tratter und Stadtrat Andreas Wanker (v.l.) freuen sich über die Urkunde.
Die Wohnanlage „Sillblock“ wurde mit dem Zertifikat „Sicheres Wohnen“ ausgezeichnet. Rudi Warzilek (Präsident Verein Sicheres Tirol), Franz Danler (Geschäftsführer der IIG), Wohnbaulandesrat Johannes Tratter und Stadtrat Andreas Wanker (v.l.) freuen sich über die Urkunde.

Wohnanlage "Sillblock" in Innsbruck erhält Zertifikat

Die MieterInnen profitieren von höchsten Sicherheitsstandards.

Für die erfolgreiche Umsetzung spezieller Kriterien zur Erhöhung der Sicherheit erhielt die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) für ihre Wohnanlage „Sillblock“ in der Sebastian-Scheel-Straße das Zertifikat „Sicheres Wohnen“. Die Urkunde wurde heute, Freitag, vor Ort von Wohnbaulandesrat Johannes Tratter und Rudi Warzilek, Präsident des Vereins Sicheres Tirol übergeben.

Demographische Analysen zeigen seit langem auf, dass die Tiroler Bevölkerung immer älter wird. Ein Trend, der nicht zuletzt im Bereich Wohnen die Entwicklung entsprechender Strategien fordert, nennt LR Tratter eine wichtige gesellschaftliche Herausforderung: „Die heute ausgezeichnete Wohnanlage ist in dieser Hinsicht ein echtes Vorzeigeprojekt! Anhand dieses konkreten Bauvorhabens lässt sich zeigen, dass durch vorausschauende Planung leistbares und zugleich sicheres Wohnen für mehrere Generationen möglich ist. Wenn Standortgemeinde, Bauträger und Wohnbauförderung konstruktiv zusammenarbeiten, profitieren Mieterinnen und Mieter auf lange Sicht von ebenso kostengünstigen wie komfortablen Wohnungen. Das Land Tirol fördert über die Wohnbauförderung gezielt derartige Projekte!“

Vorausschauendes Planen für generationengerechtes Wohnen

Der Verein Sicheres Tirol engagiert sich ehrenamtlich seit vielen Jahren mit Vorträgen, Informationsschriften und Aufklärungskampagnen, um das Problembewusstsein zu stärken und bauliche Präventionsmaßnahmen umzusetzen. Das Verbleiben in den eigenen vier Wänden sei älteren Menschen zumeist sehr wichtig, weiß Rudi Warzilek, Präsident des Vereins Sicheres Tirol. Er setzt daher auf generationengerechtes Bauen: „Gut durchdachte Planung spielt hier eine zentrale Rolle. Einerseits werden spätere Umbaukosten vermieden, andererseits kommen bauliche Investitionen in Barrierefreiheit sowie das Vermeiden von Gefahrenquellen nicht nur älteren Personen zu Gute, sondern auch Eltern mit kleinen Kindern oder Menschen mit Behinderungen. Insgesamt erhöht sich durch die Berücksichtigung von Kriterien zum sicheren und generationengerechten Bauen der Wohnkomfort für alle Bewohnerinnen und Bewohner!“

Innsbrucks Wohnstadtrat Andreas Wanker führt aus: „Ich gratuliere dem Land Tirol und dem Verein Sicheres Tirol zu dieser Zertifizierungsinitiative. Speziell freut mich, dass die IIG dieses Zertifikat für das Projekt Wohnanlage „Sillblock“ bekommt und hier ein generationenübergreifendes leistbares Wohnen für Innsbruckerinnen und Innsbrucker möglich ist.“


Kriterien für Zertifikat „Sicheres Wohnen“

Mit der Verleihung des Zertifikats „Sicheres Wohnen“ würdigen das Land Tirol und der Verein Sicheres Tirol die erfolgreiche Umsetzung spezieller Kriterien bei Gebäuden mit mehr als fünf Wohnungen, die den Anspruch generationengerechten Bauens und Planens erfüllen:

  • Schwellenfreiheit innerhalb der Wohnung: Das bedeutet, dass innerhalb der Wohnung Streiftüren auszuführen sind.
  • Geradläufige geschlossene Stiegen ohne Unterschneidungen
  • Rutschhemmende Stiegen: Die Stufen müssen eine rutschhemmende Oberfläche aufweisen.
  • Farblich auffallende Handläufe: Die Farbe der Handläufe muss zur Wand kontrastieren und die Handläufe sind nach Möglichkeit über die erste und letzte Stufe hinaus weiterzuführen.
  • Sanitärräume Mindestausstattung: Ein Sanitärraum muss zumindest mit Waschbecken, WC und Bad oder schwellenfreier, niveaugleicher Dusche ausgestattet und so beschaffen sein, dass eine durchgehende Bewegungsfläche mit einem Durchmesser von 1,5 m gegeben ist. Werden Bad und WC in verschiedenen Räumen untergebracht, so dürfen in der gemeinsamen Zwischenwand auch bei Trockenbauweise keine stockwerksübergreifenden Versorgungs- und Entsorgungsleitungen installiert werden, die eine spätere Zusammenlegung der Räume verhindern würde. Dies gilt nicht, wenn beide Räume barrierefrei ausgestaltet sind.
  • Standardmäßige Montage von Haltegriffen bei Badewannen und Duschkabinen
  • Kindergerechte Fenstersicherungen
  • Ausreichende Beleuchtung – Hauseingang , Keller, Stiegenhaus und Wohnbereich (Land Tirol)

Informationen zum Thema sicheres und generationengerechtes Bauen

Verein Sicheres Tirol - Südtiroler Platz 6 / II, 6020 Innsbruck

Bürozeiten: Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 12 Uhr
Tel.: 0512/560095; Fax: 0512/560095-5; E-Mail:
verein@sicheres-tirol.com
Internet: www.sicheres-tirol.com