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Bei der Verleihung des Kaiser-Max-Preises Anfang Mai versammelten sich die anwesenden gewählten Mandatarinnen für ein Foto voller Frauen-Power
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RGRE-Gleichstellungscharta feiert 10-Jahresjubiläum

Nur Innsbruck und zwei weitere Städte zögerten nicht bei der Unterschrift

Die Gleichstellung von Mann und Frau steht für die Stadt Innsbruck nicht zur Diskussion. Deshalb war es auch die damalige Bürgermeisterin Hilde Zach, welche die Gleichstellungscharta des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE), dem Dachverband der Kommunal- und Regionalverbände aus ganz Europa, heute exakt vor zehn Jahren als erste unterschrieben hat.

„Dass meine Vorgängerin Hilde Zach keine Minute gezögert hat, bevor sie die Gleichstellungscharta unterschrieben hat, zeigt, wie selbstverständlich eine Gleichstellung der Geschlechter in Innsbruck ist. Trotzdem war die rasche Unterschrift ein wichtiges Signal“, betont Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Die RGRE-Gleichstellungscharta war im Mai 2006 bei der Generalversammlung des RGRE, die damals in Innsbruck stattfand, präsentiert worden. Darin heißt es zum Beispiel: „Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Grundrecht aller Menschen sowie ein Grundwert jeder Demokratie. Um dieses Ziel zu erreichen, muss dieses Recht nicht nur vor dem Gesetz anerkannt sein, sondern wirksam auf alle Bereiche des Lebens angewendet werden: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.“ Außerdem enthält die Charta konkrete Maßnahmen, die gesetzt werden können, um Gleichstellung auf lokaler Ebene zu integrieren. Ziel der Charta ist die Schaffung von mehr Gleichheit in der Bevölkerung.

Gleichstellung wird in Innsbruck großgeschrieben

Im Stadtmagistrat Innsbruck wird die Gleichstellung von Männern und Frauen gelebt. Dort wurden 2015 insgesamt 136 Personen neu eingestellt. Von den gesamten Neueinstellungen waren 62 Prozent weiblich und 38 Prozent männlich. Insgesamt liegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei rund 35 Prozent. Zudem beträgt er in der höchsten Verwendungsgruppe A rund 49,5 Prozent, in der nächstfolgenden Verwendungsgruppe B rund 43 Prozent. „Nicht nur aufgrund der sehr guten Qualifikationen der Bewerberinnen, sondern auch in konsequenter Umsetzung des Frauenförderungsplans ergibt sich dieses erfreuliche Bild“, erläutert die ressortzuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider.

Weiters ist eine eigens eingerichtete Kommission zuständig dafür, dass das Gemeinde-Gleichbehandlungsgesetz eingehalten wird. Mit Monika Erharter und Mag.a Uschi Klee kümmern sich zudem engagierte Gleichbehandlungsbeauftragte tagtäglich um die aufkommenden Fragen zum Thema „Gleichstellung“. (DH)