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Fanden sich zu einem Gruppenfoto in den neuen, hellen Räumlichkeiten von „Rainbows“ zusammen (v. l.): Waltraud Kerber, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Malu Span, Stadtrat Ernst Pechlaner und Barbara Baumgartner
Fanden sich zu einem Gruppenfoto in den neuen, hellen Räumlichkeiten von „Rainbows“ zusammen (v. l.): Waltraud Kerber, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Malu Span, Stadtrat Ernst Pechlaner und Barbara Baumgartner

„Rainbows“: Anlaufstelle für Kinder in stürmischen Zeiten

Stadt Innsbruck stellt der Einrichtung kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung

Schicksalsschläge, wie der Tod eines geliebten Menschen oder die Trennung der Eltern, stellen die Welt von Kindern und Jugendlichen auf den Kopf. Nichts ist so wie es war und gerade in diesen stürmischen Zeiten sind Unterstützung und Hilfe unverzichtbar. „Rainbows“ hat sich ebendiesen Aufgaben verschrieben. Seit April befindet sich die Anlaufstelle in der Tiroler Landeshauptstadt in der Amthorstraße. Die neuen einladenden Räumlichkeiten stellt die Stadt Innsbruck der Institution unentgeltlich zur Verfügung. Ende Juni nutzten Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Stadtrat Ernst Pechlaner die Gelegenheit und machten sich selbst ein Bild von dem neuen „Rainbows“-Büro.

Im Zuge dessen gaben MMag.a Barbara Baumgartner, Landesleiterin „Rainbows“-Tirol, Malu Span und Waltraud Kerber Einblicke in ihren Arbeitsalltag, der viele herausfordernde, aber auch schöne Momente bereithält. „Zahlreiche Kinder und Jugendliche sind sowieso schon in einer schwierigen Situation und müssen mit einem Todesfall oder der Trennung der Eltern umgehen. Wir können dabei helfen, also tun wir es auch“, fasste Barbara Baumgartner zusammen.

„Kinder und Jugendliche finden in schwierigen Zeiten bei ,Rainbows‘ Geborgenheit und Hilfe, sie können dort über alles sprechen“, betonte Familien- und Jugendstadtrat Kaufmann. Auch Sozialstadtrat Pechlaner sieht in „Rainbows“ eine „unverzichtbare Einrichtung, die den Kindern und Jugendlichen genau dann zur Seite steht, wenn ihre Welt ins Wanken gerät.“ 

Unterstützung wird dankend angenommen

„Rainbows“ wurde 1983 in den USA gegründet, da Kinder und Jugendliche nach einer Trennung bzw. Scheidung ihrer Eltern keine Möglichkeit hatten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In Österreich gibt es diese Institution seit 1991, seit 1993 werden Kinder und Jugendliche in Tirol unterstützt. Seither wurden hierzulande bereits rund 1.180 Kinder und Jugendliche und deren Eltern in knapp 200 „Rainbows“-Gruppen begleitet.

Allein in Innsbruck betreute die Einrichtung im vergangenen Jahr 150 Kinder nach einer elterlichen Trennung und 50 nach Todesfällen von geliebten Menschen. Große Fortschritte werden meist durch den Austausch der Kinder in der Gruppe erzielt, erklärten die Mitarbeiterinnen im Gespräch. „Den Betroffenen bringt es oft am meisten, wenn sie sehen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind“, berichteten Barbara Baumgartner, Malu Span und Waltraud Kerber.

Besonders durch die breite Vernetzung mit anderen Einrichtungen kann „Rainbows“ kompetente und weiterführende Hilfe anbieten. Neben der Unterstützung der Kinder bietet die Institution auch Schulungen für PädagogInnen an, die oft direkt vor Ort – beispielsweise in Kindergärten und Horten – Betroffenen beim Überwinden von Schicksalsschlägen beistehen. (AA)