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Patscherkofel: Grünes Licht seitens des Naturschutzes

Bewilligung für Seilbahnbau erhalten

Im Oktober des vergangenen Jahres fiel im Gemeinderat die Entscheidung für den Neubau der Patscherkofelbahn. Im Frühjahr wurde das Siegerprojekt der Vorarlberger Architekten Innauer & Matt von einer siebenköpfigen Fachjury ausgewählt. Nun erhielt die Stadt die naturschutzrechtliche Bewilligung für den Bau der neuen Bahn seitens des Landes.

„Der positive Bescheid ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das Naherholungsgebiet am und rund um den Patscherkofel entwickelt sich. Durch die neue Bahn wird es zusätzlich aufgewertet. Künftig wird der Berg nicht nur ausgewiesenen Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportlern zur Verfügung stehen, sondern auch BesucherInnen, welche nicht mehr so mobil sind. Sie gelangen schnell und bequem auf 2.000 Meter Seehöhe“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Um mit den Bauarbeiten tatsächlich beginnen zu können, benötigt es noch den positiven Abschluss des seilbahntechnischen Verfahrens. Dieses wurde bereits Anfang Juli beim Bundesministerium in Wien eingeleitet. „Wir rechnen mit einer Bauverhandlung im September“, geht Patscherkofel-Geschäftsführer DI Martin Baltes ins Detail: „Wenn wir beide Bewilligungen erhalten haben, können wir mit den Vorbereitungen für die neue Seilbahntrasse starten.“

Aus der naturschutzrechtlichen Bewilligung des Landes geht hervor, dass die Bahn mitsamt der Tal-, Zwischen- und Bergstation errichtet werden darf. Außerdem steht dem Abbruch der bestehenden Anlagen (Pendelbahn, 4er-Sesselbahn „Olympia Express“, 4er-Sesselbahn „Panorama“ und Schlepplifte „Ochsenalm“) aus naturschutzrechtlicher Sicht nichts im Wege. Das Land Tirol erhält laufend Berichte über die Arbeiten.

Zum Projekt

Ausschlaggebender Grund für die Auswahl des Entwurfs der Architekten Innauer & Matt war, dass er ein „ganzheitliches Projekt“ am Berg darstellt. Er ist von funktionsabhängigen, klar strukturierten vertikalen und horizontalen Elementen geprägt. Während die seilbahntechnischen Einrichtungen in den Stationen als massiver Stahlbetonkörper in Erscheinung treten, werden diesen horizontale, raumgreifende Verglasungen entgegengesetzt, welche die imposante Natur ins Gebäude holen. So bleibt der Ausblick in die Umgebung weitgehend offen. Für die Seilbahn selbst bekam die Firma Doppelmayr im April den Zuschlag. (DH)