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Stadtrat Andreas Wanker (3.v.l.) und IIG-Geschäftsführer Franz Danler (r.) übergaben mit Veronica Biebel vom Roten Kreuz die Notfallkarte an Neo-Mieterin Yvonne Prahs.
Stadtrat Andreas Wanker (3.v.l.) und IIG-Geschäftsführer Franz Danler (r.) übergaben mit Veronica Biebel vom Roten Kreuz die Notfallkarte an Neo-Mieterin Yvonne Prahs.

Vorsorgen für den Katastrophenfall

MieterInnen städtischer Wohnungen wird eine Notfallkarte des Roten Kreuzes ausgehändigt.

Nachbarschaftshilfe, Sperrmüllsammlungen und eine Kinder-Hausordnung – die Angebote für ein gutes Miteinander sind in den Wohnanlagen der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) vielseitig – und seit Kurzem um eine weitere Facette reicher: Das Rote Kreuz hat eine Notfallkarte zur individuellen Katastrophenvorsorge entwickelt. Diese Karte übergibt die IIG allen aktuellen und künftigen MieterInnen einer städtischen Wohnung. Damit soll ein besseres Bewusstsein in der Bevölkerung für die Katastrophenvorsorge geschaffen werden, im Speziellen in Bezug auf ältere Menschen. Eine Sensibilisierung für das Thema erleichtert die Abläufe im Ernstfall und verbessert die Reaktionsfähigkeit.

Wertvolle Tipps zusammengefasst

Unter dem Titel „prepAGE“ wurden Empfehlungen für die Katastrophenvorsorge zusammengefasst. Die Notfallkarte setzt einen Großteil davon übersichtlich und kompakt um. „Die Tipps bringen im Ernstfall wesentliche Erleichterungen. Durch eine gute Vorbereitung können notwendige Schritte schneller gesetzt werden“, betont Stadtrat Andreas Wanker, zuständig für das Thema Wohnen in Innsbruck. Er spricht damit die Informationen an, die auf der Notfallkarte vermerkt werden. Dabei können die KartenbesitzerInnen ihre persönlichen Daten, den Kontakt zu ihrem Hausarzt, die notwendigen Medikamente und Notfallkontakte angeben.

„Mit der Verteilung der Notfallkarte des Roten Kreuzes nimmt die Immobiliengesellschaft ihre soziale Verantwortung wahr und sorgt für die notwendige Prävention“, erläutert Wohnungsstadtrat Andreas Wanker. IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler ergänzt: „Sicherheit in Wohnanlagen ist ein sehr wichtiges Thema. Mit dieser Notfallkarte für die Bewohnerinnen und Bewohner der 6.000 IIG-Wohnungen wird wieder ein Beitrag für mehr Sicherheit in den Gebäuden der IIG gemacht.“

Richtiges Verhalten bei Sirenenalarm

Hinweise zur Katastrophenvorsorge älterer Menschen sind in dem Dokument genauso zu finden wie eine Packliste für den Notfall. Die Projektverantwortliche vom Roten Kreuz Innsbruck, Veronica Biebel, MBA MSc, erklärt: „Für uns vom Roten Kreuz ist es wichtig sowohl in der aktiven Hilfe als auch in der Prävention tätig zu sein und die Bevölkerung zu unterstützen und zu informieren, bevor ein Unglück oder ein Katastrophenfall eintritt. Wer gut vorbereitet ist, weiß sich zu helfen.“ Nicht nur persönliche Medikamente sollen im Gepäck verstaut werden, sondern auch Bargeld, eine Erste-Hilfe-Tasche, Schreibzeug und Papier, Taschentücher, eine handbetriebene Taschenlampe sowie eine Flasche Wasser, Notfallkerzen und eine Trillerpfeife – um nur einige der Dinge zu nennen. Auf die Frage, was bei Sirenenalarm zu tun ist, hat die Karte ebenfalls eine Antwort. Die Alarmtöne und ein Leitfaden für das richtige Verhalten sind dort erklärt.

EU-gefördertes Projekt

Das Projekt „Verbesserung von Katastrophenvorsorge und -management für die ältere Bevölkerung in der EU“ ist ein ko-finanziertes Projekt der Europäischen Kommission. Im Rahmen des Projektes, bei dem Österreich Partnerland ist, wurden auch Übungen durchgeführt. Dazu fanden drei Veranstaltungen mit dem Roten Kreuz in Innsbruck statt. Ziel war die Kooperation zwischen den Organisationen im Hinblick auf den Umgang mit älteren Menschen in einer Katastrophensituation, zum Beispiel innerhalb eines Stadtteils, zu optimieren. Details zu dem Projekt und den abgehaltenen Workshops auf Gemeindeebene finden sich online unter www.prepage.eu. (SAKU)

Notfallkarte

beilage-a_notfallkarte.pdf   (580 KB)