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Die Wohnanlage Sillblock ist für Wohnungsstadtrat Andreas Wanker und IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler ein Paradebeispiel für die perfekte Umsetzung von barrierefreiem Planen und Bauen.
Die Wohnanlage Sillblock ist für Wohnungsstadtrat Andreas Wanker und IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler ein Paradebeispiel für die perfekte Umsetzung von barrierefreiem Planen und Bauen.

Sicheres Zuhause: Barrierefreiheit und Brandschutz

„My home is my castle“ ist ein Leitspruch, der vielen aus der Seele spricht. Die Themen Barrierefreiheit und Brandschutz steigern Wohnkomfort und Sicherheitsgefühl. Letzteres verlangt aber Eigeninitiative.

Barrierefreiheit und Brandschutz sind Themen, die in öffentlichen Bauten schon lange Usus sind. Im Vordergrund steht dabei die Sicherheit der BürgerInnen und NutzerInnen. Im privaten Bereich und vor allem im Wohnbau gibt es zur Barrierefreiheit keine gesetzlich verankerten Vorgaben. Beim Thema Brandschutz sieht die Sachlage anders aus: Hier gelten die Vorgaben der österreichweit geltenden OIB-Richtlinie 2 und die Tiroler Feuerpolizeiordnung. 

Barrierefrei bauen in Innsbruck

Barrierefreies Wohnen orientierte sich lange Zeit an der Altersentwicklung der Bevölkerung. Aktuell steigen Bewusstsein und Sensibilität für diesen Bereich, da der Nutzen für die gesamte Bevölkerung augenscheinlich ist. Allein wenn zum Beispiel auf Türabsätze und Stufen verzichtet wird, kommt dies nicht nur älteren Menschen, sondern gleichzeitig auch Familien mit Kindern zugute. Als eines der Leuchtturmprojekte in diesem Bereich gilt die Wohnanlage „Sillblock“ in der Sebastian-Scheel-Straße, die im Frühjahr 2016 mit dem Zertifikat „Sicheres Wohnen“ ausgezeichnet wurde. Die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) holte sich als Bauträger dabei den Verein Sicheres Tirol – einen Vorreiter im Bereich barrierefreier und anpassbarer Wohnbau – ins Boot. Gemeinsam wurde mit dem „Sillblock“ ein Projekt entwickelt, das eine vorausschauende konstruktive Planung sowie leistbares und zugleich sicheres Wohnen für mehrere Generationen ermöglicht. Insgesamt ein Win-Win-Effekt, denn es können dadurch später mögliche Umbaukosten vermieden werden.

„Barrierefreies Wohnen ist ein Zukunftsthema. Mir persönlich ist es ein großes Anliegen, dass die Menschen so lang wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben können. Beim Brandschutz ist die aktive Mithilfe und Mitarbeit jeder Bewohnerin und jedes Bewohners gefragt. Bauträger und Hausverwaltungen können nur die technischen Voraussetzungen schaffen.“

Stadtrat Andreas Wanker

Stadtrat Andreas Wanker

Nachrüsten schafft Komfort

Nicht jedes Wohngebäude kann neu errichtet und damit barrierefrei werden. Die IIG rüstet in Sachen Wohnkomfort deshalb regelmäßig nach. BewohnerInnen der Anlagen Gumppstraße, Defreggerstraße, Lindenstraße, Heiliggeiststraße, Sebastian-Scheel-Straße, Pembaurstraße und der Langstraße freuen sich über nachträglich errichtete Aufzüge. Über die gesetzlich vorgeschriebenen Normen hinaus rüstete die IIG auf Wunsch der MieterInnen ihre Neubauten in der Premstraße und der Schullnerstaße mit nachträglichen Türantrieben aus.

Brandschutz: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Bereits bei der Errichtung von Gebäuden spielt der vorbeugende Brandschutz eine zentrale Rolle, damit im Ernstfall eine Ausbreitung des Brandes verhindert bzw. eingedämmt werden kann. Besondere Gefahrenquellen in diesem Zusammenhang bergen u. a. verstellte Flucht- und Rettungswege und verparkte Feuerwehrzufahrten. Zur aktiven Brandschutzvorsorge gehört darüber hinaus, dass brandgefährliche Stoffe entsprechend ihrem Gefahrenpotenzial gelagert werden. Zudem müssen der Gashaupthahn, der Elektroverteiler und der Wasserhaupthahn gemäß ÖNORM F2030 gekennzeichnet und frei zugänglich sein. Die IIG stellt sich diesem fortwährenden Thema einerseits durch bauliche Maßnahmen und andererseits durch die technische Ausstattung. Ohne die Mitarbeit der BewohnerInnen ist dies jedoch nicht zielführend. Allgemeine Bestimmungen sind teilweise in den jeweiligen Hausordnungen festgeschrieben. Darüber hinaus hat die Immobiliengesellschaft gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Innsbruck (BFI) und dem Sicherheitsinformationszentrum die Initiative ergriffen und einen Folder entwickelt. Neben gezielten Infoschreiben an EigentümerInnen und MieterInnen schärfen kreative Angebote, wie beispielsweise Sperrmüllaktionen unter dem Motto „Fluchtwege retten Leben“ oder gemeinsame Brandschutz-Informationstage mit der BFI, die Sensibilität für dieses Thema. (KR)