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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (4.v.r.) führte gemeinsam mit Thomas Bodner (Baufirma Ing. Hans Bodner), Gemeinderat Lucas Krackl, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, IIG-Geschäftsführer Franz Danler, Architekt Peter Larcher, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Stadtrat Andreas Wanker und WE-Geschäftsführer Walter Soier (v.l.) den symbolischen Spatenstich aus.
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (4.v.r.) führte gemeinsam mit Thomas Bodner (Baufirma Ing. Hans Bodner), Gemeinderat Lucas Krackl, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, IIG-Geschäftsführer Franz Danler, Architekt Peter Larcher, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Stadtrat Andreas Wanker und WE-Geschäftsführer Walter Soier (v.l.) den symbolischen Spatenstich aus.

126 neue Wohnungen in der Bienerstraße

Grundsteinlegung machte Weg frei für neuen Wohnraum für InnsbruckerInnen.

Um auch für künftige Generationen qualitätsvollen Wohnraum in Innsbruck bieten zu können realisiert die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) gemeinsam mit der Wohnungseigentum (WE) am ehemaligen Areal des Bauhofes Saggen sowie am angrenzenden Nachbargrundstück eine Wohnanlage.

Der Bebauung ging eine von Architekt Jörg Streli erstellte Machbarkeitsstudie voraus. Insgesamt entstehen dort nun 126 von Wettbewerbssieger und Architekt Peter Larcher geplante Wohnungen im Passivhausstandard. Am 14. November fand die feierliche Grundsteinlegung statt.

„Die Innsbrucker Bevölkerung wächst stetig – nicht zuletzt auf Grund der hohen Lebensqualität in der Tiroler Landeshauptstadt. Um auch weiterhin qualitätsvollen Wohnraum für die Innnbruckerinnen und Innsbrucker zur Verfügung zu stellen wird laufend die Möglichkeit neuer Projekte ausgelotet. Mit der Wohnbebauung in der  Bienerstraße rücken wir den im Arbeitsübereinkommen angepeilten 2000 neuen, leistbaren Wohnungen abermals ein Stück näher“, betont Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

„Bauplätze für Wohnungen sind in Innsbruck aufgrund der Lage knapp und begrenzt. Nachverdichtung ist somit ein großes Thema, um innerstädtisch Wohnbauprojekte zu verwirklichen. Hier in der Bienerstraße ist es gelungen, Synergien zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger zu nutzen“, erklärt Planungsstadtrat Mag. Gerhard Fritz.

„Leistbares Wohnen ist eines der dringlichsten Anliegen der Innsbruckerinnen und Innsbrucker. Hier in der Bienerstraße entsteht abermals hochwertiger Wohnraum samt Freizeitqualität“, freut sich Wohnungsstadtrat Andreas Wanker.

„Um eine gute städtebauliche Lösung zu erhalten, wurde der Wettbewerb gemeinsam mit dem benachbarten Grundstückseigentümer Wohnungseigentum ausgelobt, wobei die Grundgrenzen auch – um ein sehr gutes Wettbewerbsergebnis zu erhalten – änderbar gemacht wurden. Durch die Unterbringung der bisherigen Stellplätze in der künftigen Tiefgarage wird der Freiraum stark aufgewertet, erklärt Geschäftsführer, Dr. Franz Danler.

Die WE-Geschäftsführer DI Walter Soier sowie Christian Switak sind sich sicher: „Durch die Kooperation mit der Stadt Innsbruck und der IIG kann eine ideale Nutzung der Grundstücke ermöglicht werden. Das Projekt ist eine Aufwertung für die Nachbarschaft, gleichzeitig profitieren die BestandsmieterInnen und -mieter von einer Verbesserung der Außenanlagenund der Errichtung einer zeitgemäßen Tiefgarage.“

Genese des Projektes

Im Rahmen der Wohnbauoffensive der Stadt Innsbruck wurde auf dem ehemaligen Areal des Bauhofes Saggen (im Eigentum der IIG) Nachverdichtungspotential zur Schaffung von geförderten Mietwohnungen erkannt.

Um das Potential zu erhöhen wurde eine Kooperation mit der WE, der ein Nachbargrundstück gehört, eingegangen. Zusätzlich wurde hinsichtlich der bestehenden oberirdischen Stellplätze eine gemeinsame Lösung gefunden und so fiel die Entscheidung auf die Verwirklichung einer Tiefgarage.

Die Jurysitzung für den Wettbewerb selbst erfolgte am 15. und 16. Jänner 2015, insgesamt nahmen 93 Architektenbüros teil. Als Sieger ging der aus Tirol stammenden Wiener Architekt Peter Larcher hervor. Die Jury lobte vor allem die „andersartige Vollendung“ des Bauprojektes als unverwechselbar und identitätsstiftend für den Bauplatz. Durch neue, radial angelegte Grundrisstypologien wird Wohnraum geschaffen, der sich zum Licht hin öffnet. Auch in Hinblick auf die Freiraumgestaltung überzeugte das Konzept: Die Durchlässigkeit von Neubau und Bestand bleibt erhalten.

Zahlen, Daten, Fakten

Errichtet wird eine Passivwohnanlage mit Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen, einem Gemeinschaftsraum und einer Tagesbetreuungsstätte der Lebenshilfe. Die Baukosten gliedern sich in 12,1 Mio. Euro für die Wohnanlage der IIG und rund 8,1 Mio. Euro für das Wohngebäude der WE. Das bedeutet eine Gesamtinvestitonssumme von rund 20,2 Mio. Euro. Die IIG errichtet zwei Wohnhäuser mit 85 Wohnungen (Bienerstraße 10, 10a), die WE errichtet ein Wohnhaus mit 41 Wohnungen (Bienerstraße 12).

Die Vergabe der Mietwohnungen erfolgt durch das Wohnungsamt der Stadt Innsbruck.

Die Lebenshilfe Tirol für behinderte Menschen mietet eine Erdgeschoßfläche für eine Tagesbetreuung und acht teilbetreute Inklusionswohnungen.

Zusätzlich zur Wohnanlage wird eine Tiefgarage mit 235 Stellplätzen errichtet. Diese deckt gleichzeitig den Bedarf der dem Areal angrenzenden und im Eigentum der WE befindlichen Bestandshochhäuser.

Im Rahmen des Projektes wurden von der IIG und WE Flächen entlang des Bahnviadukts abgetreten sowie ein zusätzlicher Grundstücksstreifen (WE) im Bereich der Kapuzinergasse. Auf diesen werden Fuß- und Radwege errichten. Zusätzlich plant die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) die Errichtung der Schnellbahnstation „Messe“ am Bahnviadukt. (SAKU)