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Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider und Stadtrat Gerhard Fritz übernahmen bei der Veranstaltung die Ergebnisse des BürgerInnenbeteiligungsprozesses in der Nagillergasse.
Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider und Stadtrat Gerhard Fritz übernahmen bei der Veranstaltung die Ergebnisse des BürgerInnenbeteiligungsprozesses in der Nagillergasse.

Stimmungsbild in der Nagillergasse erhoben

169 zu 33 Stimmen gegen eine innere Erschließung seitens der AnrainerInnen

Die Nagillergasse wurde über Jahrzehnte hinweg raumordnerisch als Straßenverbindung für das Siedlungsgebiet zwischen Mitterweg und Dr.-Stumpf-Straße frei gehalten. Umgesetzt wurde die Straße allerdings nur in kurzen Teilabschnitten. Mit der Idee, dort nun einen Fuß- und Radweg herzustellen, welcher die Wege innerhalb des Siedlungsgebietes verkürzt und gleichzeitig bestehende und neue Freizeiteinrichtungen sowie den Kindergarten erschließt, ist die Stadtführung in einen Bürgerbeteiligungsprozess gegangen.

Wie bereits beim ersten Treffen, zu dem die AnrainerInnen rund um die Nagillergasse in den Turnsaal des Kindergarten Mitterweg geladen wurden, kamen auch diesmal viele Interessierte. Von rund 2.500 geladenen AnwohnerInnen und GrundeigentümerInnen kamen über 200 Personen und folgten der Präsentation der Ergebnisse des BürgerInnenbeirats, der bei der ersten Informationsveranstaltung gebildet wurde. „Der Andrang weist darauf hin, dass den AnrainerInnen und Anrainern ihr Umfeld und der Lebensraum sehr wichtig ist. Alle Interessierten konnten im Beteiligungsprozess ihre Meinung einbringen", erläutert Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider.

In Gruppen à rund 40 Personen wurden die Anwesenden über die Ergebnisse des BewohnerInnenbeirates informiert.

Drei Varianten wurden vorgestellt:

Die aufgezeigten Möglichkeiten reichen von einem Trampelpfad ohne eigene Beleuchtung über einen doppelspurigen Weg bis zu einem vollständig barrierefreien Gehweg und einem kombinierten Geh- und Radweg. Eingefordert wurde vom BewohnerInnenbeirat aber auch die „Nulllösung“, nämlich dass gar kein Weg errichtet wird.

Zu den unterschiedlichen Varianten der inneren Erschließung wurden auch die jeweiligen Chancen und Risiken für das Lebensumfeld besprochen.

Eine wesentliche Motivation des Erschließungsweges wird darin gesehen, dass bestehende Grünflächen leichter zugänglich und neu zu gestaltende Grünflächen für die Allgemeinheit zusätzlich entstehen würden.

Einbußen der Lebensqualität der direkten AnrainerInnen durch die Wegnutzungen werden genauso abgewogen gesehen wie mögliche Risikoquellen aufgrund des entstehenden Radverkehrs. Ein großes Anliegen ist den Beteiligten, dass es zu keiner Erschließung für Kraftfahrzeuge kommt. Das ist seitens der Stadtführung aber ohnedies nicht vorgesehen. Insgesamt wurde die Notwendigkeit des Geh- und Radweges aber von den Beteiligten sehr in Frage gestellt. Verschiedentlich wurde auch eine Bedarfsanalyse gefordert. Direkt vor Ort wurden die Anwesenden deshalb auch gebeten, ihre Meinung mittels unterschiedlich gefärbten Kärtchen mit „Ja“ und „Nein“ zu äußern.

33 Stimmen dafür, 169 dagegen

Das erhaltene Stimmungsbild zeigt ein klares Ergebnis: In der Box fanden sich 33 grüne Kärtchen („Ja“ zur Erschließung) und 169 rote. „Die Kärtchen zeigen eine deutliche Stimmung im Wohngebiet. Wir werden diese nun mitnehmen und dem Stadtsenat Bericht erstatten“, so Vizebürgermeisterin Pitscheider.

Auch bezüglich den drei vorgeschlagenen Varianten zeigte sich ein Stimmungsbild: Während der Trampelpfad die meiste Zustimmung gefunden hat, lehnt der Großteil der Anwesenden einen Geh- und Radweg ab.

An Politik übergeben

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Ergebnisse an die zuständigen Politiker der Stadt Innsbruck übergeben. Vizebürgermeisterin Pitscheider sowie Planungsstadtrat Fritz bedankten sich bei den Beteiligten und nahmen die Ergebnisse zur Vorlage im Stadtsenat mit. Mit der Übergabe der Ergebnisse ist der BürgerInnenbeteiligungsprozess in der Nagillergasse abgeschlossen.

Weitere Informationen:

Amt für Tiefbau

DI Dr. Walter Zimmeter

+43 512 5360 3152

E-Mail: post.tiefbau@innsbruck.gv.at