Logo Innsbruck informiert

Mülltrennen leicht gemacht

Abfallvermeidung und -entsorgung sind Themen in jedem Innsbrucker Haushalt. Mit einigen Tipps und Unterstützung durch die Innsbrucker Abfallberatung funktioniert Abfallwirtschaft bereits im Kleinen. Das Sammelsystem wird im Stadtgebiet bis 2017 gebietsweise umgestellt.

Was kann der/die Einzelne zur Abfallvermeidung beitragen?

Abfälle können meist mit wenig Aufwand verringert werden, beispielsweise indem man Stoff- anstelle von Plastiksackerln benützt. Offenes, regionales Obst und Gemüse liegt oft unverpackt in Geschäften, somit entfällt die Entsorgung der Verpackung. Greift man zu Glasflaschen, vermeidet man Plastikund Aluminiummüll. Sind Verpackungen nicht zu vermeiden, kann zumindest darauf geachtet werden, dass diese gut wiederzuverwerten sind. Mit einem Postaufkleber gegen unadressierte Werbung beugt man außerdem Papierverschwendung vor.

Warum ist eine funktionierende Abfall- und Recyclingwirtschaft wichtig?

Schädliche und nachteilige Einwirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt können so gering wie möglich gehalten werden. Ebenso gilt es, Ressourcen zu schonen und Emissionen zu vermeiden. Zudem sollen nur solche Stoffe zurückgelassen werden, die keine Gefährdung für nachfolgende Generationen darstellen.

Welche Vorteile für die Umwelt hat das neue Sammelsystem?

Durch das richtige Trennen können Ressourcen geschont und der Klimaschutz verbessert werden. Das neue Wertstoffsammelsystem für Altpapier und Leichtverpackungen bietet zum einen das Service, dass die Qualität der Sammelware deutlich verbessert wird, weil weniger Fehlwürfe passieren. Andererseits müssen InnsbruckerInnen diese Wertstoffe nicht mehr selber zu den Sammelinseln bringen, sondern die Recyclingstoffe werden direkt von zu Hause abgeholt.

Welche Materialen gehören in die „gelbe Tonne“ bzw. den „gelben Sack“?

Zu den Leichtverpackungen gehören: Kunststofffolien, Getränke-, Kaffee-, Vakuum-, Tiefkühlpackungen, ausgespülte Putzmittel- und Kosmetikleergebinde, Verbundstoffe wie Tablettenpackungen, Verpackungsstyropor und Ähnliches. Die Verpackungen sollten für eine optimale Entsorgung sauber und restentleert sein. Alles, was nicht zu den Verpackungen zählt, zählt auch nicht zu den Leichtverpackungen. Beispielsweise gehören kaputtes Kinderspielzeug, Zahnbürsten, Kleiderbügel, Plastikblumentöpfe, Strumpfhosen und Videokassetten, CDs sowie Hüllen nicht in die „gelbe Tonne“ bzw. den „gelben Sack“.

Was geschieht mit den Recyclingstoffen aus Glas und Metall?

Altglas und Metall werden wie bisher an den Sammelinseln in den dafür vorgesehenen Behältern entsorgt. Durch den Wegfall der Kunststoff-Sammelbehälter werden die Sammelinseln verkleinert.

Gibt es in Zukunft noch öffentliche Sammelinseln?

Die Wertstoff-Sammelinseln bleiben in redimensionierter Form bestehen, jedoch ist der Weg dorthin seltener nötig. Gesammelt werden an den Inseln nur noch Altglas und Metallverpackungen. Kommt es zu Schwierigkeiten bzw. starken Verunreinigungen bei Sammelinseln in Ihrer Nähe, kann die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) kontaktiert werden. Die Bergwacht und die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) kontrollieren belastete Gebiete verstärkt.

Wozu benötigt es den Recyclinghof Rossau?

Verpackungen, die nicht in die Tonne passen, können im Recyclinghof in der Roßaugasse 4a abgegeben werden. In der zentralen Entsorgungseinrichtung werden Kunststoff- und Verbundstoffverpackungen ebenso wie Papier und Karton, Weiß-/Buntglas und auch Metallverpackungen kostenlos entgegengenommen. Außerdem können InnsbruckerInnen dort Verpackungsstyropor, Holz, Haushaltsschrott, Elektroaltgeräte und Flachglas ohne Rahmen (z. B. Spiegel o. Ä.) abgeben. Der Recyclinghof kann auch bei der Entsorgung von Problemstoffen, Altspeisefett (Öli), Textilien und Schuhen, Sperrmüll sowie Grünschnitt in Kleinmengen angefahren werden.

Welche Stadtteile wurden bereits umgestellt?

In folgenden Stadtteilen gibt es bereits die Hausabholung von Papier- und Leichtmetallverpackungen: Olympisches Dorf, Neu-Arzl, Reichenau, Rossau, Amras (teilweise), Höttinger Au, Igls, Vill, südliches Pradl, südliches Wilten, Sieglanger, Mentlberg, Arzl,
Mühlau, Hötting, Hötting-West, Hungerburg, Mariahilf/St. Nikolaus und Kranebitten. Im September folgt die Umstellung in Dreiheiligen und Pradl. Der finale Schritt wird 2017 in der Innenstadt erfolgen.

Gibt es eine Anlaufstelle für Fragen und Anregungen?

Bei Fragen steht das Team der Innsbrucker Abfallberatung unter der Telefonnummer +43 512 5360 5500 und per E-Mail (post.umwelt@innsbruck.gv.at) von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 08:00 bis 12:00 Uhr zur Verfügung. (SAKU)