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Mietzinsbeihilfe: 244 Prozent mehr Anträge im August

Neue Regelung trat mit 01. September in Kraft

Aktuell sind rund 132.000 Menschen mit ihrem Hauptwohnsitz in der Tiroler Landeshauptstadt gemeldet. Mehr als 10.000Innsbrucker Haushalte beziehen Mietzins- oder Annuitätenbeihilfe. Mit 01. September trat die Änderung dieser Beihilfe in Innsbruck in Kraft. Bisher konnten AntragstellerInnen ab ihrem ersten Aufenthaltstag in der Tiroler Landeshauptstadt einen Antrag auf Mietzinsbeihilfe stellen. Mit der Änderung erfolgte eine Annäherung an andere Tiroler Gemeinden, die zum Teil eine Wartefrist von bis zu zehn Jahren haben. In Innsbruck muss jetzt ein unmittelbar vorausgehender, ununterbrochener Aufenthalt von drei Jahren mit Hauptwohnsitz nachgewiesen werden.

Vor Ablauf der Frist kam es im Amt für Wohnbau-Förderungen zu einem Ansturm von AntragstellerInnen. Während im August 2015 716 Anträge bearbeitet wurden, waren es im August dieses Jahres um 244 Prozent mehr, nämlich 1.749. Besonders gegen Monatsende war der Andrang mit bis zu 370 Anträgen pro Tag mehr als überdurchschnittlich.

„Die Gesamtauslagen des Landes in ganz Tirol belaufen sich auf 25 Millionen Euro, auf die Stadt Innsbruck entfallen 73 Prozent bzw. 18 Mio. Euro. Die Stadt Innsbruck selbst leistete alleine im Jahr 2015 5,6 Millionen Euro mit stark steigender Tendenz“, erläutert Bürgermeisterin und Finanzreferentin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Wohnungsstadtrat Andreas Wanker ergänzt: „Mit einer Neuregelung bei der städtischen Mietzins- und Annuitätenbeihilfe nähert sich Innsbruck an andere Tiroler Gemeinden an. Die Anträge haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht, der finanzielle Aufwand ist heute im Vergleich zu 1995 sechs Mal höher.“

Maßnahmenpaket für studentisches Wohnen

Mit den Unterschriften aller Fraktionen wurde ein Antrag zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets für studentisches Wohnen im Gemeinderat eingebracht. Dieser Antrag wird im Oktober-Gemeinderat behandelt. Ziel ist die Errichtung von knapp 1.500 neuen Heimplätzen in der Tiroler Landeshauptstadt.

Zur Realisierung folgender studentischen Wohnprojekte wird die Stadt Innsbruck alle nötigen Voraussetzungen, wie z.B. Grundstückstausch, schaffen:

  •          Campagneareal (ca. 250 Plätze)
  •          Innrain (Landespolizeikommando) Wohncampus mit primärer Wohnnutzung für ca. 250 Plätze
  •          Technik/Westspange – Areal der BIG/Universität (ca. 400 Plätze)
  •          Steinbockweg – Nach möglichem Grundtausch Potenzial für Projekt mit ca. 100 Plätzen
  •          WUB-Areal, ehem. MoHo-Areal (ca. 500 Plätze)

Zur Entwicklung dieser Standorte fordert die Stadt Innsbruck vom Land Tirol eine verbindliche Zurverfügungstellung von Wohnbauförderungsmitteln und damit ein Bekenntnis zum Beitrag des Landes für die Schaffung von neuem Wohnraum für Studierende in Innsbruck, unabhängig von der ohnehin nötigen Schaffung von neuem Wohnraum in der Landeshauptstadt.

„Aktuell gibt es in Innsbruck mehr als 3.400 Heimplätze, mit der Umsetzung des beschlossenen Maßnahmenpakets kann die Wohnsituation nachhaltig verbessert werden. Die Errichtung der Wohnheime entlastet den generellen Wohnungsmarkt und kommt allen Innsbruckerinnen und Innsbrucker zu Gute. Dies ist ein wichtiger weiterer Schritt für leistbares Wohnen“, erläutert Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. (VL)