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Gemeinderat schnürt Paket für studentisches Wohnen

Plan für Wohnheime vorgelegt, Ansuchen an das Land zur Genehmigung

Die Stadt Innsbruck schafft mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen gute Rahmenbedingungen für leistbares Wohnen. Als Zeichen der Notwendigkeit und Bedeutung der Verwendung von finanziellen Mitteln für leistbares Wohnen bekennt sich die Stadt Innsbruck zu zielorientierten Förderungen auch des studentischen Wohnbaus aus städtischen Finanzmitteln.

Maßnahmenpaket für studentisches Wohnen

Mit den Unterschriften aller Fraktionen wurde ein Antrag zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets für studentisches Wohnen im Gemeinderat  eingebracht. Dieser Antrag wird im Oktober-Gemeinderat behandelt. Ziel ist die Errichtung von knapp 1.500 neuen Heimplätzen in der Tiroler Landeshauptstadt.

Zur Realisierung folgender studentischen Wohnprojekte wird die Stadt Innsbruck alle nötigen Voraussetzungen, wie z.B. Grundstückstausch, schaffen:

  • Campagneareal (ca. 250 Plätze)
  • Innrain (Landespolizeikommando) Wohncampus mit primärer Wohnnutzung für ca. 250 Plätze
  • Technik/Westspange – Areal der BIG/Universität (ca. 400 Plätze)
  • Steinbockweg – Nach möglichem Grundtausch Potenzial für Projekt mit ca. 100 Plätzen
  • WUB-Areal, ehem. MoHo-Areal (ca. 500 Plätze)

Zur Entwicklung dieser Standorte fordert die Stadt Innsbruck vom Land Tirol eine verbindliche Zurverfügungstellung von Wohnbauförderungsmitteln und damit ein Bekenntnis zum Beitrag des Landes für die Schaffung von neuem Wohnraum für Studierende in Innsbruck, unabhängig von der ohnehin nötigen Schaffung von neuem Wohnraum in der Landeshauptstadt.

„Aktuell gibt es in Innsbruck für knapp 35.000 Studierende mehr als 3.400 Heimplätze, mit der Umsetzung des beschlossenen Maßnahmenpakets kann die Wohnsituation preislich verbessert werden. Die Errichtung der Wohnheime entlastet den generellen Wohnungsmarkt und kommt allen Innsbruckerinnen und Innsbrucker zu Gute. Dies ist ein wichtiger weiterer Schritt für leistbares Wohnen“, erläutert Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer stellvertretend für die gesamte Stadtregierung.

Mietzinsbeihilfe neu geregelt

„Mit einer Neuregelung bei der städtischen Mietzins- und Annuitätenbeihilfe nähert sich Innsbruck an andere Tiroler Gemeinden an. Die Anträge haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht, der finanzielle Aufwand ist heute im Vergleich zu 1995 sechs Mal höher“, erklärt Wohnungsstadtrat Andreas Wanker die Hintergründe.

Mit der im Gemeinderat beschlossenen Änderung der Richtlinie (26:13 Stimmen) können NutzerInnen einen Antrag erst stellen, nachdem sie drei Jahre mit ihrem Hauptwohnsitz in Innsbruck gemeldet sind. Bisher konnte ab dem ersten Aufenthaltstag in der Tiroler Landeshauptstadt um Beihilfe angesucht werden.

Übergangsfrist für soziale Härtefälle

Die Stadtregierung hat vereinbart, für auftretende soziale Härtefälle in der Übergangszeit im Zusammenwirken von Wohnungsreferent Andreas Wanker, Sozialreferent Ernst Pechlaner und der Schlichtungsstelle ein Unterstützungspaket zu sichern.

Bisher belaufen sich die Gesamtauslagen des Landes bezüglich der Mietzins- und Annuitätenbeihilfe in ganz Tirol auf 25 Millionen Euro, der Anteil der Stadt Innsbruck daran beträgt 73 Prozent. Innsbruck selbst leistet 5,6 Millionen Euro mit stark steigender Tendenz. Alleine seit 2008 haben sich die Ausgaben verdoppelt. „Die Förderungen fließen in den privaten Mietwohnungsmarkt ohne Nachhaltigkeit und haben auch preistreibende Auswirkungen“, erklärt Oppitz-Plörer. (SAKU)