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Zillertalbahn-Vorstand Wolfgang Stöhr, IVB-Geschäftsführer Martin Baltes, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe, Thomas Scheiber (Obmann Fachverband der Schienenbahnen) und Christian Helmenstein (Economica Institut für Wirtschaftsforschung) (v.l.) stellten die Studie zur Bedeutung der Regionalbahnen in Tirol vor.
Zillertalbahn-Vorstand Wolfgang Stöhr, IVB-Geschäftsführer Martin Baltes, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe, Thomas Scheiber (Obmann Fachverband der Schienenbahnen) und Christian Helmenstein (Economica Institut für Wirtschaftsforschung) (v.l.) stellten die Studie zur Bedeutung der Regionalbahnen in Tirol vor.

Regionalbahnstudie stellt Verkehrsbetrieben hervorragendes Zeugnis aus

Rund 860 Personen sind in Tirol direkt bei den Verkehrsbetrieben beschäftigt, der gesamte Beschäftigungseffekt sichert insgesamt über 1.500 Arbeitsplätze.

In Tirol auf den öffentlichen Verkehr zu setzen, zahlt sich aus, wie eine aktuelle Studie nun belegt: Sie bestätigt die Effizienz der Verkehrsbetriebe in Tirol und hebt deren immense regional- und gesamtwirtschaftliche Bedeutung hervor.

Die von der Wirtschaftskammer Österreich (Fachverband der Schienenbahnen) veröffentlichte Studie umfasst die Innsbrucker Verkehrsbetriebe, die Stubaitalbahn und die Zillertaler Verkehrsbetriebe. Ein Blick auf die Zahlen des vergangenen Jahres zeigt, wie wichtig der Bahnverkehr in Tirol ist: Das Tiroler Bahnnetz umfasst rund 73 Schienenkilometer. Darauf wurden im Jahr 2014 ca. 12,5 Millionen Personen transportiert. Insgesamt wurden in diesem Jahr auf den Tiroler Schienen gut 1,79 Millionen Kilometer zurückgelegt.

„Es ist mir ein zentrales Anliegen, dass wir in ‚green jobs‘ investieren. Das Land Tirol gibt im Doppelbudget 2015/16 erstmals mehr Geld für den öffentlichen Verkehr aus, als für den Straßenbau. Das ist angesichts der hohen Wertschöpfung und der Standortsicherung, die wir mit der Attraktivierung von Bahn, Bus und Straßenbahn betreiben, die richtige Prioritätensetzung“, sagt LH-Stv.in Mag.a Ingrid Felipe, die auch auf den Erfolg des öffentlichen Verkehrs in Tirol verweist: „Wir haben Rekord-Verkaufszahlen in allen Ticketkategorien“, erinnert die Landeshauptmann-Stellvertreterin daran, dass steigende Einnahmen auch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs erleichtern.

Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer betont: „Wir sind in der Landeshauptstadt sehr stolz auf unser hervorragendes öffentliches Verkehrsnetz. Umso erfreulicher sind die Ergebnisse der neuen Studie, die bestätigen, dass wir in Tirol besonders gut ‚auf Schiene‘ sind. Zudem werden wertvolle Arbeitsplätze gesichert: Der gesamte Beschäftigungseffekt, also die Summe aus direkten, indirekten und induzierten Effekten, beläuft sich in Tirol auf 1.537 Beschäftigte.“

Dr. Thomas Scheiber, als Obmann des Fachverbandes Schienenbahnen Ideengeber der Studie, ergänzt: „Die privaten Regionalbahnen haben auch überregional eine große und immer weiter zunehmende Bedeutung. Beim Personenverkehr fungieren sie als Zubringer zu den Hochleistungsstrecken und sind damit das Rückgrat der österreichischen Bahn-Infrastruktur.“

DI Martin Baltes, Geschäftsführer der IVB, betont neben den wirtschaftlichen Erfolgen besonders die hohe Zufriedenheit der Fahrgäste mit dem öffentlichen Verkehrsangebot in Innsbruck: „Die urbane Mobilität hat sich in den letzten Jahren stark verändert, und damit auch die Bedürfnisse unserer Kunden. Neben den steigenden Ticketverkäufen, bestätigen uns vor allem die hohen Zufriedenheitswerte unserer Fahrgäste, dass die IVB die Anforderungen an einen modernen und zukunftsweisenden öffentlichen Verkehr optimal erfüllen.

Die Ergebnisse der Studie: Wertschöpfung und Arbeitsplätze

Die Zahlen der Studie sind erfreulich und zeigen die wichtige regionalwirtschaftliche Funktion der Verkehrsbetriebe auf: Von den rund 87,9 Millionen Euro an wertschöpfungsrelevanten Gesamtausgaben werden mehr als 92% – also gut 81,3 Millionen – in Tirol investiert. Mit einer Gesamt-Bruttowertschöpfung von 88,3 Millionen Euro tragen die Tiroler Verkehrsbetriebe direkt zur heimischen Wertschöpfung im Bundesland bei.

Auch Investitionen in Erweiterungen und in den Fuhrpark generieren einen regionalen und lokalen Wertschöpfungseffekt. Die Verkehrsbetriebe in den Städten fungieren dabei als Technologie- und Innovationsträger.

Ein weiterer wesentlicher Punkt der Studie ist die branchenübergreifende Sicherung von Arbeitsplätzen durch die Tiroler Verkehrsbetriebe. Rund 860 Personen sind dort direkt beschäftigt, mit jeder und jedem Einzelnen davon werden weitere 0,8 Arbeitsplätze im Wertschöpfungs-Netzwerk abgesichert – das sind 1.537 Beschäftigte insgesamt. Somit nehmen die Verkehrsbetriebe in Tirol eine wichtige Stellung auf dem heimischen Arbeitsmarkt ein: Die gesicherten Arbeitsplätze generieren Einkommen, welches wiederum der heimischen Wirtschaft zugutekommt.

Tirol: Land der Schiene

Tirol zeichnet sich durch einen hochspezialisierten innerstädtischen Verkehr aus, der sich kontinuierlich über die Grenzen des Stadtgebietes hinausentwickelt. Aufgrund der topografischen Besonderheiten ergeben sich hier für den öffentlichen Verkehr besondere Herausforderungen – auch in technologischer Hinsicht. Bemerkenswert ist, dass Tirol österreichweit über die meisten Regionalbahnen in einem Bundesland verfügt.

Die Region präsentiert sich exemplarisch als „Mikrokosmos“ des gesamtösterreichischen Schienenbahnverkehrs. Somit finden sich sämtliche Themen, die im Schienenverkehr aktuell Relevanz haben, auch in Tirol wieder, etwa die Bedeutung des Transit- und Güterverkehrs, die klassische „Talversorgung“ mit den Regionalbahnen in peripheren Gebieten und die ergänzende Tourismusorientierung. (KS)

Im "Bahnland Österreich" ist vor allem Tirol gut "auf Schiene": Das bestätigen auch Thomas Scheiber, Martin Baltes, Christine Oppitz-Plörer, Ingrid Felipe, Christian Helmenstein und Wolfgang Stöhr (v.l.).
Im "Bahnland Österreich" ist vor allem Tirol gut "auf Schiene": Das bestätigen auch Thomas Scheiber, Martin Baltes, Christine Oppitz-Plörer, Ingrid Felipe, Christian Helmenstein und Wolfgang Stöhr (v.l.).