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Das städtische Amt für Grünanlagen jätet Unkraut von Hand.
Das städtische Amt für Grünanlagen jätet Unkraut von Hand.

Amt für Grünanlagen verzichtet auf Glyphosat

Flächen werden nur mehr von Hand gejätet

Nachdem die Verwendung von glyphosathaltigen Herbiziden in den letzten Jahren schon massiv eingeschränkt wurde, verzichtet das städtische Amt für Grünanlagen ab sofort zur Gänze auf derartige Mittel zur Unkrautvernichtung. Allfällige „Spontanvegetation“ wird von Hand gejätet. Der personelle und zeitliche Mehraufwand rechnet sich für Umwelt und Gesundheit. Die Tiroler Landeshauptstadt folgt mit dieser Initiative dem Beispiel anderer umweltbewusster Städte.

 

„Wir halten uns an das Vorsorgeprinzip. Das heißt: umweltschädliche und potenziell auch für Menschen gefährliche Stoffe werden am besten gar nicht ausgebracht. Statt spritzen, müssen unsere GärtnerInnen jäten. Unser Grünanlagenamt bemüht sich um eine schonende, naturnahe und nachhaltige Pflege des öffentlichen Grünraums, das ist wichtig für die Lebensqualität in unserer Stadt“, führt der ressortzuständige Stadtrat Mag. Gerhard Fritz aus.

 

„Der Mehraufwand wird sich vermutlich gelegentlich in nicht mehr ganz so ‚sauberen‘ unkrautfreien Flächen zeigen. Diesbezüglich hoffen wir jedoch auf Verständnis seitens der Bevölkerung“, appelliert der Amtsvorstand für Grünanlagen Ing. Thomas Klingler.

 

Hintergrund

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat 2015 als „potenziell krebserregend“ eingestuft. Auf Anregung des ressortverantwortlichen Stadtrates Fritz wird das Amt für Grünanlagen auf den in ihrer Betreuung befindlichen Flächen auf die Ausbringung von Glyphosat verzichten.