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Eine RekordteilnehmerInnenzahl verzeichnet die Stadt bei der Innufer-Reinigung Anfang April: mehr als 300 Freiwillige sammelten 3,3 Tonnen Müll.
Eine RekordteilnehmerInnenzahl verzeichnet die Stadt bei der Innufer-Reinigung Anfang April: mehr als 300 Freiwillige sammelten 3,3 Tonnen Müll.

"Die Promenaden sind unsere gemeinsame Wohnzimmerterrassen"

Das städtische Grünanlagenamt betreut rund 133 Hektar Grünflächen in der Tiroler Landeshauptstadt. Auch die Leerung der aufgestellten Müllkübel in Parks und auf Promenaden fällt in dieses Tätigkeitsfeld. In den vergangenen Jahren hat der Zeitaufwand für die Müllentsorgung kontinuierlich zugenommen. Eine Entwicklung, die nicht nur die Stadtverwaltung betrifft, sondern sich direkt auf die NutzerInnen der öffentlichen Flächen auswirkt.

Zum alpin-urbanen Gefühl in Innsbruck gehört auch die Nutzung der zahlreichen Grünanlagen und Promenaden, die Erholungsraum und Freizeitfläche zugleich sind. Die Menschen, die diese öffentlichen Flächen nutzen, spiegeln direkt die Diversität der Landeshauptstadt wieder. Die intensive und unterschiedliche Nutzung der städtischen Flächen bringt Konflikte mit sich, wie beispielsweise über den anfallenden Müll. Generell kümmert sich die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) um die Müllentsorgung in Innsbruck. Gewisse Bereiche werden aber durch das Amt für Straßenbetrieb sowie dem Amt für Grünanlagen betreut. Dazu zählt die Innpromenade, wo die MitarbeiterInnen der Ämter schon in den frühen Morgenstunden ausrücken, um die Spuren des Vorabends zu beseitigen. „Die gegenseitige Rücksichtnahme bei der Benutzung von städtischen Parks und Grünflächen sollte für alle oberste Priorität haben“, bekräftigt Stadtrat Mag. Gerhard Fritz und erläutert dazu: „Für ihren oder seinen mitgebrachten Müll ist jede und jeder selbst verantwortlich – auch für dessen Entsorgung. Zwischen pingelig und schmuddelig ist ein breiter Raum. Im Großen und Ganzen halten wir unsere Grünflächen gemeinsam sauber, aber wir brauchen das Mitwirken der Nutzerinnen und Nutzer – alleine schaffen wir das nicht.“

19.700 Stunden zum Müllsammeln

Der Zeitaufwand für die Entsorgung des Mülls ist in den vergangenen Jahren eklatant gestiegen. Amtsvorstand des städtischen Grünanlagenamtes, Ing. Thomas Klingler, dazu: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Grünanlagenamtes haben zum größten
Teil eine fachkundige Ausbildung. Ihre eigentliche Aufgabe liegt in verschiedensten Bereichen. In den Sommermonaten sind aber zehn Arbeitskräfte mit rund 450 Stunden pro Woche mit Müllsammeln beschäftigt. Das sind Dimensionen, die wir nicht mehr im Rahmen unserer normalen Tätigkeiten bewältigen können.“ Insgesamt müssen alleine von den MitarbeiterInnen des Grünanlagenamtes pro Jahr ca. 19.700 Stunden für die Müllentsorgung aufgewendet werden. Dies entspricht einer Dauer von zwei Jahren und
drei Monaten. 
Das städtische Referat „Verkehrs- und Umweltmanagement“ organisierte im April die 27. Innufer-Reinigung erneut als Teil einer österreichweiten Anti-Littering-Kampagne der Altstoff Recycling Austria AG. Ziel der Kampagne ist unter anderem Bewusstseinsbildung: Nicht vermeidbare Abfälle sollen in richtige Sammelbehälter entsorgt werden. Dem unachtsamen Wegwerfen von Abfällen in der Natur (Littering) wird durch die Kampagne bewusst entgegengewirkt. 

Viele Hände machen der Arbeit ein Ende

Eine saubere Stadt ist vielen InnsbruckerInnen ein großes Anliegen. Bei der traditionellen Innuferreinigung konnte heuer neuerlich ein TeilnehmerInnen-Rekord verzeichnet werden. Mehr als 300 Freiwillige sammelten rund 3,3 Tonnen Müll. „Allen Freiwilligen gebührt unser großer Dank. Auch den 23 teilnehmenden Vereinen für ihren engagierten ehrenamtlichen Einsatz. Sie alle sichern mit ihrer Teilnahme den Hochwasser- und Umweltschutz am Inn“, freut sich die zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider. Rund zehn Personen kümmerten sich in einer privaten Initiative ebenfalls im April darum, die Sillschlucht von Müll zu befreien. Geschätzte 300 Kilogramm kamen dabei zusammen. Für Stadtrat Fritz liegt in der Eigenverantwortlichkeit jeder/jedes Einzelne/n die Lösung des Problems: „Die Promenaden sind unsere gemeinsame Wohnzimmerterrassen.“ 

Frühjahrsputz auf Innsbrucks Straßen

Um die Reinigung von unter anderem rund 340 Straßenkilometer und 380.000 m2 Gehsteigfläche sowie 206 Baumscheibenabdeckungen kümmern sich die Ämter Straßenbetrieb und Grünanlagen. Für die städtischen MitarbeiterInnen steht dieser Tage alles im Zeichen des Frühjahrsputzes. „Durch den Einsatz der beiden Ämter werden Innsbrucks Straßenzüge nicht nur sauberer, sondern auch sicherer“, waren sich Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Stadtrat Fritz bei einem Besuch vor Ort einig: „Das Ergebnis des hervorragenden Zusammenspiels der beiden Ämter ist ein attraktives Straßenbild.“ (VL)

Fakten

  • Rund 19.700 Stunden werden seitens des Grünanlagenamtes für die Müllentsorgung jährlich aufgewendet.
  • Ca. 30.000 Müllsäcke mit 60 Litern Fassungsvermögen werden pro Jahr entsorgt.
  • 179 Sacklspender werden mit …
  • … rund zwei Millionen Hundekotsäcken befüllt.