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Bei der Fächerverteilaktion in der Maria-Theresien-Straße war das Interesse auch von Schulklassen groß, die mit Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (2.v.r.), Referatsleite-rin Uschi Klee (1.v.l.) und ihrem Mitarbeiter Daniel Burgstaller (1.v.r.) über die aktuelle Situation von Frauenrechten diskutierten.
Bei der Fächerverteilaktion in der Maria-Theresien-Straße war das Interesse auch von Schulklassen groß, die mit Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (2.v.r.), Referatsleite-rin Uschi Klee (1.v.l.) und ihrem Mitarbeiter Daniel Burgstaller (1.v.r.) über die aktuelle Situation von Frauenrechten diskutierten.

„Fair Play – Mein Recht!“

Österreichweite Fächerverteilaktion an Frauen

Unter dem Motto „Fair Play – Mein Recht!“ starteten die Frauenbeauftragten verschiedener österreichischer Städte anlässlich der Fußball-Europameisterschaft eine gemeinsame Sensibilisierungskampagne gegen sexuelle Belästigung und Übergriffe. Dafür wurden eigene Fächer mit dem Slogan „Fair Play – mein Recht!“ kreiert, die an öffentlichen Plätzen an Frauen verteilt wurden und werden. 

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider nutzte gemeinsam mit den MitarbeiterInnen des Referates für Frauen, Familien und SeniorInnen das Public Viewing am Sparkassenplatz sowie die Maria-Theresien-Straße für die Verteilaktion. Bei der Verteilung konnten zahlreiche ausführliche Informationsgespräche geführt werden. Auch viele Burschen und Männer zeigten sich aufgeschlossen. 

„Es geht darum, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren und sichtbare Signale zu setzen, dass sexuelle Belästigung für unsere Gesellschaft ein absolutes No-Go ist“, macht die ressortzuständige Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider deutlich. „Fair Play ist eine Grundvoraussetzung für ein harmonisches und positives Miteinander. Dieses Bewusstsein muss klar verankert sein und alle Verstöße müssen von der Allgemeinheit als solche erkannt und kollektiv als untragbar kategorisiert werden.“

Die 2011 veröffentlichte Prävalenzstudie zur Gewalt an Frauen und Männern des Österreichischen Institutes Familienforschung zeigt, dass drei Viertel aller Frauen (74,2 %) zumindest einmal sexuelle Belästigung erlebt haben und diese psychische Übergriffsform von 29,7 % davon als bedrohlich erlebt wurde. In den letzten drei Jahren waren 30,5 % der Frauen mindestens einmal damit konfrontiert. 

Als häufigste Belästigungen werden dabei „aufdringliches Zu-nahe-Kommen“ (55,7 %), „sexuell belästigende verbale Anmachen“ (44,7 %) und „aufdringliches Nachpfeifen und Anstarren“ (42,9 %) genannt. Von Versuchen, gegen ihren Willen berührt oder geküsst zu werden, berichteten 34,8 % der Frauen; in unpassenden Situationen wie bei der Arbeit, in der Ausbildung oder beim Studium belästigende sexuelle Angebote erhalten zu haben, 23,3 % der Frauen.