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Energetische Sanierung ist ein Teil des Innsbruck Energieentwicklungsplans: Die Stadt Innsbruck fördert umweltfreundliche Baumaßnahmen
Energetische Sanierung ist ein Teil des Innsbruck Energieentwicklungsplans: Die Stadt Innsbruck fördert umweltfreundliche Baumaßnahmen

Energieeffizienz bleibt ein Gebot der Stunde

Die Stadt Innsbruck ist spätestens seit dem Jahr 2007 und der Installierung des Innsbrucker Energieentwicklungsplans thematisch ganz vorne mit dabei.

Seit den 1990er Jahren wird wiederkehrend gefordert, fossile Treibstoffe, die negative Auswirkungen auf das Klima haben, zu reduzieren. Hintergrund sind die bereits sichtbaren klimatischen Folgen des Wirtschaftswachstums seit der industriellen Revolution, die u. a. eine globale Erderwärmung und damit extreme Wetterereignisse mit sich brachten. Energieeffizienz – sprich das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren und Energie zu Energieeinsatz – ist dabei eines der Schlagwörter, das vor allem den verantwortlichen Umgang mit Ressourcen in den Vordergrund stellt. Insgesamt hat man sich auf europäischer Ebene zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 zwanzig Prozent des Energieverbrauchs einzusparen und Schwerpunkte in Richtung eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums zu setzen. Auch in Österreich ist die Steigerung der Energieeffizienz ein zentraler Punkt im Regierungsprogramm. Dabei werden in erster Linie ein wirkungsvolles, leistbares und sozial verträgliches Energiesystem, Versorgungssicherheit, Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und eine lebenswerte Umwelt in den Vordergrund gestellt. Eine erfolgreiche Energiepolitik erfordert aber auch immer mehr eine verstärkte internationale Kooperation. Die Weltklimakonferenz in Paris im Dezember 2015 setzte eine zusätzliche Marke. 

Die ökologische Stadt

Der Innsbrucker Energieentwicklungsplan (IEP) wurde 2007 beschlossen. Er stellt die Grundlage der städtischen Energiepolitik dar und konzentriert sich auf Maßnahmen zur Verringerung des Energiebedarfs (Einsparungen des Verbrauchs und Erhöhung der Energieeffizienz) und zur Erhöhung des Anteils an erneuerbarer Energie oder an erneuerbaren Energieträgern. Öffentlich wirksame Initiativen, wie der von den Vereinten Nationen ausgerufene „Tag der Sonne“, werden von der Stadt Innsbruck genutzt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Zudem wird in Sachen Energieberatung mit dem Verein „Energie Tirol“ zusammengearbeitet: Bis 2018 werden die Beratungstätigkeiten im Zusammenhang mit der Sanierungsförderung „Innsbruck fördert – Energetische
Sanierung“ in dessen Hände gelegt.

Weitere Ziele klar definiert

Insgesamt hat die Innsbrucker Stadtregierung mit dem IEP ein vorbildliches Szenario geschaffen. Der Energieverbrauch wird bis 2025 um rund 21 Prozent bei der Raumwärme, minus drei Prozent beim Stromverbrauch und um 44 Prozent in Bezug auf fossile Energieträger gesenkt. Der Anteil an erneuerbarer Energie soll hingegen um 27 Prozent erhöht werden. Sinnvolle Energiepolitik muss global gesehen werden, das ist auch der Ansatz, der in Innsbruck verfolgt wird. Stadt Innsbruck, Kommunalbetriebe, Immobiliengesellschaft und viele andere PartnerInnen arbeiten Hand in Hand für die Nachhaltigkeit. Für die Erreichung dieses Ziels beteiligt sich die Stadt am EU-Projekt SINFONIA. Schulen und Wohnbauten werden nach bestimmten Standards saniert. Bei der IKB sind die Leistungen Energie und Abfallwirtschaft stark in den IEP eingebunden. So fällt auch der Tausch der Straßenbeleuchtung gegen moderne LED-Leuchten in diesen Bereich.

Energieeffizienz beim Haus der Musik Innsbruck

Seit Ende 2015 blieb in der Universitätsstraße 1 kein Stein auf dem anderen. Das Haus der Musik Innsbruck wächst und nimmt Form an. Ende September fuhr ein spektakulärer 250-Tonnen-Teleskopkran auf, der Stahlbetonfertigteile mit einem Gewicht von ca. 28 Tonnen über dem großen Saal und die Stiege einsetzte. Bis Mitte November folgt der Bau des obersten Stockwerks des Gebäudes. 

Nachhaltige Energiekonzepte

Vor allem bei neuen Bauvorhaben legt dieLandeshauptstadt das Augenmerk bewusst auf nachhaltige Energiekonzepte. Für das Haus der Musik Innsbruck wurde in einem Energie-„Think Tank“ ein innovatives, nachhaltiges Energieversorgungssystem geschaffen. Insgesamt wird in diesem Zusammenhang auf eine innovative Energieversorgung für das Haus sowie auf die Nutzung von energetischen Synergien im Sinne des IEP und der Energiestrategie 2050 des Landes Tirol gesetzt. Aufgrund der Nähe zum Inn, aber auch aufgrund der Nachhaltigkeit wird die Idee, das Gebäude mit Grundwasser zu beheizen und zu kühlen, ins Auge gefasst. So könnte durch im Gebäude installierte Pumpen Wärme bzw. Kälte erzeugt werden, welche über die Fußbodenheizung und Lüftung in die einzelnen Räume gelangt. (KR)