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Die Kinder aus Pradl und Arzl berichteten gemeinsam mit Susanne Meier vom Kinder- und Jugendbüro (hinten r.) Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (hinten 2.v.l.) und Stadtrat Gerhard Fritz (hinten M.) im Beisein von Schuldirektorin Andrea Hofstädter (VS Leitgeb 1, hinten l. ) von den Ergebnissen des Projekts „Auf Kinderfüßen unterwegs in Pradl & Arzl“.
Die Kinder aus Pradl und Arzl berichteten gemeinsam mit Susanne Meier vom Kinder- und Jugendbüro (hinten r.) Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (hinten 2.v.l.) und Stadtrat Gerhard Fritz (hinten M.) im Beisein von Schuldirektorin Andrea Hofstädter (VS Leitgeb 1, hinten l. ) von den Ergebnissen des Projekts „Auf Kinderfüßen unterwegs in Pradl & Arzl“.

Auf Kinderfüßen unterwegs in Pradl & Arzl

Ergebnisse des Projekts wurden präsentiert

Knapp einhundert Kinder und Jugendliche beteiligten sich heuer an einem Projekt, das die Sicht der jungen Bevölkerung auf die Stadt zeigt. In Zusammenarbeit mit den Ämtern für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration, sowie Verkehrsplanung und Umwelt und dem Kinder- und Jugendbüro Innsbruck begaben sich Kinder und Jugendliche aus Pradler Schulen sowie der Musikschule Arzl und dem Jugendland in Arzl auf Spaziergänge durch ihre Stadtteile. Die Ergebnisse des Projekts wurden heute den zuständigen PolitikterInnen präsentiert.

„Kinderaugen sehen die Welt anders. Es ist sehr spannend zu erfahren, welche Anliegen die jungen Bürgerinnen und Bürger haben. Die Stadtteilspaziergänge sind sehr gute Instrumente, um beispielsweise zu sehen, mit welchen vermeidbaren Herausforderungen Kinder auf ihrem Schulweg konfrontiert sind“, sind sich Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und Stadtrat Mag. Gerhard Fritz einig. Auf den Verkehrsbereich wurde im Zuge des Projekts besonderes Augenmerk gelegt.

Die beiden Stadtteile Arzl und Pradl wurden bewusst gewählt, da es sich dabei um einen ländlich geprägten und einen urbanen Stadtteil handelt.

Lob für Rollerparkplätze, Grünflächen und Brunnen in Pradl

In Pradl gab der Großteil der Kinder an, den Schulweg zu Fuß bzw. mit einem Roller zurückzulegen. Viele von ihnen wohnen in der Nähe der Volksschule und können dadurch auf öffentliche Verkehrsmittel verzichten. Den Fahrrad-Führerschein machen die Kinder erst in der vierten Klasse Volksschule. Für die Jüngeren ist deshalb der Roller ein gutes und vor allem schnelles Fortbewegungsmittel. Lobend hervorgehoben wurde in diesem Zusammenhang beispielsweise der Rollerparkplatz – eine Vorrichtung, an dem die Zweiräder sicher befestigt werden können – vor der Volksschule Leitgeb. In Pradl-Ost wünschen sich die Kinder so etwas ebenfalls.

Besonderen Gefallen finden die jungen PradlerInnen an den Grünflächen und den Brunnen, die sich auf ihren Schulwegen befinden. Einstimmig wollen sie „mehr davon“. Einen Daumen nach oben bekamen bei dem Rundgang auch die künstlerischen Graffitis bei der Unterführung am Südring.

Verbesserungen wünschen sich die Pradler Kinder vor allem im Straßenverkehr. Rücksichtslose Auto- und RadfahrerInnen sorgen immer wieder für brenzlige Situationen. Beispielsweise in der Lönstraße fordern die Kinder beispielsweise einen zusätzlichen Zebrastreifen. „Wir werden uns die Anregungen genau ansehen und prüfen, inwieweit Maßnahmen möglich sind“, versichert Vizebürgermeisterin Pitscheider.

Bessere Vernetzung in Arzl gefordert

In Arzl wurde das Projekt zum einen in Form eines Spaziergangs mit BewohnerInnen des Kinder- und Jugendheims, das vom Jugendland betrieben wird, und zum anderen mittels einem Workshop mit Musikschulkindern durchgeführt. Allen Kindern und Jugendlichen war die Verkehrssituation in Arzl ein Anliegen. Fehlende Gehsteige und zu schnelle AutofahrerInnen wurden bemängelt. Ein Bus, der direkt zum Heim fährt, ist ein weiterer Wunsch der Kinder in Arzl.

Eine Tatsache, die besonders jungen BewohnerInnen des Kinder- und Jugendheims in Arzl ein Anliegen ist, wäre eine bessere Vernetzung und Integration ins Dorfleben. „Bei dem Stadt-Spaziergang durch Arzl haben wir auf Wunsch der Kinder einem Bauernhof einen Besuch abgestattet. Sowohl die Kinder als auch die Bäuerin hatten viel Freude – eine erneute Einladung wurde sofort ausgesprochen“, erklärt Susanne Meier, Leiterin des Kinder- und Jugendbüros Innsbruck.

Sehr positiv sehen die Arzler Kinder die vielen Grünflächen und die unmittelbare Nähe zur Natur. Ein Anliegen wäre ihnen zudem ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche.

Erneutes Treffen vereinbart

Politik und Verwaltung hörten aufmerksam zu und nehmen die Ergebnisse des Projekts nun zur direkten Begutachtung mit. Bereits heute wurde vereinbart, dass es ein zweites Treffen mit den Kindern geben wird, bei dem die mögliche Umsetzung der unterschiedlichen Anliegen präsentiert wird. (DH)