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Neun Tipps zur Sanierungsoffensive

Wer sein Zuhause energetisch sanieren möchte, erhält durch die städtische Maßnahme „Innsbruck fördert: energetische Sanierung“ ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Vorhaben zur Erhöhung des Wärme- und Schallschutzes, der Einbau von Wärmepumpen, Verbesserungen an Fassade und Dämmung sowie der Fenstertausch werden mit maßgeschneiderten Förderungen unterstützt.

1) Welche Maßnahmen werden gefördert?

Auf städtischer Ebene wird die bereits mit 01. Jänner 2013 in Kraft getretene Förderung „Innsbruck fördert: energetische Sanierung“ angeboten. Sie umfasst Bauteilsanierungen, wie etwa die Sanierung der Fassade, der obersten Decke bzw. des Daches, des Bodens bzw. der untersten Geschoßdecke sowie die Sanierung der Fenster. Ebenso werden thermische Solaranlagen gefördert sowie kontrollierte Gebäudelüftungen und Komfortlüftungsanlagen, sofern diese mit Wärmerückgewinnung funktionieren. Bei umfassenden Sanierungen ist es zudem möglich, einen sogenannten „Ökobonus“ in Anspruch zu nehmen. 

2) Worum handelt es sich bei dem „Ökobonus“?

Der Ökobonus ist ein Einmalzuschuss für umfassende thermisch-energetische Maßnahmen, dessen Höhe von der Energieeffizienz der Sanierung abhängt. Um ihn beziehen zu können, müssen mindestens drei Bauteile gemeinsam saniert werden, weiters muss der Heizwärmebedarfs mittels eines Energieausweises nachgewiesen werden. Der Bonus wird in drei verschiedenen Stufen vergeben. Ausschlaggebend für die Höhe des Zuschusses ist das Erreichen eines bestimmten, maximal zulässigen Heizwärmebedarfes und der Grad der Verbesserung im Vergleich zum Bestandsgebäude. 

3) Können – zusätzlich zu den städtischen Förderungen – auch jene vom Land Tirol in Anspruch genommen werden?

Ja, denn alle Förderungen der Initiative „Innsbruck fördert: energetische Sanierung“ sind kumulativ mit der Bundes- und/oder Landesförderung. Am Beispiel der zuletzt eingeführten Wärmepumpen zeigt sich, dass durch Kombination mit Förderungen von Land Tirol und den Innsbrucker Kommunalbetrieben Förderquoten von über 40% erzielt werden können. 

4) Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um die Förderung zu erhalten?

Die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen muss nach dem 01.01.2013 erfolgt sein (es gilt das Rechnungsdatum). AntragstellerInnen müssen die Wohnhaussanierungsförderung im Rahmen der Tiroler Wohnbauförderung erhalten und die technischen Anforderungen einhalten. Auch die kostenlose Energieberatung vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen stellt eine verpflichtende Voraussetzung für den Bezug der Förderung dar. 

5) Wie komme ich zur Förderung?

Die Abwicklung der Förderung erfolgt über das Amt für Wohnungsservice. Der erste Schritt – vor Umsetzung der Maßnahmen – ist die Inanspruchnahme einer kostenlosen Energieberatung im Stadtmagistrat. Im Anschluss daran kann ein Sanierungskonzept erstellt und mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden. Wenn diese abgeschlossen sind, kann der Förderantrag eingereicht werden. Beachten Sie bitte, dass das Beratungsgespräch vor Sanierungsbeginn eine verpflichtende Voraussetzung ist, um die Förderung zu erhalten. 

6) Wohin wende ich mich, um einen Termin für die Energieberatung zu vereinbaren?

Eine gute Beratung im Vorfeld der Sanierung ist besonders wichtig, um die energetische Gesamtsituation des Gebäudes zu erfassen und wichtige Informationen und Tipps zu Maßnahmen, Fördermöglichkeiten und vielem mehr zu geben. Bitte kontaktieren Sie hierfür das Wohnungsservice der Stadt Innsbruck oder vereinbaren Sie telefonisch einen Termin mit der Beratungseinrichtung ENERGIE TIROL unter der Nummer +43 512 / 58 99 13.

7) Welche Unterlagen benötige ich für die Förderabwicklung?

Für einen schnellen und reibungslosen Ablauf an der Förderstelle sollten Sie folgende Dokumente mitbringen: Die Förderanträge von Stadt Innsbruck und Land Tirol, das Protokoll der Energieberatung, allfällige behördliche Bewilligungen, die vollständigen Rechnungen zu für alle umgesetzten Maßnahmen sowie einen Nachweis über den U-Wert (Kennzahl, die Auskunft über den Wärmeschutz des Bauteils gibt). Achtung: Wenn Sie zusätzlich den Ökobonus beantragen möchten, benötigen Sie darüber hinaus noch einen Energieausweis des Gebäudes. 

8) Wird auch der Einbau von Wärmepumpen gefördert?

Ja – seit Anfang des Jahres werden elektrisch betriebene Wärmepumpen gefördert, und zwar mit 25% der anrechenbaren Kosten im Neubau bzw. 12,5% der anrechenbaren Kosten in der Sanierung. Mit einer effizienten elektrischen Wärmepumpe kann die kostenlose Energie aus Erdreich, Wasser und Luft sehr günstig genutzt werden. Zudem leisten elektrisch betriebene Wärmepumpen gegenüber erdgas- und heizöl-befeuerten Systemen einen deutlichen Beitrag zur Reduzierung des Einsatzes von fossilen Energieträgern. 

9) Lohnt sich der Einbau einer Solaranlage bei meinem Haus?

Um festzustellen, ob sich die Errichtung einer Solaranlage bei Ihrem Eigenheim lohnt, bietet ein Kooperationsprojekt zwischen der Firma Laserdata und dem Institut für Geographie eine praktische Lösung: Auf der Webseite http://solar.ikb.at kann die Sonneneinstrahlung auf Ihr Hausdach ermittelt werden: Eine Nutzung des Solarpotentials auf den Dachflächen bietet sich an, wenn der Jahressummenwert mehr als ca 900 kWh/m2 beträgt. (KS)

Beratung und Auskünfte

Informieren Sie sich bereits vor Planungsbeginn über die detaillierten Bestimmungen der Förderung der Stadt Innsbruck und der Sanierungsförderung des Landes Tirol. 

Energie Tirol
Südtiroler Platz 4, 6020 Innsbruck
Tel. +43 512 / 58 99 13, Fax DW 30
E-Mail: office@energie-tirol.at
www.energie-tirol.at

Stadtmagistrat Innsbruck
Amt für Wohnungsservice
Maria-Theresien-Straße 18, 6020 Innsbruck
Tel. +43 512 / 5360-2180
E-Mail: post.wohnungsservice@innsbruck.gv.at
energie.innsbruck.gv.at