Logo Innsbruck informiert

Schutz der eigenen vier Wände

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Bei einem Einbruch ist nicht nur der Verlust von Wertgegenständen und der Schaden an Türen und Fenstern zu beklagen, sondern es steht auch die Verletzung der Privatsphäre im Vordergrund. Mit den nachfolgenden Tipps soll aufgezeigt werden, wie man sich und sein Eigentum wirksamer gegen Einbrecher schützen kann.

Die Wintermonate sind erfahrungsgemäß die Zeit der Dämmerungseinbrüche. Die Tage sind kürzer, die Einbrecher finden in der Dunkelheit gute Deckung und können so ihrem "Geschäft" nachgehen. Je mehr Hindernisse aber dem Einbrecher in den Weg gelegt werden, desto schwerer kommt er ans Ziel. Dabei ist das richtige Verhalten genauso wichtig, wie sinnvolle technische Einbruchsicherungen am Haus oder an der Wohnung.
„Der Vergleich mit anderen Landeshauptstädten zeigt, dass wir in Innsbruck verhältnismäßig wenig Einbrüche in Häuser und Wohnungen haben“, erläutert Oberst Martin Kirchler und führt weiter aus: „Dies ist unter anderem sowohl auf die zahlreichen Maßnahmenpakete des Stadtpolizeikommandos Innsbruck, als auch auf die erhöhten Sicherheitsstandards zurückzuführen."

Dennoch gibt er Tipps für ein sicheres Heim. „Einbrecher suchen nach Schwachstellen am Haus oder an der Wohnung“, erklärt Stadtpolizeikommandant Oberst Martin Kirchler: „Erdgeschoßwohnungen und ebenerdige Räumlichkeiten sind besonders gefährdet. Meist sind es Erdgeschoßfenster und Terrassentüren durch die die Einbrecher ins Innere gelangen, aber auch Haus-, Balkon-, Kellertüren und –fenster bieten mögliche Einbruchsstellen.“

4 Tipps zum sicheren Eigenheim

1.) Allgemeine Maßnahmen

Im Falle eines Einbruchs ist es von Vorteil, wenn Sie Fotos von Schmuck und Wertgegenständen besitzen oder sich Gerätenummern notiert haben. Ein Umzug bietet sich an, um ein Inventar- bzw. Eigentumsverzeichnis anzulegen. Bewahren Sie Ihre Losungsworte für Sparbücher und Konten oder Passwörter immer getrennt an einem sicheren Ort auf.
Sollte eine längere Abwesenheit geplant sein, mieten Sie ein Bankschließfach.

 

2.) Technische Maßnahmen

Um die baulichen Schwachstellen auszuschalten und einbruchshemmend zu gestalten, müssen Sie nicht sämtliche Fenster und Schließanlagen tauschen. Im Fachhandel gibt es Schlösser, Bolzen und Beschläge, mit denen Sie nachrüsten können. Eine Funkalarmanlage ist ein nicht ganz billiges, aber wirksames Mittel gegen Einbrecher. Diese muss aber unbedingt von einem Fachmann geplant und installiert werden, da sonst durch häufigen Fehlalarm das Vertrauen in das System leiden kann.
Auf Wunsch wird vom Stadtpolizeikommando Innsbruck eine kostenlose individuelle Beratung durchgeführt. Wenden Sie sich dazu an Ihre zuständige Polizeiinspektion. Einen Ratgeber des Landeskriminalamtes Tirol zum Einbruchschutz für den Haus- und Wohnungsbau oder bei Tausch der Fenster und Türen, finden Sie hier.

 

3.) Richtiges Verhalten

Schon durch richtiges Verhalten können Einbrüche vermieden werden, indem beispielsweise in den Dämmerungsstunden bis zum Eintreffen nach Arbeit oder Einkauf Zeitschaltuhren zur Steuerung des Lichtes verwendet werden, die suggerieren, dass Sie zu Hause sind.
Bewegungsmelder im Eingangs- oder Terrassen- und Balkonbereich haben sich ebenso als abschreckendes Mittel gegen Einbrecher bewiesen.
Unbedingt vermeiden sollten Sie, dass Wohnungsschlüssel unter Fußabstreifern oder in Blumentöpfen hinterlegt werden.
Im Urlaub oder bei sonstiger längerer Abwesenheit sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Briefkasten geleert wird oder Ihre Postsendungen hinterlegt werden. Informieren Sie Ihre Nachbarn über Ihre Abwesenheit.

 

 4.) Aufmerksame Nachbarn sind wirkungsvollste Alarmanlage

„Die aufmerksamen Nachbarn sind die effektivste und wirksamste Methode zur Vermeidung von Einbrüchen in Wohnhäuser und Wohnungen“, ist sich Stadtpolizeikommandant Kirchler sicher: „Scheuen Sie sich nicht bei uns anzurufen, wenn Sie ungewöhnliche Beobachtungen machen oder sich unsicher sind - auch über die Notrufnummer. Falsche Scham oder Unsicherheit ist hier fehl am Platz! Sollte sich der Verdacht als unbegründet herausstellen, ergeben sich dadurch keine Nachteile für den Anzeiger. Wenn dadurch aber nur ein Einbruch verhindert werden kann, haben wir viel erreicht.“ 

 

„Innsbruck ist eine sehr sichere Stadt. Durch gezielte Präventionsmaßnahmen, vermehrte Präsenz und verstärkte Kontrollen konnten die Einbruchsdiebstähle in Häuser und Wohnungen in den letzten Jahren um mehr als 30% gesenkt werden.“

Stadtpolizeikommandant Oberst Martin Kirchler, BA

Stadtpolizeikommandant Oberst Martin Kirchler, BA

 

Die PolizistInnen sind das ganze Jahr über, aber besonders in den Wintermonaten, präventiv im Einsatz. Zivil und uniformiert bestreifen die BeamtInnen das Stadtgebiet und führen beispielsweise Kontrollen an Ein- und Ausfahrtsstraßen von Wohngebieten mit selektiven Detailkontrollen an Fußgängern oder Fahrzeugen durch. Immer wieder werden Arbeitsschwerpunkte gesetzt, indem BeamtInnen stichprobenartig Schwachpunkte bei Wohnhäusern kontrollieren und die BewohnerInnen anschließend beraten. Sollten diese nicht anzutreffen sein, wird ein Folder mit den festgestellten Mängeln und Kontaktadresse im Briefkasten hinterlegt. "Bitte nehmen Sie diesen Service in Anspruch", möchte Stadtpolizeikommandant Kirchler Innsbruck Bewohnerinnen aufrufen: "Wir sind gerne und jederzeit für Sie da." (VL)

 

Kontakt:
Stadtpolizeikommando Innsbruck
Kaiserjägerstraße 8, 6020 Innsbruck
Tel.: 05 133 70-0, Polizei-Notruf: 133

 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit von Stadt Innsbruck/IKM, Stadtpolizeikommando Innsbruck und Landeskriminalamt Tirol.