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Coronabedingte Stille in der Maria-Theresien-Straße: Im Mai sollte wieder langsam „Normalität“ in der Innenstadt einkehren.
Coronabedingte Stille in der Maria-Theresien-Straße: Im Mai sollte wieder langsam „Normalität“ in der Innenstadt einkehren.

Wirtschaft wieder in Schwung bringen

Die Covid-19-Krise hat massive Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Innsbruck bewirkt. Mit Entlastungen und unterstützenden Maßnahmen für die lokale Wirtschaft möchte die Stadt den absehbaren drastischen Folgen wirksam gegensteuern.

Die Corona-Krise stellt unterschiedliche gesellschaftliche Lebensbereiche vor eine große Herausforderung. Oberste Priorität hatten in den vergangenen Wochen und haben weiterhin stets die Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und -erhaltung sowie die Grundsicherung essentieller Bedürfnisse für die Bevölkerung. Auch die extrem belastenden Folgen für die heimische Wirtschaft und damit verbundenen Arbeitsplätze sind enorm. UnternehmerInnen stehen vor der äußerst schwierigen Situation, dass weiterhin Fixkosten zu tragen sind, jedoch Einnahmen komplett ausbleiben. Um diese Auswirkungen bestmöglich abzufedern und die Wirtschaftstreibenden aktiv zu unterstützen, setzt die Stadt Innsbruck erste Schritte in verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise das Einfrieren des zu leistenden Beitrages bei Gastgärten oder das Ansuchen für die vorläufige Stundung der monatlichen Kommunalsteuer. „Gerade im Bereich der Wirtschaft versuchen wir trotz des eingeschränkten Betriebes dort zu helfen, wo dringender Handlungsbedarf besteht“, betont Wirtschaftsstadträtin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und ergänzt: „Auch die Situation bei den Kaufleuten in der Innsbrucker Altstadt ist sehr angespannt, vor allem bedingt durch den Wegfall der touristischen Kundinnen- und Kundenfrequenz. Eine mehrjährige Baustelle, die eigentlich ab 2021 vorgesehen wäre, würde die wirtschaftliche Lage in der Altstadt längerfristig verschärfen. Das vorgezogene Bauvorhaben mit verkürzter Bauzeit ist in Anbetracht der derzeitigen Rahmenbedingungen die richtige Entscheidung, wohlwissend, dass damit noch spezielle Herausforderungen verbunden sind.“

„Wir müssen alle Kräfte aufbieten, um die örtliche Wirtschaft optimal in Gang zu halten, bestmöglich zu unterstützen, Arbeitsplätze zu sichern und auch nach der Krise schnell und aktiv zu starten. Vor Ort einkaufen und lokale digitale Initiativen leisten dafür einen unverzichtbaren Beitrag.“

Amtsführende Stadträtin Christine Oppitz-Plörer

Amtsführende Stadträtin Christine Oppitz-Plörer

Lokale Wirtschaft fördern

Ein erstes leichtes Aufatmen ging durch den Wirtschaftssektor, als die österreichische Bundesregierung die Lockerungen der Maßnahmen gegen das Corona-Virus bekannt gab. Seit 16. März mussten Geschäfte und Unternehmen, die nicht fürs tägliche Leben gebraucht werden, ihre Türen geschlossen halten. Mit der Lockerung sind Betriebe unter 400 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie Garten-und Baumärkte unter Einhaltung aller gesundheitlichen und hygienischen Vorschriften seit 14. April wieder geöffnet. In einem weiteren Schritt sind seit 2. Mai sämtliche Geschäfte sowie Einkaufszentren zugänglich. Auch MasseurInnen, FußpflegerInnen und FriseurInnen dürfen ebenso mit 2. Mai ihre Dienstleistungen wieder anbieten. Unter Einhaltung von spezifischen Hygiene- und Abstandsregeln können Gastronomiebetriebe am 15. Mai öffnen, Beherbergungsbetriebe dürfen ihren Betrieb am 29. Mai wiederaufnehmen. „Um die lokale Wirtschaft anzukurbeln, braucht es nicht nur Unterstützung seitens der öffentlichen Hand, auch die Bürgerinnen und Bürger können durch ihr Konsumverhalten und den Einkauf bei regionalen Anbieterinnen und Anbietern einen wichtigen positiven Teil dazu beitragen, um so den Wirtschaftsstandort Innsbruck zu stärken“, weist Stadträtin Oppitz-Plörer auf die Wichtigkeit persönlicher regionaler Kaufentscheidungen hin.

Bewusst einkaufen

Die Covid-19-Krise bringt insbesondere für kleinere Geschäfte viele und teils existenzbedrohende Schwierigkeiten mit sich. Doch regionale Handelsbetriebe meistern die derzeitige Situation und bieten ihre Produkte bestmöglich digital an. Mit dem Ziel, mehr auf die regionale Wirtschaft zu setzen und diese zu unterstützen, startete der Tiroler Gemeindeverband gemeinsam mit der GemNova den digitalen Marktplatz www.ganznah.tirol. In einem digitalen Shop können lokale Unternehmen ihre Produkte zentral anbieten. So finden sich auf der Plattform eine große Produktvielfalt aus den Bereichen Sport und Freizeit, Essen und Trinken, Körper und Hygiene oder Elektronik. MF