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Sozialplanung schafft Basis für zukünftiges Zusammenleben

Mit moderner Sozialplanung setzt der Innsbrucker Stadtsenat vorausschauend auf eine sozialverträgliche Entwicklung beim Campagnereiter-Areal.

Innsbruck wächst. Wohnraum ist wichtiger denn je zuvor, doch mit der Besiedelung neuer Flächen, wachsen auch die Herausforderungen für Politik, Verwaltung und BewohnerInnen. Der Stadtsenat entschloss sich daher nun für eine moderne Sozialplanung, sie setzt wesentliche Rahmenbedingungen für ein kooperatives Planungsverfahren. Sozialplanung findet erstmals Anwendung beim Projekt des Campagnereiter-Areals.

Der Prozess ist klar definiert – zuerst werden Zahlen und Grundlagen erfasst, die es bei der Besiedelung des Areals braucht, dann werden die BürgerInnen miteingebunden. „Durch die Sozialplanung wird der Grundstein für das zukünftige Zusammenleben gelegt, wertvolle Daten können gewonnen und in der Planung angewandt werden“, betont Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Für Stadtrat Ernst Pechlaner ist klar: „Durch die gesellschaftliche Entwicklung ändern sich die Sozialstrukturen. Es macht Sinn, sie systematisch mit Sozialplanung anzugehen.“

Die Sozialplanung erfasst den Bestand – Fragen, wie „welche Infrastruktur ist vorhanden?“, „welche Altersgruppen besiedeln den neuen Stadtteil?“ stehen dabei im Mittelpunkt. Anhand der Beantwortung dieser Fragen kann eruiert werden, ob es noch Kindergärten, SeniorInnenheime oder weitere Infrastruktur benötigt. „Bei dem kooperativen Planungsverfahren arbeiten Stadtplanung und Systempartner Hand in Hand. Das Campagnereiter-Areal eignet sich bestens als Pilotprojekt, es wird ein Vorzeigebeispiel werden“, erklärt Stadtrat Mag. Gerhard Fritz. Bei der Sozialplanung geht es um eine sozialverträgliche Stadtentwicklung sowie die Sicherung und Gestaltung der sozialen Infrastruktur. Sozialplanung vermittelt zwischen den Akteuren. Die Politik definiert dabei die Ziele und überträgt Budgets und Handlungsspielräume. Die Verwaltung kontrolliert die Erfüllung der Aufträge und informiert die PolitikerInnen darüber. Beide Akteure bringen fachspezifisches Wissen ein, sie schlagen Maßnahmen zur Umsetzung vor und wirken bei den konkreten Planungen und Zielformulierungen mit. Die BürgerInnen sind als Betroffene aktiv am Prozess beteiligt.

Der Bericht zur modernen Sozialplanung wurde im Stadtsenat einstimmig angenommen, auch dass das Campagnereiter-Areal als erstes Projekt herangezogen wird. Nach einer Bestandsaufnahme sieht der Steuerungsprozess die Zielbildung als weiteren Schritt vor, nachdem es in die Umsetzung des integrierten Sozialkonzepts geht. Schlussendlich wird in einem vierten Schritt der Prozess evaluiert. „Es entwickelt sich ein neuer Lebensraum – neue Kindergärten, Schulen, Seniorenheime –, wichtig ist, dass man auf die Durchmischung achtet“, betont Stadtrat Pechlaner.