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Requiem im Gedenken an die Bombenopfer des 2. Weltkrieges in Innsbruck

Traditionelle Messe am 18. Dezember 2016 um 09:30 Uhr in der Spitalskirche

In der Nachkriegszeit hat die Stadt Innsbruck das Versprechen gegeben, den Opfern ein Andenken zu bewahren und jährlich Mitte Dezember, in besonderem Gedenken an die Opfer des 15. Dezember 1943, ein Requiem zu bestellen.

Dieses ehrwürdige und gestiftete Andenken wird von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer weitergetragen und sie lädt dazu ein, diesem Versprechen auch heuer wieder gemeinsam nachzukommen: „Dieses schreckliche Ausmaß der Zerstörung direkt in unserer Stadt und die zahlreichen Todesopfer, derer wir gedenken wollen, dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Unsere Bürgerinnen und Bürger sowie die Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderates sind eingeladen, dieses Requiem am Sonntag, den 18. Dezember, um 09:30 Uhr in der Spitalskirche würdig zu feiern.“

Historischer Rückblick

Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurden im Alpenvorland rund 15.000 Tonnen Bomben abgeworfen. Trient, Bozen, Feldkirch und auch Innsbruck waren von 1943 bis 1945 aufgrund der Bahnverbindungen Ziele der Zerstörung.

Am 15. Dezember 1943 um 12:59 Uhr erfolgte der erste und gleichzeitig verheerendste Luftangriff auf Innsbruck. Er dauerte zwei Minuten, das reichte aus, um knapp 300 Menschenleben auszulöschen. Betroffen waren vor allem große Teile Wiltens, der Maria-Theresien-Straße sowie der Altstadt. 21 Luftangriffe auf die Tiroler Landeshauptstadt folgten, der letzte war am 20. April 1945. Fast die Hälfte der Wohnungen in Innsbruck wurde zerstört. Insgesamt starben 515 Menschen.