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Auch dieses Werk von Matthais Mayr ist bei den Premierentagen zu bewundern.
Auch dieses Werk von Matthais Mayr ist bei den Premierentagen zu bewundern.

Premierentage 2014

"Nulla dies sine linea" - "Kein Tag sei ohne Linie"

Diese überlieferte Anekdote von Plinius dem Älteren über die tägliche Arbeitsweise des bedeutensten Malers

des antiken Griechenlands, Apelles, trifft auch auf den aktuellen grafischen Zyklus des Innsbrucker Künstlers

Mathias Mayr zu.

Die intensive Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung von Linie und Fläche steht dabei im Fokus der

Arbeiten auf Papier und Linol. Einem konkret-konstruktivistischem Ansatz folgend, werden anhand von

Skizzen thematische Entwurfskonzepte erstellt, die anschließend ausgearbeitet und zumeist in Serien

angelegt werden. Auszüge dieser Serien, die in der Werkreihe [Flächenräume] zusammengefasst sind, zeigt

die Ausstellung mit dem programmatischen Titel [all down the line].

Verbindendes Element aller ausgestellten Werke ist die Erarbeitung von monochromen Trägerflächen, die, je

nach Serie, durch Überlagerung, Reihung oder Addition von grafischen Einzelelementen entstehen. So

entwickeln sich spannend lebendige Gitterflächen aus Tusche, Strichgitter aus Graphit oder Untergründe aus

Piktogrammen und Schrift, deren Wahrnehmung sich bei Verringerung der Betrachtungsdistanz von einer

diffusen Flächenwirkung hin zur Auflösung in die einzelnen Konstruktionselemente verändert. Trotz ihrer

eindeutigen Aufforderung zur Annäherung bewahren alle Werke eine unaufdringliche, und dennoch kraftvolle

Eigenständigkeit.

Nähe und Distanz verändern das Verhältnis von Linie zu Fläche, das konstruktiv Formale verliert an Strenge

und wird teilweise von skulptural wirkenden linearen Strukturelementen durchbrochen. Diese Motive findet

der Maler und Grafiker Mathias Mayr in seiner Umgebung (Risse, Schatten, Strassenverläufe, oä.) die,

weiter bearbeitet und skaliert, auf die jeweiligen Untergründe transferiert werden.

Die zur künstlerischen Umsetzung eingesetzten Materialen sind Tusche, Graphit, Lack und ölbasierte

schwarze Buchdruckfarbe. Andere Farben kommen nur bedingt zum Einsatz, zur Erhöhung der Wertigkeit

ausgewählter Elemente oder bei seriell angelegten Motiven.

Pressetext zur Ausstellung in der städtischen Galerie im Andechshof Vernissage: Fr. 07.11.2014, 18.00 Uhr

 

Zum Künstler

Mathias Mayr, geboren 1975 in Innsbruck

Ausbildung an der HTL Bau und Kunst, sowie Architekturstudium in Innsbruck

Verschiedene Projekte in den Bereichen Entwurf, Raumkonzepte, Grafikdesign und Illustration

Intensivierung der künstlerischen Tätigkeit mit kontinuierlicher Verlagerung auf freischaffende Kunst

Zahlreichen Austellungen/Beteiligungen u.a. bei der International Biennial of Drawing Pilsen 2014, Pilsen CZ

Atelier für Zeichnung-Grafik-Malerei in Innsbruck, weitere Informationen: www.mathiasmayr.com