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Das städtebauliche Leitbild für das 84.000 m2 große Campagne-Areal soll bis September 2016 stehen. Das erste BürgerInnen-Forum findet am 27. April statt.
Das städtebauliche Leitbild für das 84.000 m2 große Campagne-Areal soll bis September 2016 stehen. Das erste BürgerInnen-Forum findet am 27. April statt.

Planungsverfahren für Campagne-Areal gestartet

Gestaltungsprozess ermöglicht Entwicklung eines modernen Stadtteils

Mit der Absegnung des Grundsatzbeschlusses zum Campagnereiter-Areal im Innsbrucker Gemeinderat am 27. Jänner 2016 gelang ein großer Wurf in Bezug auf die Innsbrucker Stadtentwicklung.

Auf einer Fläche von rund 84.000 m2 wird am Campagnereiter-Areal auf Basis eines kooperativen Planungsverfahrens ein von der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) koordiniertes neues Stadtviertel mit rund 1.000 Wohnungen, Grünflächen, Sportanlagen und weiterer sozialer Infrastruktur entstehen. In der Größe des Bauplatzes liegt gleichzeitig auch das Potenzial. Die Schätzungen über die ausgelösten Gesamtinvestitionen liegen bei rund 180 Mio. Euro. Am 14. März wurden die Verträge unterzeichnet. Bis Juli wird in Workshops das Leitbild zum Areal erarbeitet. Im September 2016 soll der Masterplan stehen.

„Das Areal in der Reichenau bietet die einmalige Chance auf grüner Wiese modellhaft einen Stadtteil zu entwickeln. Die vorausschauende Planung für diese 8,5 ha Stadtgebiet ist dabei wesentlich. Der Zeitplan ist eng und motiviert. Unser Ziel ist es schnell vom Reden ins Handeln zu kommen, um den direkt belebten städtischen Raum mit 1000 Wohnungen und der räumlichen Neustrukturierung der Sportanlagen zu gestalten“, betont Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

BürgerInnen beteiligen sich am Planungsprozess

„Kern des geplanten Projektes ist, dass die für Wohnbau reservierten Grundstücke im südlichen Bereich angesiedelt werden, um die Wohnqualität zu steigern. Die weniger sensiblen Sport-Nutzungen werden näher am Straßenverlauf, im nördlichen Bereich, angeordnet“, führt Planungsstadtrat Mag. Gerhard Fritz, der den Planungsprozess leitet, aus.

Um das größte Potenzial aus dem Projekt schöpfen zu können, wird erstmals in Innsbruck ein sogenanntes „kooperatives Planungsverfahren“ auf Basis eines Stadtsenatsbeschlusses vom 18. November 2015 durchgeführt. So entsteht ein städtebauliches Leitbild, das die Bauplätze, die Erschließungen und Grünflächen im Bereich des Campagnereiter-Areals sowie die Entwicklung eines möglichen Schulcampus unter Federführung und Projektleitung der IIG festlegt. Neben der Verfahrensbetreuung werden ein BürgerInnen-Forum und eine offene Werkstatt mit BürgervertreterInnen angeboten. Lenkungs- sowie Fachplanungsgruppen der Stadt Innsbruck und externe ExpertInnen (zu den Themen Verkehr, Energie, soziale Nachhaltigkeit, Besiedlungsmanagement, Baugruppen, Schallschutz und Recht) ergänzen neben den Architekturteams das Konzept.

In vier Workshops von April bis Juni wird ein Leitbildentwurf erarbeitet. Als städtebauliche Zielsetzungen gelten die Themen Eigentums- und Finanzierungskonzepte, Sozialplanung und Soziale Nachhaltigkeit, das Marketing (u.a. die Namensfindung für das neue Stadtquartier und die begleitende Bürgerinformation), das Mobilitätskonzept (verkehrsarmes Wohnen, Stellplatzreduktion…), Rahmenbedingungen für Gestaltung der Erdgeschosszonen, ein energietechnisches Konzept (Zero Energy Buildings, 2000 Watt Gesellschaft), Infrastrukturversorgung und Entsorgung.

Mit September 2016 soll der Masterplan für das Campagne Areal stehen, der der Bündelung der vielseitigen Interessen Rechnung trägt. Darauf aufbauend wird ein einstufiger Architekturwettbewerb für die einzelnen Baufelder durchgeführt. Der erste Spatenstich soll mit Ende 2017/Anfang 2018 stattfinden.

Ein erstes BürgerInnen-Forum Campagne-Areal findet bereits am 27. April von 18:00 bis 21:00 Uhr im Volkshaus Reichenau (Radetzskystraße 47) statt. (KR)