Das Skispringen war 1976 im Aufwind: Toni Innauer und Tobias Rettenbacher im Gespräch.
Das Skispringen war 1976 im Aufwind: Toni Innauer und Tobias Rettenbacher im Gespräch.

Ein Hauch von Olympia 1976

Zeitzeug:innen und Olympiateilnehmer:innen ab 5. Jänner im Gespräch

Was bleibt nach 50 Jahren von den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck? In einer Sondersendung des Audiokanals „Stadtstimmen“ des städtischen Kulturamts kommen ehemalige Sportlerinnen und Sportler und weitere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort. Zu hören sind Erinnerungen und Momentaufnahmen der Olympiateilnehmenden, die die Olympischen Spiele von 4. bis 15. Februar 1976 in Innsbruck – bis heute der einzigen Olympiastadt Österreichs – selbst miterlebt haben. Als erster Gesprächspartner ist Hansi Hinterseer ab Montag, 5. Jänner, zu Gast. Diese und weitere Episoden der Sondersendung erscheinen dann wöchentlich unter www.innsbruck.gv.at/podcasts und auf den gängigen Podcast-Plattformen.

Persönliche Eindrücke
50 Jahre später hat Tobias Rettenbacher vom Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck anlässlich des Jubiläums ehemalige Sportlerinnen und Sportler und weitere Zeitzeugen aufgespürt, die von ihren ganz persönlichen Erlebnissen erzählen: „Wir blicken nicht nur zurück, sondern hören vor allem zu. Ich habe unter anderem mit den Teilnehmenden von damals wie Brigitte Habersatter-Totschnig, Hanni Weirather-Wenzel, Franz Klammer und Hansi Hinterseer über die Bedeutung für ihre sportliche und persönliche Entwicklung gesprochen. Auch die Skisprung-Legende Toni Innauer berichtet von seinen Eindrücken. Einblicke in die Organisation hinter den Kulissen bietet Gudrun Obitzhofer und auch der Mannschaftsarzt Peter Baumgartl erinnert sich an interessante Hintergrunddetails,“ so Rettenbacher.

Die Skirennläuferin Brigitte Habersatter-Totschnig mit Podcast-Host Tobias Rettenbacher und ihren Olympia- und WM-Medaillen.
Die Skirennläuferin Brigitte Habersatter-Totschnig mit Podcast-Host Tobias Rettenbacher und ihren Olympia- und WM-Medaillen.

Packende Momente
Ein erstes, bleibendes Highlight war für viele die damalige Eröffnungsfeier im Bergisel-Stadion vor 60.000 Menschen – die euphorische Stimmung, die Vorfreude, das begeisterte Publikum. Was einigen ebenfalls stark im Gedächtnis geblieben ist: Die verstärkten Sicherheits- und Ausweiskontrollen im Olympischen Dorf, die es bei den Olympischen Spielen 1964 in Innsbruck noch nicht gegeben hatte. Bedingt waren sie durch die Terroranschläge bei den Sommerspielen in München im September 1972.

Olympisches Feuer: Olga Pall-Scartezzini, die Abfahrtssiegerin von Grenoble 1968, trug im Feber 1976 die olympische Fackel durch die Innsbrucker Innenstadt.
Olympisches Feuer: Olga Pall-Scartezzini, die Abfahrtssiegerin von Grenoble 1968, trug im Feber 1976 die olympische Fackel durch die Innsbrucker Innenstadt.

Eines wird in den Interviews deutlich: Olympische Spiele sind kein Wettbewerb wie andere. Aus österreichischer Sicht waren besonders die Titelkämpfe bei den Abfahrerinnen und Abfahrern und den Skispringern spannend. So standen die Olympischen Spiele 1976, bei denen die österreichischen AthletInnen letztlich sechs Medaillen errangen, unter anderem im Zeichen der Duelle Klammer – Russi am Patscherkofel, Mittermaier – Totschnig in der Axamer Lizum und Schnabl – Innauer auf der Großschanze am Bergisel.

Sport im Fokus
Bei den ersten live im Fernsehen übertragenen Olympischen Spielen 1976 war ein übermäßiger medialer Druck noch nicht zu spüren. Die mediale Präsenz war den AthletInnen weniger wichtig, der Sport selbst war im Fokus. Auch die Trainingsbedingungen und die Durchführung der Wettbewerbe waren anders als heute.

Mehr zum 50-jährigen Jubiläum der Olympischen Winterspielen 1976 unter www.innsbruck.gv.at/olympiastadt-innsbruck bzw. in der Sonderausgabe von „Innsbruck informiert“ unter www.ibkinfo.at/olympia-1976-sonderausgabe (erschienen im November 2025). AS