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Einen „süßen“ Schlüssel für die „Schule am Inn“ erhielt Direktor Wolfgang Rieser von Bgm Oppitz-Plörer (M.) und StR Pechlaner; zahlreiche städtische VertreterInnen sowie DirektorInnen feierten mit.
Einen „süßen“ Schlüssel für die „Schule am Inn“ erhielt Direktor Wolfgang Rieser von Bgm Oppitz-Plörer (M.) und StR Pechlaner; zahlreiche städtische VertreterInnen sowie DirektorInnen feierten mit.

Neue „Schule am Inn“ offiziell eröffnet

Die bestmögliche pädagogische Betreuung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen sicherzustellen, ist das Ziel der neuen „Schule am Inn“ (Sonderpädagogisches Zentrum). Die Schule, die bei der Volksschule Pradl-Ost (Siegmairschule) eingerichtet war, hat nun bei der Neuen Mittelschule Hötting (NMS Hötting) am Hutterweg eine neue Heimat gefunden. Durch die Verquickung der Standorte und der Einrichtung eines Jugendzentrums am selben Standort kommen Synergieeffekte und Kooperationsmöglichkeiten zu tragen.

Am 29. Oktober fand die offizielle Eröffnung der neuen „Schule am Inn“ sowie die feierliche Schlüsselübergabe statt. Neben der Einladung zum Multireligiösen Gebet bot die Feier eine Leistungsschau des Schulzentrums am Hutterweg. Ein Kurzfilm mit Szenen aus dem Schulalltag, Bewegungs- und Musikbeiträge der SchülerInnen sowie eine Tanzeinlage der NMS Hötting machten deutlich, was das Gemeinschaftsleben an diesem Schulstandort ausmacht.

 

Im Anschluss daran wurden Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz, Dr. Franz Danler (Geschäftsführer Innsbrucker Immobiliengesellschaft, IIG), Amtsvorständin Dr.in Karin Zangerl (Familie, Bildung und Gesellschaft) und Dr.in Elisabeth Rieder (Vorsitzende Behindertenbeirat) von Direktor Wolfgang Rieser durch das Haus geführt und konnten sich von der Qualität der Lernumgebung für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf überzeugen. Neben Abteilungsleiter-Stellvertreter Mag. Ferdinand Neu, Abteilungsleiterin Mag.a Birgit Neu (Magistratsabteilung V), Dr. Hubert Innerebner (Geschäftsführer der Innsbrucker Sozialen Dienste GmbH) sowie VertreterInnen des Gemeinderates und städtische Bedienstete waren auch zahlreiche DirektorInnen und LehrerInnen zum Festakt gekommen.

„‘Lernen und Wachsen in allen Bereichen ist nur an einem Ort möglich, der körperliche, soziale und emotionale Sicherheit bietet‘ – so steht es im Leitbild der ‚Schule am Inn‘. Ich bin stolz, dass es mit dem Neubau gelungen ist, diesen Bedürfnissen sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus pädagogischer Sicht gerecht zu werden“, unterstreicht Bürgermeisterin Oppitz-Plörer die Entscheidung der Verlegung des Standortes des sonderpädagogischen Zentrums von Pradl nach Hötting.

„Was im Vorhinein nicht ausgegrenzt wird, muss hinterher auch nicht eingegliedert werden. Deswegen soll Verschiedenheit in dieser Schule nicht nur als normal, sondern als bereichernd erlebt werden“, betont Stadtrat Ernst Pechlaner.

 

Zahlen, Daten, Fakten

Der Projektfindung ist ein EU-weiter Realisierungswettbewerb vorausgegangen, an dem 92 Architekturbüros teilgenommen haben. Das mehrgeschossige Siegerprojekt von Reitter Architekten bietet auf einer Nettonutzfläche von über 5.000 m2 an der Süd-Westseite in Verlängerung der denkmalgeschützten NMS Hötting 13 Unterrichtsräume, Sonderunterrichtsräume wie Therapie-, Musik- und Gruppenräume, eine Schullehrküche, eine Bibliothek, einen Speisesaal mit Tagesheimbereich, eine Normturnhalle mit 405 m2 sowie Turn- und Gymnastikräume.

 

Im Untergeschoss wurde zudem ein, über einen gesonderten Zugang erschlossenes, Jugendzentrum untergebracht. Eine Tiefgarage bietet Platz für 24 PKWs.

 

Bauliche Besonderheiten

Insgesamt besticht die „Schule am Inn“ mit ihrem lichtdurchfluteten Konzept, den großzügigen Außenanlagen, der freundlichen Raumwirkung, der hohen Flexibilität und den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Das neu geschaffene Ensemble spannt - dank Barrierefreiheit - den Bogen zwischen dem denkmalgeschützten Bestand und der neuen „Schule am Inn“.

 

Die „Schule am Inn“ wurde in Passivhausbauweise errichtet. Die IIG errichtete das erste Schulgebäude Österreichs, das einer ÖGNI- Zertifizierung (Österreichisches Institut für nachhaltige Immobilien-Wirtschaft) standhält. Der Einsatz von umweltschonenden Baustoffen, der sparsame Umgang mit Ressourcen, die Reduktion von anfallenden Abfallstoffen und eine intelligente zukunftsweisende Bauweise sowie die thermische Nutzung von Grundwasser zum Heizen bzw. Kühlen des Bauwerkes bilden dafür die Basis.

 

Auch der Brandschutz der bestehenden neuen Mittelschule wurde durch den Anbau eines Fluchtstiegenhauses im Südostteil des Gebäudes wesentlich verbessert.

 

Zusätzlich wurde im Zuge des Neubaus der „Schule am Inn“ ein künstlerischer Wettbewerb ausgelobt. Der Beitrag von Nikolaus Schletterer „Schnelle Antwort“ ist an zwei Fassaden umgesetzt und vom öffentlichen Raum gut einsehbar.

 

Baukosten:

Sonderpädagogisches Zentrum 12.180.000 Euro

Adaptierung Bestand NMS-Hötting (Bereich Turnsaal) 845.000 Euro

Baukosten Verbesserung Brandschutz NMS Hötting 600.000 Euro

Baukosten Jugendzentrum 360.000 Euro

 

Leben und Lernen in der „Schule am Inn“

Aktuell werden in der „Schule am Inn“ 51 SchülerInnen von 33 LehrerInnen unterrichtet. Im Tagesheim werden 37 Kinder betreut. Außerdem essen die 27 TagesheimschülerInnen der NMS Hötting in der Schule am Inn.

 

Die SchülerInnen werden nach dem Lehrplan für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf unterrichtet. In einzelnen Bereichen und Fächern ist auch der Unterricht nach dem Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule möglich. Jedes Kind wird nach seinen individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten gefördert. Es handelt sich dabei um eine ganzheitliche Förderung, ausgehend von den Stärken des Kindes. Die Grundlage dafür bietet der individuelle Förderplan, der für jedes Kind erstellt und fortgeführt wird. Das Erlernen der Kulturtechniken und das lebenspraktische Training stellen Schwerpunkte des Unterrichts dar. Gemeinsam Lernen, Spielen, Feste feiern und der Sport sind wichtige Bestandteile im Schulleben.

 

Die Stadt Innsbruck als Schulerhalter ist zuständig für Einrichtungs- und Investitionsmaßnahmen in den Pflichtschulen, für die Infrastrukturausstattung sowie für die Organisation und Abwicklung der Tagesheimschulen.

 

Schule am Inn

Sonderschule und Sonderpädagogisches Zentrum Hutterweg 1a

Telefon +43 512 34 32 67

direktion@schule-am-inn

www.schule-am-inn.tsn.at