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Spatenstich für das neue Sonderpädagogische Zentrum

Neubau wird am Areal der NMS Hötting realisiert.
(RMS) Kindern mit besonderen Bedürfnissen die bestmögliche Betreuung angedeihen zu lassen – das ist das Ziel des Sonderpädagogischen Zentrums (SPZ), das aktuell bei der Volksschule Pradl-Ost (Siegmairschule) situiert ist. Das bestehende Gebäude entspricht aber mittlerweile nicht mehr den pädagogischen Erfordernissen, vor allem da es nicht barrierefrei zugänglich ist.
Am Standort der Neuen Mittelschule Hötting am Hutterweg wird nun deshalb ein Neubau des SPZ realisiert. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer nahm am 7. November gemeinsam mit Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner und IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler am zukünftigen Standort den offiziellen Spatenstich vor.

„Der Neubau des SPZ war mir persönlich eine wichtiges Anliegen“, so Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. „Bei meinen zahlreichen Besuchen im SPZ habe ich erlebt, welch hervorragende Arbeit die Pädagoginnen und Pädagogen unter schwierigen Rahmenbedingungen leisten. Nun entsteht hier ein Gebäude, das den Anforderungen entspricht. Darin spiegelt sich auch das klare Bekenntnis der Stadt Innsbruck wider, sinnvoll und nachhaltig für die Bevölkerung und künftige Generationen zu investieren.“

„Innsbruck ist eine Bildungsstadt und die Ausbildung junger Menschen eine der wichtigsten Aufgaben von Politik und Verwaltung“, betonte Bildungsstadtrat Pechlaner. „Im Arbeitsübereinkommen haben wir uns klar dazu bekannt, die inklusive Schule zu verwirklichen und deshalb halte ich es für wichtig, dass das Schulangebot weiter ausgebaut wird. Diese Einrichtung wird viel dazu beitragen, dass Kinder mit Behinderungen noch besser in den Schulalltag und die Gesellschaft integriert werden.“

Neubau nach modernsten Kriterien
Der Projektfindung ist ein EU-weiter Realisierungswettbewerb vorausgegangen, an dem 92 Architekturbüros teilgenommen haben. Das mehrgeschossige Siegerprojekt wird auf einer Nettonutzfläche von über 6.000 Quadratmetern an der Süd-Westseite in Verlängerung der denkmalgeschützten Bestandsschule errichtet. Es beinhaltet 13 Unterrichtsräume, Sonderunterrichtsräume wie Therapie-, Musik- und Gruppenräume, eine Schullehrküche, eine Bibliothek, einen Speisesaal mit Tagesheimbereich, eine Normturnhalle sowie Turn- und Gymnastikräume. Im Untergeschoss wird zudem ein Jugendzentrum eingerichtet, das über einen gesonderten Zugang erschlossen wird. Eine Tiefgarage wird Platz für 24 PKWs bieten.

Der Entwurf überzeugt durch hohe Flexibilität und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten der Räume. Großer Wert wird bei der Umsetzung auf Helligkeit und eine freundliche Raumwirkung gelegt, die die Lern- und Arbeitsbedingungen verbessern sollen. Im Innenhof werden für die Nutzer attraktive Frei- und Grünbereiche geschaffen, der bestehende Baumbestand ergänzt sowie ein Schul- und Therapiegarten, ein Kombispielfeld und Spielgeräte eingerichtet. Ein großes Angebot an Freibereichen, Terrassen und Balkonen runden das Angebot ab.

Nachhaltige Gestaltung
Der gesamte Neubau wird in Passivhausbauweise errichtet. Da besonderer Wert auf eine nachhaltige Bauweise gelegt wird, hat sich die IIG verpflichtet, das Gebäude einer Zertifizierung nach ÖGNI (Österreichischen Institut für nachhaltige Immobilien-wirtschaft), die erstmals in Österreich für Schulgebäude angestrebt wird, zu unterziehen. Diese gewährleistet durch den Einsatz von umweltschonenden Baustoffen einen sparsamen Umgang mit Ressourcen, die Reduktion von anfallenden Abfallstoffen und eine intelligente zukunftsweisende Bauweise. Dadurch kann ein nachhaltiger Beitrag zur Senkung der Lebenszykluskosten, eine Steigerung des Nutzerkomforts sowie eine Reduktion der CO2-Emissionen erreicht werden. Vom ÖGNI wurde die Vorzertifizierung in „Gold“ verliehen – weltweit erfüllt aktuell keine andere Schule höhere Standards.

Im Zuge der Errichtung des Sonderpädagogischen Zentrums wird der Brandschutz der bestehenden neuen Mittelschule durch den Anbau eines Fluchtstiegenhauses im Südostteil des Gebäudes wesentlich verbessert. Allgemein ermöglicht die geplante Verbindung der bestehenden NMS Hötting mit dem zukünftigen Sonder-pädagogischen Zentrum große Synergien und Kooperationsmöglichkeiten, wie z.B. die wechselseitige Nutzung der Turnsäle. Für das Thema „Kunst am Bau“ am neuen Sonderpädagogischen Zentrums wird außerdem ein künstlerischer Wettbewerb ausgelobt.

Der Neubau soll voraussichtlich im Frühjahr 2014 fertiggestellt sein. Die Baukosten, die von der Stadt Innsbruck getragen werden, belaufen sich für das SPZ auf rund 12,1 Millionen Euro.
In die Adaptierung des bestehenden Gebäudes fließen zusätzlich 845.000 Euro, in die Verbesserung des Brandschutzes der NMS Hötting 600.000 Euro und in den Bau des Jugendzentrum 360.000 Euro.
07. November 2012