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Firstfeier des Sonderpädagogischen Zentrums

IIG lud am 28. Mai zur Firstfeier am Hutterweg
Die bestmögliche pädagogische Betreuung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen sicherzustellen – das ist das Ziel des Sonderpädagogischen Zentrums (SPZ), das aktuell noch bei der Volksschule Pradl-Ost (Siegmairschule) eingerichtet ist. Das bestehende Gebäude entspricht allerdings nicht mehr den pädagogischen und infrastrukturellen Erfordernissen, weshalb das SPZ seit November 2012 am Standort der NMS Hötting am Hutterweg neu gebaut wird.
Am 28. Mai lud die Innsbrucker Immobilien GmbH (IIG) als Bauherr zur Firstfeier, zu der neben Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer auch Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz sowie VertreterInnen des Gemeinderates und der zuständigen städtischen Ämter erschienen waren.

„Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Verantwortlichen für die hervorragende Zusammenarbeit im Rahmen dieses Projektes bedanken“, so die Bürgermeisterin. „Seitens der Stadtregierung war die Realisierung dieses Neubaus schon lange ein wichtiges Anliegen. Für die Kinder und Jugendlichen wird hier ein Meilenstein der Betreuung in höchster Qualität gesetzt, der für sie einen zentralen Lebens- und Lernraum darstellen wird.“
Vor allem den Mitarbeitern der beteiligten Bauunternehmen sprach die Bürgermeisterin ihren Dank aus: „Diese Firstfeier ist in erster Linie euer Fest – so wie es euer Verdienst war, die Arbeiten so zügig und vor allem unfallfrei durchzuführen.“

Nach dem traditionellen Firstspruch durch einen Vertreter der Baufirma wurden die beteiligten Arbeiter noch mit einem Mittagessen belohnt.

Neubau nach modernsten Kriterien
Der Projektfindung ist ein EU-weiter Realisierungswettbewerb vorausgegangen, an dem 92 Architekturbüros teilgenommen haben. Das mehrgeschossige Siegerprojekt von Reitter Architekten wird auf einer Nettonutzfläche von über 6.000 Quadratmetern an der Süd-Westseite in Verlängerung der denkmalgeschützten Bestandsschule errichtet. Es beinhaltet 13 Unterrichtsräume, Sonderunterrichtsräume wie Therapie-, Musik- und Gruppenräume, eine Schullehrküche, eine Bibliothek, einen Speisesaal mit Tagesheimbereich, eine Normturnhalle sowie Turn- und Gymnastikräume. Im Untergeschoss werden zudem ein Jugendzentrum, das über einen gesonderten Zugang erschlossen wird, sowie Werkstätten eingerichtet. Eine Tiefgarage wird Platz für 24 PKWs bieten.

Der Entwurf überzeugt durch hohe Flexibilität und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten der Räume. Großer Wert wird bei der Umsetzung auf Helligkeit und eine freundliche Raumwirkung gelegt, die die Lern- und Arbeitsbedingungen verbessern sollen. Im Innenhof werden für die NutzerInnen attraktive Frei- und Grünbereiche geschaffen, der bestehende Baumbestand ergänzt sowie ein Schul- und Therapiegarten, ein Kombispielfeld und Spielgeräte eingerichtet. Ein großes Angebot an Freibereichen, Terrassen und Balkonen runden das Angebot ab.

Nachhaltige Gestaltung
Der gesamte Neubau wird in Passivhausbauweise errichtet. Da besonderer Wert auf eine nachhaltige Bauweise gelegt wird, hat sich die IIG verpflichtet, das Gebäude einer Zertifizierung nach ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft), die erstmals in Österreich für Schulgebäude angestrebt wurde, zu unterziehen. Diese gewährleistet durch den Einsatz von umweltschonenden Baustoffen einen sparsamen Umgang mit Ressourcen, die Reduktion von anfallenden Abfallstoffen und eine intelligente zukunftsweisende Bauweise. Dadurch kann ein nachhaltiger Beitrag zur Senkung der Lebenszykluskosten, eine Steigerung des Nutzerkomforts sowie eine Reduktion der CO2-Emissionen erreicht werden. Vom ÖGNI wurde die Vorzertifizierung in „Gold“ verliehen – weltweit erfüllt aktuell keine andere Schule höhere Standards.

Im Zuge der Errichtung des Sonderpädagogischen Zentrums wird der Brandschutz der bestehenden Neuen Mittelschule durch den Anbau eines Fluchtstiegenhauses im Südostteil des Gebäudes wesentlich verbessert. Allgemein ermöglicht die geplante Verbindung der bestehenden NMS Hötting mit dem zukünftigen Sonder-pädagogischen Zentrum große Synergien und Kooperationsmöglichkeiten, wie z. B. die wechselseitige Nutzung der Turnsäle.

Der Neubau soll voraussichtlich im Frühjahr 2014 fertiggestellt sein. Die Baukosten, die von der Stadt Innsbruck getragen werden, belaufen sich für das SPZ auf rund 12,1 Millionen Euro.
In die Adaptierung des bestehenden Gebäudes fließen zusätzlich 845.000 Euro, in die Verbesserung des Brandschutzes der NMS Hötting 600.000 Euro und in den Bau des Jugendzentrum 360.000 Euro.
28. Mai 2013