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Albuin Neuner, Referatsleiter Land- und Forstwirtschaft, hat sich mit seinen tierischen MitarbeiterInnen bereits angefreundet.
Albuin Neuner, Referatsleiter Land- und Forstwirtschaft, hat sich mit seinen tierischen MitarbeiterInnen bereits angefreundet.

Christbäume noch gesucht!

Die Schafe übernehmen die Arbeit in der Christbaumkultur am Lemmenhof

In der Christbaumkultur am Lemmenhof wachsen rund 8.000 Christbäume. Damit diese auch gut gedeihen können, kümmern sich elf städtische MitarbeiterInnen um die Pflege der Wiese – elf tierische MitarbeiterInnen. Die speziellen Shropshire Schafe übernehmen mit vollem Einsatz die Aufgabe des Rasenmähens und sorgen damit dafür, dass die Christbäume immer genug Licht zum Wachsen erhalten.

„Die sechs Männchen und die fünf Weibchen leisten wirklich gute Arbeit“, erklärt Ing. Albuin Neuner, Referatsleiter Land-und Forstwirtschaft. Weiter führt er aus: „Das besondere an diesen Schafen ist, dass sie wirklich nur das Gras rund um die Bäume fressen. Andere Schafrassen würden auch an den kleinen Christbaumpflänzchen knabbern, und somit diese wertlos machen.“

Ein positiver Nebeneffekt ist, dass durch die Schafweide Wühlmäuse vertrieben werden, welche die Bäume an den Wurzeln schädigen würden.

Der ressortzuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann findet lobende Worte: „Jedes Jahr stellt die Stadt Innsbruck 250 Christbäume für Schulen, Kindergärten, Altenheime und sonstige Einrichtungen zur Verfügung. Es profitieren also alle.“

Tierische Sparmaßnahme

Die laufenden Kosten der Tierhaltung seien gering, so Neuner. Zusätzlich zum Gras brauchen die Tiere noch etwas Mineralfutter, aber im Vergleich zu den Arbeitsstunden, die geleistet werden müssten, um den Hektar manuell zu mähen, schlägt dieses mit geringen Kosten zu Buche. Die Schafe überwintern auf einer Landwirtschaft in Mühlau. Die dafür anfallenden Kosten werden durch den Verkauf einiger Schafe gedeckt. Die Schafherde und deren Nachwuchs, werden im kommenden Jahr wieder mit vollem Einsatz den Sommer über für die Stadt arbeiten.

Christbäume gesucht!

Zwar züchtet die Stadt Innsbruck in Christbaumkulturen tausende von Christbäume, bis diese allerdings groß genug für den Einsatz sind, dauert es noch mehrere Jahre. Für die diesjährigen Christkindlmärkte in der Innenstadt und den anderen Stadtteilen werden deshalb noch passende Bäume gesucht. Sollten Sie einen in Ihrem Garten oder Waldstück haben und ihn zum städtischen Christbaum küren wollen, wenden Sie sich bitte an post.land.forstwirtschaft@innsbruck.gv.at. Der letztjährige Christbaum vor dem Goldenen Dachl kam aus Pradl und war der schwerste in der Innsbrucker Christbaum-Geschichte. DH