Logo Innsbruck informiert
Forstamtsleiter DI Andreas Wildauer und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann präsentierten umgesetzte und bevorstehende Projekte des Forstamts.
Forstamtsleiter DI Andreas Wildauer und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann präsentierten umgesetzte und bevorstehende Projekte des Forstamts.

„75% der Stadtfläche sind unser Arbeitsgebiet“

Das Forstamt: Rückblick 2014 und geplante Tätigkeiten im Jahr 2015

Das städtische Amt für Land- und Forstwirtschaft kann als Generalist bezeichnet werden, wenn auf die abgeschlossenen, aber auch zukünftigen Projekte ein Blick geworfen wird. Amtsleiter DI Andreas Wildauer betreut mit seinen 16 MitarbeiterInnen rund 75 Prozent der gesamten Stadtfläche und verwirklichte im Jahr 2014 über 60 Projekte.

Der ressortzuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann ist mit der Umsetzung sehr zufrieden: „Alle Tätigkeiten des Amtes für Land- und Forstwirtschaft betreffen direkt und indirekt die Bewohnerinnen und Bewohner Innsbrucks, sei es durch die Wegeerhaltung und -erweiterung in den Wäldern rund um Innsbruck, Betreuung des Wasserschutzgebietes oder die Pflege des Schutzwaldes. Der Komplexität, mit der die Aufgaben erfüllt werden, gebührt Respekt. Hier wird gewissenhaft und nachhaltig gearbeitet.“ 

Die Sicherheit der InnsbruckerInnen

Ein prioritärer Auftrag des Forstamtes ist die Pflege des Schutzwaldes, der etwa 60 Prozent der städtischen Waldfläche einnimmt. 2014 wurden über 10.000 neue Bäume gepflanzt, um die Funktion des Schutzwaldes und die Waldgesundheit aufrecht zu erhalten, wie auch die Waldverjüngung zu forcieren. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und  Schutzwaldpflege ist nur durch die Eigenbewirtschaftung der vielen PrivatwaldbesitzerInnen sicherzustellen. Die WaldbesitzerInnen werden dabei von den Waldaufsehern und dem Bezirksförster beraten und organisatorisch unterstützt. 

SchülerInnen lernen das (Wald)Leben kennen

Mit der Klasse 3b der VS Franz-Fischer-Straße wird derzeit ein vierjähriges Projekt unter dem Titel „Waldjahre – Der Lebensweg eines Baumes“ umgesetzt. Ziel ist es, den SchülerInnen den Kreislauf des Waldes näher zu bringen und ihnen das Verständnis für die Wichtigkeit und die Funktionen unseres Waldes zu vermitteln und wurde sogar mit dem Internationalen Schutzwaldpreis Helvetia 2014 ausgezeichnet. Mehrmals im Jahr finden auch Waldpädagogische Führungen statt, so dass 2014 über 200 Kinder den Wald hautnah erleben durften. 

Vorzeigeprojekt Umbrückler Alm

Im Herbst 2014 erfolgte der Spatenstich zur Umbrückler Alm. Die Wegeinstallation und die Erdarbeiten konnten vor der Winterpause abgeschlossen werden. „Wetterbedingt hoffen wir auf eine Wiederaufnahme der Bautätigkeiten mit spätestens Anfang April“, ist Amtsleiter Wildauer zuversichtlich: „Mit Jahresende wird die Umbrückler Alm eröffnet werden.“

Arbeitsintensives Jahr 2015

Neben der Steinschlagsicherung und Wiederöffnung des Wilhelm-Greil-Weges und der Erweiterung der Wander- und Radwege des Mühlauer Stadtwaldes, wird weiter in das größte Naherholungsgebiet der Tiroler Landeshauptstadt investiert. So werden beispielsweise alte Steiganlagen, wie der Galtalmsteig, der Madlsteig und der Bergbuamsteig wieder in Betrieb genommen. 

Barrierefreies Waldmoor-Erlebnis

Der Waldmoorkomplex „Tantegert“ wird im Laufe des Jahres 2015 durch Maßnahmen, die die ursprüngliche und heterogene Moorlandschaft wiederherstellen, renaturiert. Ziel ist es, heimische Pflanzen und Tiere wieder in diesem Waldmoor zu besiedeln und eine Restrukturierung des Moores herbeizuführen. Weiters wird ein barrierefreier Rundweg inklusive eines Steges mit Aussichtsbucht durch das Moorgebiet geschaffen. Der Rundwanderweg wird durch einen Moorlehrpfad aufgewertet, der über die Lebensbedingungen der heimischen Flora und Fauna aufklärt. (VL)