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Die Entwicklung am Campagnereiter-Areal interessiert zahlreiche BürgerInnen.
Die Entwicklung am Campagnereiter-Areal interessiert zahlreiche BürgerInnen.

Erstes BürgerInnenforum zum Campagne-Areal

Rund 160 BürgerInnen trafen sich im Volkshaus Reichenau

Im Rahmen des kooperativen Planungsverfahrens für das Campagne-Areal wurde gestern das erste BürgerInnen-Forum veranstaltet. Rund 160 interessierte BürgerInnen nahmen teil.

„Das Areal in der Reichenau bietet die einmalige Chance einen neuen Stadtteil zu entwickeln und damit in der Reichenau weiter zu bauen. In Bezug auf die vorausschauende Planung für diese 8,5 Hektar Stadtgebiet ist die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger für die Stadtregierung wesentlich“, betont Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

„Das kooperative Planungsverfahren stellt eine neue Methode dar. Uns geht es darum die BürgerInnen einzubinden. Wir haben keine vorgefertigten Pläne in der Schublade liegen und nehmen Ihre Anregungen gerne auf“, betont Planungsstadtrat Mag. Gerhard Fritz.

Am Campagne-Areal entsteht auf einer Fläche von rund 84.000 m2 ein neues Stadtviertel mit rund 1.000 Wohnungen, Grünflächen, Sportanlagen sowie sozialer Infrastruktur entstehen. Koordiniert wird das Projekt von der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft. Neben einem Mobilitätskonzept und einem Energiekonzept wird bei den Planungen auf soziale Nachhaltigkeit gesetzt.

 

Behandelte Themeninseln

Im Rahmen des BürgerInnenforums wurden die Themenbereiche „Nutzung-Bebauung“, „Freiraum- Sport“, „Mobilität – Verkehr“, „Offene Themeninsel“ besprochen. Für die BürgerInnen bestand die Möglichkeit, ihre Anregungen aufzuschreiben und einzubringen.

Mobilität:

Hier lag den Anwesenden vor allem der Erhalt sowie der Ausbau der Fuß- und Radwegverbindungen am Herzen. Darüber hinaus wurden Anliegen zum öffentlichen Verkehr sowie zu den Regelungen für Zufahrten und Tiefgaragen eingebracht.

Sport:

Am Campagne-Areal haben viele Sportvereine schon jetzt ihre Heimat. Den TeilnehmerInnen des Forums war es wichtig, auch vereinsfernen AnwohnerInnen ein „bewegtes“ Angebot in Gemeinschaftsgärten anzubieten. Dabei besteht der Wunsch lokales Wissen einzubinden.

Bebauung:

Heftig diskutiert wurden alle Fragen zu Dimension und Dichte des Bauvorhabens. Auf wünsch der Interessierten sollten kleine Geschäfte, Cafés sowie ein Veranstaltungszentrum. Auch die Punkte generationenübergreifendes Wohnen und Seniorenwohnen wurden angesprochen. Darüber hinaus sollten nach Meinung der Anwesenden kleinen Einheiten gegenüber großen Bauten der Vorzug gegeben werden. Damit in Verbindung steht die Sorge vor zu großen Häusern. Diese wurden von einer anderen Gruppe im Sinne der Schaffung von mehr Wohnraum wiederum befürwortet.

Planungen beginnen jetzt

Mit heutigem Tag beginnen die Planungen. Alle Ergebnisse und Anregungen aus dem BürgerInnenforum werden aufgenommen und bearbeitet. Am 14. Juni wird eine offene Werkstatt veranstaltet, in die alles bisher Erhobene einfließt.

Ambitionierter Fahrplan

Am 27. Jänner fällte der Innsbrucker Gemeinderat den Grundsatzbeschluss. Bereits am 14. März wurden die Verträge unterzeichnet. Am 14. April fiel die Entscheidung über die ArchitektInnen für die Grundlagenplanung. Zum Zug kommen Rüdiger Leiner (Wien, u.a. Seestadt Aspern), Futurafrosch/MET (beide Zürich) sowie das Innsbrucker Büro Stadt:Labor (Mutschlechner/Lanz). Bis Juli wird in Workshops das Leitbild zum Areal erarbeitet. Im September 2016 soll der Masterplan stehen. (KR)