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Gruppenfoto beim Pressegespräch
Gruppenfoto beim Pressegespräch

Freiwillige stärken den Schutzwald um Innsbruck

25. September bis 01. Oktober: Bergwaldprojekt des Österreichischen Alpenvereins

Neun freiwillige HelferInnen aus vier Nationen engagieren sich für den Schutzwald oberhalb von Innsbruck. Vom 25. September bis 01. Oktober 2016 findet zum siebten Mal das Bergwaldprojekt des Österreichischen Alpenvereins in Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck, dem Landesforstdienst Tirol und dem Tiroler Forstverein statt.

Die bergbegeisterten Freiwilligen verbringen in dieser Zeit Tag und Nacht auf der 1.487m hochgelegenen Höttinger Alm. Inmitten der Innsbrucker Nordkette führen die HelferInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und der Ukraine gemeinsam Aufforstungs-, Pflege- und Schutzarbeiten durch. Sie unterstützen damit die wichtigen Arbeiten des Innsbrucker Forstamts mit dem Ziel, den Bergwald zu stärken, der die Stadt Innsbruck vor Muren und Lawinen schützt.

Stadtrat Franz X. Gruber ist dankbar für die Freiwilligenarbeit: „Es ist nicht selbstverständlich, was hier von den Freiwilligen an Anstrengung und Zeit für die Stadt und den Bergwald investiert wird“. Neben den technischen Bauten für Lawinenschutz, die in Zukunft erweitert werden sollen, sei die Bergwaldarbeit ein unverzichtbarer Teil für den Schutz der Stadt.

Der Wald als Lawinenschutz

Innsbruck ist die einzige Landeshauptstadt in Österreich, die von Lawinen und Muren bedroht ist. Der Bergwald auf der Nordkette schützt die Innsbrucker Bevölkerung vor diesen Naturgefahren. Um diese essentielle  Schutzfunktion zu erhalten, bedarf es jedoch entsprechender Pflege. Unter der Leitung von Roland Noichl und mit Unterstützung von Förster Kurt Pröller wird der Bergwald daher fleißig aufgeforstet und gepflegt.

Die Arbeit auf der Fläche

Dabei werden unter anderem 1.500 bis 2.000 Bäume gepflanzt. Vor allem Lärchen, aber auch Fichten und Tannen finden auf einer Fläche von etwa einem Hektar einen neuen Platz im Bergwald. „Dort wo der oft überalterte Bergwald nicht mehr intakt ist, muss er rasch und stetig wiederhergestellt werden“, sagt Peter Kapelari, Projektleiter des Bergwaldprojekts im Österreichischen Alpenverein. Eine Voraussetzung für starke Wälder ist die Dickungspflege, bei der der Bestand reguliert wird. Zudem werden junge Bäume von Unkraut befreit, um sie beim Wachstum zu unterstützen. Das "Verstreichen“ soll die Bäume zusätzlich vor Wildverbiss schützen. Weitere Aufgaben sind etwa Steigsicherung um Erosionen am Boden zu verhindern.

„Es geht beim Bergwaldprojekt aber auch darum, gemeinsam ein Bewusstsein für die Wichtigkeit eines guten und starken Bergwaldes zu schaffen“, sagt Kurt Ziegner, Präsident des Tiroler Forstvereins.

Die bergbegeisterten TeilnehmerInnen

Die fünf Frauen und vier Männer im Alter von 22 bis 67 Jahren scheuen sich nicht vor der körperlichen Arbeit. „Im Gegenteil, ich habe sehr viel Freude und Spaß an der Arbeit“, sagt Larissa, die bereits zum zweiten Mal beim Bergwaldprojekt „Höttinger Alm“ mit dabei ist. Außerdem möchte sie, „der Natur etwas zurückgeben. Mir ist es ein Anliegen, dass auch noch Generationen nach uns eine Natur vorfinden, wie wir sie vorgefunden haben.“ So lautet auch der Grundtenor in der buntgemischten Gruppe der TeilnehmerInnen. Die bewusste Wahrnehmung der Natur, das gemeinschaftliche Erlebnis und das atemberaubende Bergpanorama mit Blick auf Innsbruck runden die Bergwaldwoche auf der Höttinger Alm ab.