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Der Baumpflegetrupp des städtischen Grünanlagenamtes mit den Gartentechnikern Clemens Moser (l.) und Stefan Engele (r.) vor der neuen Hubarbeitsbühne und dem neuen Manschafftstransporter.
Der Baumpflegetrupp des städtischen Grünanlagenamtes mit den Gartentechnikern Clemens Moser (l.) und Stefan Engele (r.) vor der neuen Hubarbeitsbühne und dem neuen Manschafftstransporter.

Nachhaltiges Pflegekonzept für Innsbrucks Bäume

Baumpflegekonzept des städtischen Grünanlagenamtes wird konsequent umgesetzt

Die Stadt Innsbruck besitzt auf etwa 123 ha Grünflächen rund 25.000 Bäume, deren Wert mit etwa 25 Millionen Euro zu beziffern ist. Die Bäume der Stadt werden immer stärker von diversen Umwelteinflüssen, wie beispielsweise der Absenkung des Grundwasserspiegels oder vom Menschen direkt verursachten Umständen, wie Salzstreuung, Unfallschäden oder Bodenverdichtung, beeinträchtigt. Deshalb wurde auf Initiative des ressortzuständigen Stadtrates Mag. Gerhard Fritz vom städtischen Amt für Grünanlagen ein eigenes Baumpflegekonzept erarbeitet, das bereits umgesetzt wird. 

Fachkräfte im Einsatz

Baumpflege erfordert nicht nur fachgerechtes Wissen und Fertigkeiten, sondern nimmt auch viel Zeit in Anspruch. „Um die verantwortungsvolle Aufgabe der Baumpflege auch zukünftig ordnungsgemäß durchführen zu können, wurde im heurigen Frühjahr der Personalstand um drei Mitarbeiter erweitert“, erläutert Bürgermeisterin und Personalreferentin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Laufende Weiterbildungsmaßnahmen für die spezialisierten Mitarbeiter sowie die Ausbildung der Lehrlinge auf dem Fachgebiet sind ebenfalls im Baumpflegekonzept verankert. 

Bäume prägen Innsbrucks Stadtklima

„Innsbrucks Bäume prägen das Erscheinungsbild unserer Stadt und spielen eine wesentliche Rolle zum Erhalt der ausgezeichneten Lebensqualität in der Tiroler Landeshauptstadt“, ist Stadtrat Fritz überzeugt: „Um den Baumbestand gesund und vital zu halten, wurde von den Fachkräften des städtischen Grünanlagenamtes ein umfassendes Baumpflegekonzept erarbeitet.“

Bäume spielen eine wesentliche Rolle in der Ökologie und sind verantwortlich für das gute Stadtklima Innsbrucks, beispielsweise durch Sauerstoffproduktion, Staubbindung und Schattenbildung. „Dem Erhalt von großen Bäumen gilt dabei besondere Aufmerksamkeit, denn nicht nur der ökologische, sondern auch der ideelle Wert der Bäume für die Bevölkerung Innsbrucks ist uns bewusst“, führt Fritz weiter aus. 

Arbeitssicherheit und moderne technische Ausstattung

Für Ing. Thomas Klingler, Amtsleiter der städtischen Grünanlagen, ist neben der fachgerechten Baumpflege auch die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter der beiden Baumpflegetruppen besonders wichtig: „Die Pflegearbeiten am Baum sind gefährlich, anspruchsvoll und sehr kräfteraubend. Um die Sicherheit unserer Mitarbeiter gewährleisten zu können, haben wir die Schutzausrüstungen modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht.“ Im Rahmen des Baumpflegekonzeptes wurde die technische Ausstattung um eine Hubarbeitsbühne und einen zusätzlichen Mannschaftstransporter erweitert. Auch im Bereich der notwendigen Kleingeräte, wie zum Beispiel Motorsägen und baumchirurgische Geräte, wurde eine Aufstockung vorgenommen. 

Der Lebenszyklus eines Baumes

Um den Bäumen ein möglichst langes Leben in Innsbruck zu ermöglichen, sind verschiedenste Maßnahmen notwendig:
- Durch die richtige Baumauswahl für die verschiedenen Standorte, dem Bau geeigneter Baumscheiben und der fachgerechten Pflanzung können bereits gute Voraussetzungen für ein langes Leben der Bäume geschaffen werden.
- Darauf folgend sind die Mitarbeiter bei der Anwuchspflege, dem Aufbau- und Erziehungsschnitt bzw. der Entwicklungspflege der Jungbäume gefordert. Fallweise sind auch diverse Pflanzenschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die Miniermottenbekämpfung bei Kastanien, durchzuführen.
- Der „letzte Akt“ in der Baumpflege ist die Fällung eines Baumes. Nachdem Bäume Lebewesen sind, gibt es auch bei ihnen ein Enddatum. Diese letzte Maßnahme ist mit der meist folgenden Ersatzpflanzung aber zugleich auch der Start für einen neuen Pflegezyklus. (VL) 

Weitere Infos und Kontakt:
Amt für Grünanlagen
Triendlgasse 13
Tel.: +43 512 5360 7150
E-Mail: post.gruenanlagen-stadtgartendirektion@innsbruck.gv.at