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Empfingen Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer in ihrem Betrieb (v.l.): Eric Veulliet (CEO), Angela Michiko Hama (Operative wissenschaftliche Leitung) und Stefan Ortner (Vize-CEO).
Empfingen Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer in ihrem Betrieb (v.l.): Eric Veulliet (CEO), Angela Michiko Hama (Operative wissenschaftliche Leitung) und Stefan Ortner (Vize-CEO).

Unternehmen alpS: Mit KnowHow zum Erfolg

Das alpS Zentrum forscht, entwickelt und berät um nachhaltige Lösungen im Umgang mit den Folgen des Klimawandels in Gebirgsräumen zu finden. Das international tätige Unternehmen kann auf einen Jahresumsatz von 5 bis 6 Millionen Euro verweisen. Bei einem Besuch von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer zeigte Dr. Eric Veulliet (Centre Management Comet Bereich) auf, welche Geschichten, Ideen und Zukunftswünsche das Unternehmen vereint.

Können Sie die Gründungsgeschichte Ihrer Firma beschreiben?

Die alpS GmbH wurde 2002 als Trägergesellschaft für das „Zentrum für Naturgefahrenmanagement“ gegründet. Die damaligen Eigentümer – Universitäten, Unternehmen und Landesgesellschaften – bildeten die Idee hinter dem Zentrum ab. Gemeinsam KnowHow aufbauen, um mit Forschung und Entwicklung den großen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Heute liegt der Schwerpunkt des Zentrums bei der Erarbeitung von nachhaltigen Lösungen im Umgang mit den Folgen des Klimawandels in Gebirgsräumen, wie z.B. Steigerung des Anteils an regionalen, erneuerbaren Energieträgern, Risikomanagement oder Planungs- und Prognosesysteme. 

Warum haben Sie Innsbruck als Standort gewählt?

Innsbruck ist das Herz der Alpen. In keiner anderen Stadt ist die Verschneidung zwischen Naturraum und Lebens-/Wirtschaftsstandort im Gebirgsraum so groß wie hier. Und genau an dieser Schnittstelle setzten wir unsere Forschung und Beratung an. Zudem hat Innsbruck in der Gebirgsforschung international einen sehr guten Ruf und eine starke Forschungslandschaft. 

Was sind die drei größten Vorteile am Firmenstandort Innsbruck?

Vor allem die Nähe zur Universität Innsbruck ist entscheidend. Dies bedeutet für uns einen Zugang zu enorm viel KnowHow und zu potenziellen MitarbeiterInnen. Die sehr guten Rahmenbedingungen und die Infrastruktur runden das Bild ab. 

Was war das kurioseste Ereignis, dass Sie in Ihrer Firma erlebt haben?

Das enorme Medieninteresse aus aller Welt, zahlreicher TV-Sender aus den USA bis nach Korea, als wir vor ca. zehn Jahren angefangen haben, Gletscher versuchsweise gegen das Schmelzen im Sommer abzudecken. Eine ungewöhnliche aber sehr erfolgreiche Lösung, die die Welt offensichtlich verwundert und interessiert hat. 

Was war bisher der herausforderndste/aufregendste Auftrag?

Vor ein paar Jahren durften wir im Auftrag des Landes Tirol die Gefahrensituation in ALLEN Tiroler Gemeinden, nach einer von uns entwickelten Methode aufnehmen. Diese Arbeit wurde 2011 durch die Vereinten Nationen mit einer Auszeichnung an das Land Tirol und die Stadt Lienz gewürdigt. Wer kann schon auf einen UN-Award verweisen? 

Welche Regionen bzw. Länder umfassen Ihre Geschäftsbeziehungen?

Mittlerweile verfügen wir über ein weltweites Netzwerk und sind zunehmend international tätig. Zusammen mit unseren Partnern blicken wir vor allem nach Europa und Asien. 

Wie wollen Sie Ihr Unternehmen weiterentwickeln?

Zum einen wollen wir den Status eines COMET-K1-Zentrums über das Jahr 2017 hinweg erhalten – als Zeichen für Exzellenz und für die enge Kooperation mit der Wirtschaft. Dies sichert am Standort Innsbruck mind. 60 hochqualifizierte Arbeitsplätze. Zum anderen wollen und müssen wir das internationale Beratungsgeschäfts weiter ausbauen. Die Lösungen und das KnowHow „Made in Tirol“ sind weltweit konkurrenz- und vermarktungsfähig. Wir müssen „nur“ den Weg zu den Kunden verstärkt finden. 

Was würden Sie tun, wenn Sie Bürgermeisterin/Bürgermeister von Innsbruck wären?

Das ist eine Riesenaufgabe mit sehr vielen Facetten, die eine einzelne Person nicht alleine lösen kann. Da braucht man ein starkes Team, gute MitarbeiterInnen und wahrscheinlich auch gute Nerven und ein „dickes Fell“. Aus ähnlichen – wenn auch viel kleineren Herausforderungen – habe ich gelernt, dass vor allem Zuhören und Verstehen, eine wertvolle Grundlage darstellen. Mit vernünftigem Menschenverstand ergibt sich dann alles Weitere.