Logo Innsbruck informiert

Winterdienst auf Hochtouren

Rund 120 MitarbeiterInnen des Amtes für Straßenbetrieb sind derzeit für die Schneeräumung im Einsatz. Die Lawinenkommission bewertet täglich die Lage.

Der städtische Winterdienst ergriff früh genüg vorbereitende Maßnahmen und kann so den anhaltenden Schneefall bewältigen.

Die Lawinenkommission der Stadt Innsbruck beurteilt seit dem ersten Schneefall täglich die Lawinensituation auf der Innsbrucker Nordkette. Aufgrund der jeweiligen Empfehlungen der Lawinenkommission werden, wenn erforderlich, Wege im Wandergebiet gesperrt.

 

Die Sperre des Kollner Weges, des Bildhöll und des Rosnerweges vom 31. Dezember wurde am 2. Jänner wieder aufgehoben.

 

 

Im Dauereinsatz

Insgesamt sind derzeit 120 Mitarbeiter im Amt für Straßenbetrieb in der Roßaugasse mit dem Winterdienst beschäftigt. Der gesamte Fuhrpark mit 27 Fahrzeugen ist für Räumung und Streuung im Einsatz, davon 15 Großfahrzeuge (Unimog, LKW) zur Betreuung der Fahrbahnen und 12 Geräteträger zur Betreuung von Gehsteigen und Radwegen. Um für alle Situationen gerüstet zu sein, stehen noch 25 externe Fahrzeuge zum Einsatz bereit oder sind teilweise schon bei Räumungsarbeiten aktiv.

„Um die rund 550 km Fahrbahnen und über 400.000 m2 Geh- und Radwege zu betreuen, das heißt vom Schnee zu befreien und zu streuen, sind unsere Mitarbeiter derzeit im Dauereinsatz“, erläutert Amtsleiter Mühlmann: „Leider können wir nicht überall gleichzeitig sein und bitten bei den Bewohnerinnen und Bewohnern um Verständnis.“ Bei massiven Schneefällen, wie in den letzten Tagen, reicht Räumung und Streuung aber nicht mehr aus. In diesen Fällen muss der Schnee abtransportiert werden. 

Das Amt für Straßenbetrieb hat seit Anfang Dezember drei neue Salzsilos inklusive Soleanlage mit einem Fassungsvermögen von 1200 Tonnen Siedesalz in Betrieb. Darüber hinaus wurden zwei neue Nutzfahrzeuge angeschafft, die im Winterdienst im Einsatz sind. Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Amtsvorstand DI Josef Mühlmann sind sich einig: Alle Vorbereitungen wurden rechtzeitig getroffen.

„In die Betreuung des Amtes Straßenbetrieb fallen rund 3 Mio. m² Fahrbahnen, Gehsteige und Radwege. Für die Sicherheit auf diesen Flächen wurden im letzten Winter ca. 1.100 Tonnen Siedesalz verwendet“, betont Vizebürgermeister Kaufmann.

 

Siedesalz statt Steinsalz

Gemäß der langjährigen Praxis wurde auch diesen Winter auf Siedesalz im Gegensatz zu Steinsalz gesetzt. Der Grund liegt auf der Hand: Steinsalz ist zwar in der Anschaffung deutlich günstiger, weist aber stärkere Verunreinigungen auf und wirkt sich daher negativ auf die Feinstaubbelastung aus. „Siedesalz hingegen hat einen Reinheitsgrad von ≥ 99,6 % NaCl – Anteil, entspricht höheren Qualitätsanforderungen und ist damit auch umweltfreundlicher“, erklärt Josef Mühlmann. Das Salz kommt von den Salinen Austria.

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Amtsleiter für Straßenbetrieb Josef Mühlmann vor einem der beiden neu angeschafften Winterdienstfahrzeuge, die bei den akuten Schneefällen im Dauersatz sind.
Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Amtsleiter für Straßenbetrieb Josef Mühlmann vor einem der beiden neu angeschafften Winterdienstfahrzeuge, die bei den akuten Schneefällen im Dauersatz sind.

Heuer wurden zudem zwei neue Winterdienstfahrzeuge (ein Unimog inkl. Zusatzgeräte und ein Geräteträger inkl. Zusatzgeräte) angeschafft. Beide Fahrzeuge können ganzjährig sowohl im Winterdienst als auch für die Reinigung eingesetzt werden. (KR)