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Das städtische Amt Straßenbetrieb ist für die „weiße Pracht“ gerüstet – der Winter 2015/16 kann also kommen.
Das städtische Amt Straßenbetrieb ist für die „weiße Pracht“ gerüstet – der Winter 2015/16 kann also kommen.

Der erste Schnee und jetzt? Tipps für einen guten Start in den Winter

Des einen Freud`, des andern Leid: Wenn die weiße Pracht vom Himmel fällt, ist sowohl für das Amt Straßenbetrieb als auch für die AnrainerInnen viel tun. Die Sicherheit der Menschen steht dabei an erster Stelle. Damit der Winterdienst funktioniert, ist Verständnis und Rücksichtnahme nötig.

Der Vorstand des Amtes Straßenbetrieb, DI Josef Mühlmann, beantwortet Alltagsfragen zum Winterdienst.

Was muss ich als AnrainerIn im Rahmen des Winterdienstes tun?

Im Zentrum von Innsbruck ist ein sogenanntes Zwangsreinigungsgebiet eingerichtet, wo die Stadt gegen Entgelt die AnrainerInnenverpflichtung übernommen hat. Ein Straßenverzeichnis des Zwangsreinigungsgebietes ist online unter www.innsbruck.gv.at (Umwelt/Verkehr, Schneeräumung, Räum- und Streupflicht der AnrainerInnen) zu finden. Außerhalb dieses Gebietes besteht für die Eigentümer von Liegenschaften die Verpflichtung gem. §93 StVO Gehsteige und Gehwege entlang ihrer Liegenschaft in der Zeit von 06:00 bis 22:00 Uhr zu räumen und zu streuen. Diese Verpflichtung gilt auch in Haltestellenbereichen. Ist ein Gehweg nicht vorhanden, so ist der Straßenrand in der Breite von 1m zu räumen und streuen. Die EigentümerInnen von Liegenschaften sind auch verantwortlich, dass Schneewechten auf Dächern zur Straße hin entfernt werden. Äste, die durch die Schneelast in Fahrbahnen oder Gehsteige hineinragen, sind zu entfernen.

 

Was muss ich bei der Schneeräumung beachten?

Bei der Räumung privater Flächen darf der Schnee nicht auf die Straße entsorgt werden.

 

Was macht der Winterdienst der Stadt?

Dem Amt Straßenbetrieb obliegt die Betreuung der Gehsteige im Zwangsreinigungsgebiet und der Fahrbahnen. Die Arbeiten erfolgen nach einer festgelegten Prioritätenliste. Bedarfsgerecht wird je nach Bedeutung der Straße geräumt und gestreut. Hauptverkehrsadern und Straßen mit öffentlichem Verkehr gehen dabei vor. Ein Einsatzleiter führt rund um die Uhr Kontrollfahrten durch und koordiniert notwendige Einsätze. Wenn`s ganz dick kommt können kurzfristig private Räumfahrzeuge angemietet werden.

 

Welche Herausforderungen gibt es den ganzen Winter über?

  • Auf Gehsteigen abgestellte Fahrräder behindern die maschinelle Gehsteigbetreuung. Deshalb ist auf Gehsteigen, die eine geringere Breite als 2,5 m aufweisen, gemäß § 68 StVO das Abstellen von Fahrrädern generell nicht gestattet.

  • Bei massiven Schneefällen reichen Räumung und Streuung nicht aus. Der Schnee muss abtransportiert werden, weshalb das Aufstellen von temporären Halte- und Parkverboten unerlässlich ist.

  • Bei entsprechendem Wetter sind die Räumfahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz. Vor allem beim Pflugeinsatz ist dies mit Lärm verbunden.

  • Leider ist es nicht immer möglich auf von AnrainerInnen geräumte Gehsteigabschnitte Rücksicht zu nehmen. Wenn ein städtischer Schneepflug neuerlich Schnee auf einen bereits geräumten Gehsteig schiebt, muss dieser laut Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes wieder von den AnrainerInnen entfernt werden.

 

 

Vorsicht!

„Bei der Durchführung des Winterdienstes auf Gehsteigen kann es aus arbeitstechnischen Gründen vorkommen, dass das Amt Straßenbetrieb Flächen mitbetreut, für welche die Anrainer zur Räumung und Streuung gem. §93 StVO verpflichtet sind. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich dabei um eine (zufällige) unverbindliche Arbeitsleistung bzw. Mitbetreuung des Amtes Straßenbetrieb handelt, aus welcher weder ein Rechtsanspruch noch eine schlüssige Übernahme der Räum- und Streupflicht durch die Stadtgemeinde Innsbruck abgeleitet werden kann. Die gesetzliche Verpflichtung sowie die damit verbundene zivilrechtliche Haftung für die zeitgerechte und ordnungsgemäße Durchführung dieser Arbeiten verbleibt ausschließlich beim Anrainer bzw. Grundeigentümer.“

Ab wann besteht die Winterreifenpflicht?

Die Winterreifenpflicht besteht zwischen 1. November und 15. April. Fahrzeuge dürfen in diesem Zeitraum bei winterlichen Verhältnissen nur mit Winterreifen in Betrieb genommen werden.

 

Kontakt:
Amt Straßenbetrieb
Rossaugasse 4
Tel.: +43 512 5360 7251
E-Mail: post.strassenbetrieb@innsbruck.gv.at

Das Amt Straßenbetrieb...

…betreut rund 550 Fahrstreifenkilometer sowie 130 Kilometer Gehsteige und –wege mit einer Gesamtfläche von 380.000 m2.

…hat im Rahmen des Winterdienstes insgesamt 120 Mitarbeiter im Einsatz.

…verfügt über 26 Fahrzeuge davon 14 Großfahrzeuge (Lkws mit Pflügen, Feuchtsalzstreuer sowie ein Traktor) und 12 kleinere Fahrzeuge (sogenannte Geräteträger), die zur Räumung bereit stehen.