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Sprache(n) im Raum

Veranstaltungen zum „Tag der Muttersprache“ am 20. und 21. Februar

Der Internationale Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur Förderung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt und Mehrsprachigkeit als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis und Respekt. Die Stadt Innsbruck feiert diesen Tag mit Veranstaltungen am Mittwoch, 20. Februar, in den Rathausgalerien und am Donnerstag, 21. Februar, in der Stadtbibliothek (Amraser Straße 2).

„In Innsbruck leben Menschen aus 146 Nationen, die schätzungsweise mehr als 150 Sprachen sprechen,“ berichtet die ressortzuständige Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr (Integration und Bildung): „Wir machen diese Vielfalt anlässlich des Tages der Muttersprache sichtbar. Wir möchten aufzeigen, dass Mehrsprachigkeit die Norm und aus unserem Alltag nicht wegzudenken ist. Dass Menschen mehrsprachig aufwachsen und verschiedene Sprachen beherrschen, ist ein Gewinn für uns alle und ein wertvolles Potenzial für die Gesellschaft.“

Mehrsprachige SchülerInnen im Mittelpunkt

Am 21. Februar ab 10.00 Uhr können BesucherInnen die Stadtbibliothek in unterschiedlichen Sprachen entdecken. Ab 15.00 Uhr beantwortet das mehrsprachige Team im Rahmen des „Infopoints“ Fragen rund um die Bibliothek. Den Abschluss des Programms bildet um 19.00 Uhr ein Theaterstück einer mehrsprachigen Theatergruppe sowie vier Reden von SchülerInnen der Neuen Mittelschule (NMS) Hötting West. Zu den Themen „Zukunft braucht Herkunft“, „Europa, die Welt und wir“, „#metwo – empowern und empören“ und „Das Recht, Rechte zu haben“ haben vier Jugendliche Vorträge für den österreichweiten Redewettbewerb „Sag´s Multi“ verfasst und damit ihre rhetorischen Fähigkeiten bereits in Wien unter Beweis gestellt. Drei Burschen und ein Mädchen äußern ihre Meinung auf Deutsch und in ihrer jeweiligen Muttersprache (Italienisch, Bulgarisch, Arabisch) bzw. in einer erlernten Fremdsprache (Englisch).

Zu hören sind diese Reden auch bereits am Mittwoch, 20. Februar, um 15.00 Uhr vor dem Bürgerservice im Rathaus.„Ich freue mich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie der Schulleitung der NMS Hötting-West, die heuer bereits zum dritten Mal an diesem Wettbewerb teilgenommen haben,“ begrüßt Stadträtin Mayr die Veranstaltung.

Mehrsprachigkeit als Potenzial

Auch der Stadtmagistrat ist vielfältig: Von den rund 1.600 Angestellten sprechen einige eine andere Erst-, Zweit- oder Familiensprache als Deutsch: Spanisch, Italienisch, Schwedisch, Französisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Portugiesisch, Türkisch, Russisch, Altay-Uigurische Turksprache, Karatschaisch, Russisch, Englisch, Arabisch, Kikuyu, Ungarisch, Rumänisch, Montenegrinisch, Kyrillisch, Udmurtisch, Slowenisch oder Kurdisch sind dabei vertreten.

International sind auch die städtischen Pflichtschulen: Derzeit besuchen 695 Kinder einen muttersprachlichen Unterricht in den Sprachen Arabisch, Bosnisch/ Kroatisch/ Serbisch, Bulgarisch, Chinesisch, Igbo, Kurdisch, Persisch/ Farsi, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Ungarisch. (AS)