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Veranstaltungen zum „Langen Tag der Flucht“

Stadt Innsbruck lädt im Rahmen der UNHCR-Aktion zu einem Vortrag und einem Theater.

Das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR rief im Jahr 2012 den „Langen Tag der Flucht“ aus. 2015 wurden zum ersten Mal Events rund um die Themen Flucht und Asyl in allen neun Bundesländern angeboten. Heuer lädt die Stadt Innsbruck am Donnerstag und Freitag, 29. und 30. September, zu einem Expertinnenvortrag und einem Theaterstück zum Thema Flucht. „Die Initiative bietet allen die Möglichkeit, sich auszutauschen und mehr voneinander zu erfahren. Integration bedeutet aufeinander zuzugehen, bei gemeinsamen Veranstaltungen wird das möglich. Die Stadt Innsbruck beteiligt sich daher gern am ‚Langen Tag der Flucht‘“, betont Integrations-Stadtrat, Mag. Gerhard Fritz.

Das Programm der Stadt Innsbruck:

  • 29. September, 20:00 Uhr, Treibhaus:

Theateraufführung „Morgen wird besser sein“

Syrien. Der Krieg frisst große Teile der Arabischen Welt – Städte, Menschen, Kultur. Omar versucht sich zu retten, landet nach der Flucht in Österreich und stellt sich Herausforderungen. Zwischen Flüchtlingsheim, Deutschkurs und zurückgelassenem Andreas Hofer stellt sich die Frage, wo die Vergangenheit aufhört und die Zukunft anfängt. SchauspielerInnen sind AsylwerberInnen und Einheimische, für die Leitung zeichnet Hassan Rashwan verantwortlich.

  • 30. September, 19:00 Uhr, Rathaus Innsbruck (Plenarsaal, 6. Stock):

Dr. Gudrun Harrer: „Die vielen Kriege im Nahen Osten“

Vor fünf Jahren hat mit dem „Arabischen Frühling“ im Nahen Osten eine große Umbruchsbewegung begonnen, die noch lange nicht abgeschlossen ist. In den einzelnen Ländern gibt es lokale Probleme und Gewalt sowie eine Vielzahl an Akteuren mit ihren unterschiedlichen Interessen. Dazu kommt der große Stellvertreterkonflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran. Auch die Lage in der Türkei und die Kurdenfrage haben sich zu wichtigen Faktoren entwickelt. Europa, das mit Flüchtlings- und Migrationsbewegungen konfrontiert ist, zahlt ebenfalls einen hohen Preis. Der Vortrag von Dr. Gudrun Harrer ist der Versuch einer Erklärung der sehr komplexen Situation im Nahen Osten und lädt ein zur Diskussion. (SAKU)