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Ein neues Juwel für unsere Sportstadt

Spatenstich des neuen WUB-Kletterzentrums feierlich begangen

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Innsbruck ist Sportstadt. Ein Blick in die Zukunft zeigt: Das wird auch so bleiben. Heute wurde der Spatenstich für das neue Kletterzentrum am WUB-Areal – und damit die Grundlage für weitere internationale Wettkämpfe in unserer Stadt – feierlich begangen.

Veranstaltungen, wie der jährliche Air & Style-Contest, die International Children’s Games oder die Bob- und Skeleton-WM sind nur einige weitere Beweise, dass die Tiroler Landeshauptstadt nicht nur wegen ihrer Olympischen Vergangenheit weit über die Landesgrenzen hinaus als renommierte Sportstadt bekannt und beliebt ist. Innsbruck und London sind die einzigen Städte weltweit in denen bereits drei Veranstaltungen des Internationalen Olympischen Komitees eröffnet wurden.

„Natürlich spielt die geografische Lage Innsbrucks eine wichtige Rolle: Mitten in den Bergen gelegen, bietet sich die Stadt besonders für die Austragung von Wintersportveranstaltungen an. Aber auch die top ausgebaute Infrastruktur trägt einen wesentlichen Teil dazu bei“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. „Mit dem neuen Kletterzentrum können wir das Angebot noch weiter nach oben schrauben“, so Vizebürgermeister und Sportreferent Christoph Kaufmann.

Auch Mag. Reinhard Eberl (Abteilung Sport, Land Tirol) sieht das Projekt positiv: „Der Bedarf einer modernen Kletterhalle in Innsbruck ist unter Bedachtnahme auf die Entwicklung der Aktivenzahlen im Sportklettern, sowie der Zuwächse im Freizeit- und Leistungssegment gegeben. Mit der WUB Kletterhalle als Landes- und Bundesleistungszentrum wird die einmalige Chance ergriffen Trainings- und Wettkampfsport in allen Leistungsklassen zu bewältigen.“

Bis Ende 2016 soll es fertig sein – das Kletterzentrum und neue Juwel in Innsbrucks Sportlandschaft. Aufgrund der wachsenden Beliebtheit des Klettersports und dem begrenzten Platzangebot im Kletterzentrum am Tivoli entschied sich die Stadt Innsbruck gemeinsam mit dem Land Tirol und dem Bund für die Errichtung des neuen Zentrums am ehemaligen WUB-Areal. In der Jurysitzung im August des vergangenen Jahres konnte der Innsbrucker Architekt DI Thomas Schnizer überzeugen.

Durchgeführt wird das Projekt von der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG). Geschäftsführer Dr. Franz Danler zeigte sich beim Spatenstich erfreut: „Durch das Projekt von DI Schnizer entsteht ein vielseitig nutzbares Ensemble zur Sportausübung. Besonders das Öffnen der Außenanlagen trägt dazu bei, die Attraktivität des Areals in Richtung der Promenade zur Sill zu steigern.“

Der Spatenstich für das neue Kletterzentrum wurde feierlich begangen. V.l.n.r.: Reinhold Scherer (Geschäftsführer Kletterhalle Tivoli), Architekt Thomas Schnizer, Präsident des Kletterverbandes Österreich Eugen Burtscher, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Reinhard Eberl (Abteilung Sport, Land Tirol), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, IIG-Geschäftsführer Franz Danler, Lucas Krackl (Vorsitzender des Bauausschusses)
Der Spatenstich für das neue Kletterzentrum wurde feierlich begangen. V.l.n.r.: Reinhold Scherer (Geschäftsführer Kletterhalle Tivoli), Architekt Thomas Schnizer, Präsident des Kletterverbandes Österreich Eugen Burtscher, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Reinhard Eberl (Abteilung Sport, Land Tirol), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, IIG-Geschäftsführer Franz Danler, Lucas Krackl (Vorsitzender des Bauausschusses)

Bouldern & Seilklettern

Das Projekt überzeugt durch seine Vielfältigkeit: Während in der bestehenden WUB-Halle ein großer Boulderbereich vorgesehen ist, entsteht zusätzlich eine freistehende turmartige Kletteranlage für das Seilklettern im Freien. Der zentrale Bestandteil der neuen Anlage wird die Seilkletterhalle sein, in der die wesentlichen Funktionen des Zentrums sowie die großen wettkampftauglichen Indoor-Kletterwände untergebracht werden. Das komplette Zentrum wird barrierefrei errichtet. Auch ein Café und ein Empfangsbereich finden Platz. „Neben den wettkampftauglichen Wänden wird es auch Bereiche für Schulungen und Anfänger geben. Von Anfang an war klar, dass das neue Zentrum Raum für alle klettersportbegeisterten Personen werden soll. Ich bin davon überzeugt, dass das durch den Entwurf von DI Schnizer gelingt“, zeigt sich Kaufmann überzeugt vom Projekt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro, die von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und dem Bund getragen werden.

„Stresstest“ & Bestätigung für die Anlage

Gerade eben wurde der Spatenstich begangen, doch die Planungen für den Betrieb der fertiggestellten Halle laufen bereits auf Hochtouren. So erhielt Innsbruck beispielsweise den Zuschlag für die „World Youth Championships 2017“ (Kinder- und Jugend-Kletter-WM). Von 30. August bis 09. September 2017 werden ca. 1.200 AthletInnen aus rund 60 Nationen bei dieser Veranstaltung erwartet. „Die Freude über den Zuschlag ist natürlich groß“, erklärt Vizebürgermeister Kaufmann: „Gleichzeitig kann die Veranstaltung als Stresstest für die neue Sportstätte herangezogen werden. Dass wir bereits jetzt, beinahe zeitgleich zum Spatenstich, eine Großveranstaltung planen können, ist zwar eine Herausforderung aber auch eine Bestätigung für das Projekt.“

Weltmeisterschaften 2018

Für das Jahr 2018 konnte ebenfalls bereits im Vorfeld der Bauarbeiten eine internationale Kletter-Großveranstaltung fixiert werden: 25 Jahre nach der letzten Kletter-WM in Innsbruck findet diese Veranstaltung wieder in der Tiroler Landeshauptstadt statt. Unter dem Motto „innsbruck 2018 – make friends. climb. celebrate“ werden rund 750 AthletInnen aus ca. 70 Nationen erwartet. In den Bewerben Vorstiegklettern, Bouldern, Speedklettern und Paraclimbing finden vom 10. bis 16. September 2018 die Wettkämpfe um Gold, Silber und Bronze statt.

Aktuelle Bilder vom Baufortschritt des neuen Kletterzentrums finden Sie via Webcam hier. (DH)