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Das Wohnungsservice, Sachbereich Wohnbau-Förderungen, berät InnsbruckerInnen bei den verschiedenen Subventionen.
Das Wohnungsservice, Sachbereich Wohnbau-Förderungen, berät InnsbruckerInnen bei den verschiedenen Subventionen.

Sparsamer Umgang mit Energie im Wohnbereich

Die Stadt Innsbruck fördert verschiedene Investitionen für die Sanierung von Wohnungen. Unter anderem mit „energetischen Sanierungen“ können InnsbruckerInnen ihre Lebensqualität in den eigenen vier Wänden erhöhen.

Heizen, Kühlen, Wassersparen – Themen, die in jedem Haushalt eine Rolle spielen. Besonders bei in die Jahre gekommenen Wohnobjekten können Energiekosten mitunter hoch ausfallen. Damit dem Abhilfe geschaffen werden kann, unterstützt die Stadt Innsbruck BewohnerInnen bei verschiedenen Sanierungen. Sie fördert Maßnahmen bei Wohngebäuden zur Erhöhung des Wärme- und Schallschutzes sowie umweltfreundliche Maßnahmen. Dafür muss eine Baubewilligung zumindest zehn Jahre zurückliegen.
Es werden jedoch sowohl bei der Sanierung als auch bei Neubauten die Errichtung von Solaranlagen und seit 2015 die Installation einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe gefördert.

Energie im Fokus

Im Rahmen des Innsbrucker Energieplans 2050 wurde ein Fördermodell ausgearbeitet, in dem den InnsbruckerInnen eine finanzielle Unterstützung bei Maßnahmen, die der Reduzierung des Heizwärmebedarfs und dem Schallschutz dienen, angeboten
wird. Die sogenannte „energetische Sanierung“ bezieht sich auf die Gebäudehülle. Voraussetzung dafür ist, dass vor Beginn der Sanierungsarbeiten ein Energieberatungsgespräch geführt wird. Die Standards der Wärmedämmung der Stadt Innsbruck liegen höher als jene der Landesförderung – damit leistet sie einen wesentlichen Beitrag für Energieeinsparung und Umwelteffizienz. Für umfassende thermische Gesamtsanierungen von Gebäuden erhalten FörderwerberInnen zusätzlich einen sogenannten Ökobonus.

Beispiel zur Berechnung

Die Höhe der Förderung hängt von der Haushaltsgröße und der Nutzfläche ab und liegt bei höchstens 750 Euro pro Quadratmeter. Die förderbare Investitions-Obergrenze von Sanierungsmaßnahmen beträgt in diesem Beispiel eines 4-Personen-Haushalts 82.500 Euro. Bei der Sanierung eines Musterhauses werden daher derzeit für die Einzelmaßnahmen Fördermittel von 12.375 Euro der Stadt Innsbruck und 20.625 Euro vom Land Tirol ausgeschüttet. Zusätzlich wird mit der Ökostufe 2 und einer Verbesserung des Heizwärmebedarfs von 65 Prozent eine Ökobonus-Zusatzförderung von 3.000 Euro der Stadt Innsbruck und 6.600 Euro vom Land Tirol erzielt. Das bedeutet eine Gesamtförderung von 42.600 Euro.

„Investitionen in die eigenen vier Wände sind auch Investitionen in die Lebensqualität. Die Stadt Innsbruck unterstützt Bewohnerinnen und Bewohner daher gerne finanziell in vielen Bereichen mit verschiedenen Förderungen.“

Stadtrat Andreas Wanker

Stadtrat Andreas Wanker

Weitere Unterstützungen

Eine weitere Förderung der Stadt wird für ältere InnsbruckerInnen angeboten. Sie haben die Möglichkeit, ihre Bäder in seniorInnengerechte Nasszellen umzubauen – dabei liegt die Förderung bei einer Obergrenze von 10.000 Euro im Bereich von 35 Prozent. Auch das Land Tirol unterstützt den Badumbau im Rahmen der Wohnhausanierung bei einer Obergrenze von 7.800 Euro mit 25 Prozent. Für die Mietzins- und Annuitätenbeihilfe gibt es seit September 2016 geänderte Voraussetzungen. Das Wohnungsservice der Stadt Innsbruck berät bei Fragen zur Mietzinsbeihilfe auch telefonisch jeweils Montag bis Freitag, von 08:00 Uhr bis 09:30 Uhr sowie Montag bis Donnerstag ab 14:00 Uhr, unter der Telefonnummer +43 512 5360 2152.

Beratung im Stadtmagistrat

Tipps, wie „man mehr herausholen kann“, erteilen die Techniker der städtischen Förderstelle. Im Vorjahr wurden dort 470 Anträge im Rahmen der energetischen Sanierung gestellt. Bei einer Gesamtinvestition von knapp 12 Millionen Euro wurden rund 1,3 Millionen Euro an Subventionen ausgeschüttet, hinzu kommen noch 86.000 Euro für den Ökobonus. Für sämtliche Förderungen sind die Formulare im Internet abrufbar bzw. liegen ausgedruckt im Stadtmagistrat auf. Über entsprechende Links sind dort auch die Anträge auf Landesförderungen zu finden. Detaillierte Informationen erhalten Interessierte im Wohnungsservice, Sachbereich Wohnbau-Förderungen bzw. online unter www.innsbruck.gv.at (Förderungen/Finanzen > Bauen/Wohnen). SAKU