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Die MitarbeiterInnen der ISD kümmern sich liebevoll um ihre KlientInnen.
Die MitarbeiterInnen der ISD kümmern sich liebevoll um ihre KlientInnen.

Qualitatives Angebot für Pflegepersonal

Knapp 700 MitarbeiterInnen kümmern sich bei den Innsbrucker Sozialen Diensten um die Betreuung von KlientInnen in der stationären und mobilen Pflege. Damit sie sich auch in ihrem oft schwierigen Arbeitsumfeld wohlfühlen, setzt die städtische Tochter vielfältige Maßnahmen.

Die Innsbrucker Soziale Dienste GmbH (ISD) ist der größte Heimträger in Westösterreich. Neben einem weitreichenden Angebot für stationäre Pflege gibt es von der städtischen Tochtergesellschaft auch das Angebot mobiler Betreuung. Rund 700  MitarbeiterInnen insgesamt sorgen dafür, dass Innsbrucks Bevölkerung bestens versorgt altern kann. Im mobilen Bereich bietet die ISD der Innsbrucker Bevölkerung professionelle Hauskrankenpflege ebenso wie niederschwellige Haushaltshilfe an. Das vielfältige Angebot, das von der Unterstützung im Haushalt bis hin zum komplexen Verbandswechsel reicht, wird derzeit von mehr als 700 KlientInnen regelmäßig angenommen. Ein eigenes Team kümmert sich auch um den Bereich Wohnungslosenhilfe.
Die stationäre Pflege umfasst acht Wohn- und Pflegeheime mit rund 1.000 Betten zur Dauerpflege. Zusätzlich werden Kurzzeit-und Tagespflegeplätze angeboten, die vor allem pflegende Angehörige entlasten sollen, erläutert Dr. Reinhard Griener, zuständig für das Qualitätsmanagement. In der städtischen Herberge finden zudem bis zu 20 pflegebedürftige obdachlose Menschen einen Pflegeplatz.

Flexibilität

„Wir legen großen Wert auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance“, erklärt Griener. „Immer im Rahmen unserer Möglichkeiten“, ergänzt Mag. Thomas Strickner, Bereichsleiter der mobilen Dienste. „Jene Aspekte, die im Einflussbereich der  Unternehmensführung liegen, werden im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestaltet.“ Als Beispiele nennen die beiden Führungskräfte das Fort- und Weiterbildungsprogramm der ISD, die überdurchschnittliche Flexibilität beim Dienstausmaß sowie die hervorragenden Aufstiegschancen. „Es gab schon Bedienstete, die bei uns als ungelernte Arbeitskraft starteten und als Pflegedienstleitung endeten.“ Auch der Anteil teilzeitbeschäftigter MitarbeiterInnen deutet darauf hin, dass bei der ISD auf ein lebenswertes Verhältnis zwischen Frei- und Arbeitszeit geachtet wird. Etwa 60 Prozent der Pflegenden sind teilzeitbeschäftigt.

Fortbildungen

Der Pflegeberuf bringt es mit sich, dass mitunter in der Nacht und an Wochenenden gearbeitet werden muss. „Wenn man es negativ betrachtet, könnte man das als Nachteil sehen“, sagt Griener. Anders gesehen, lasse sich darin aber sogar ein Vorteil erkennen. „Weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft zu einer Zeit frei haben, zu der die anderen arbeiten müssen.“

„Der Pflegeberuf verlangt jeder und jedem Einzelnen vieles ab. Die Innsbrucker Sozialen Dienste schaffen dabei mit ihrem stationären und mobilen Angebot qualitativ hochwertige, bestmögliche Rahmenbedingungen.“

Vizebürgermeister Franz X. Gruber

Vizebürgermeister Franz X. Gruber

Nichtsdestotrotz hat auch die ISD derzeit das Problem, qualifiziertes Personal zu finden. Die Gründe: Einerseits sind kaum freie Pflegekräfte am Arbeitsmarkt verfügbar, andererseits führen sinkende Arbeitslosenzahlen zu einer Verschärfung der Situation. Dadurch steht man nicht nur branchenintern im Wettstreit um qualifiziertes Personal, sondern muss auch mit anderen Berufsfeldern konkurrieren, erläutert der Qualitätsmanager. „Das ist ein Problem, das nicht im Unternehmen gelöst werden kann. Wir können
nur Maßnahmen setzen, um die ISD als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.“ Mit einer eigenen Fortbildungsakademie beispielsweise, in der die jeweiligen Inhalte auf die individuellen Bedürfnisse des Personals abgestimmt werden. Oder mit der Möglichkeit, einen Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungsverpflichtung von zu Hause aus mittels E-Learning-Plattform zu absolvieren. Das erhöht die zeitliche Flexibilität der MitarbeiterInnen. Die ISD ist auch ein zertifiziertes Unternehmen für betriebliche Gesundheitsförderung. In diesem Rahmen werden für die MitarbeiterInnen unterschiedliche Seminare und Kurse zur Erhaltung der psychischen und physischen Gesundheit angeboten.

Fachkräfte

Auch bei der derzeit stattfindenden Diskussion rund um die Anerkennung des neuen Berufsbilds der Pflegefachassistenz sieht Bereichsleiter Strickner das eigene Unternehmen im Vorteil: „Im Gegensatz zu anderen Einrichtungen wird eine ausgebildete
Pflegefachassistenz nämlich auch als das angestellt und entlohnt, was sie ist.“ Griener ergänzt: „Wir sind auf das neue Berufsbild vorbereitet. Bei uns sind Pflegefachassistenzen herzlich willkommen.“ SAKU