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Die Künstlerin Milena Meller erstellt einen inneren subjektiven Stadtplan von Innsbruck mit für sie bedeutsamen Orten. (Hinweis: Die Unschärfe des Bildes ist gewollt.) Milena Meller: o.T. (aus dem Projekt „sehenswürdig“), Öl auf Leinwand, 90 x 60 cm, 2016, Ausschnitt. Reprografie: WEST.Fotostudio
Die Künstlerin Milena Meller erstellt einen inneren subjektiven Stadtplan von Innsbruck mit für sie bedeutsamen Orten. (Hinweis: Die Unschärfe des Bildes ist gewollt.) Milena Meller: o.T. (aus dem Projekt „sehenswürdig“), Öl auf Leinwand, 90 x 60 cm, 2016, Ausschnitt. Reprografie: WEST.Fotostudio

Galerie Plattform 6020: Milena Meller

Projekt „sehenswürdig“ ist bis 18. Mai zu sehen

In der städtischen Galerie Plattform 6020 ist von 18. April bis 18. Mai das Projekt „sehenswürdig“ der Tiroler Künstlerin Milena Meller zu sehen. „sehenswürdig“ wurdeim Rahmen der städtischen Kunst- und Kulturinnovationsförderung stadt_potenziale 2016 ausgewählt. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 17. April, um 19.00 Uhr mit einführenden Worten von Linnea Streit eröffnet.

Topographische Untersuchungen

In Milena Mellers künstlerischer Arbeit geht es um (auch topographische) Untersuchungen. Nach dem Projekt weites feld (2012), das sich einer einzigen Straße widmete, ist „sehenswürdig“eine weitere Station in ihrer fortlaufenden künstlerischen Erforschung der Stadt Innsbruck. Grundlage der Arbeit daran waren zahlreiche Streifzüge über die Jahre: durch die äußere aber auch durch ihre innere Stadtlandschaft sowie durch dokumentarisches Material. Milena Meller sagt dazu: „‘sehenswürdig‘ zeigt eine vorläufige Zwischenbilanz dieses ‚work in progress‘ und ist entstanden aus der Beobachtung, dass die Stadt sich für mich zusehends mit Punkten anreichert, die mit – wie immer gearteter – Bedeutung aufgeladen sind. Zusammen bilden sie Felder und daraus ein Netz, das sich über den Stadtraum legt und einen persönlichen Stadtplan generiert.“

Teil des Projektes ist tatsächlich ein Stadtplan: Gemalt, gedruckt und mit Punkten versehen, die als ‚Sehenswürdigkeiten‘ darauf ausgewiesen werden. Dabei steht jeder der Punkte für weitere, nicht explizit ausgewiesene. Einige dieser Punkte hat Meller mittels verschiedener Medien künstlerisch reflektiert: „In einem schichtenweisen Untersuchungsprozess entstanden Fotografien, Malereien und dann Arbeiten auf Fotos der Malereien. Mittels des einen Mediums habe ich das andere untersucht, eins ins andere überführt.“

Dem Stadtplan beigelegt werden 20 Ansichtskarten mit einer Auswahl aus diesen Arbeiten. Auf der Rückseite des Plans gibt es Fotografien zu einzelnen Punkten zu sehen. In der Ausstellung werden die Originale, die als Grundlage der Publikation gedient haben, sowie weitere, zum Projekt gehörende Arbeiten präsentiert. Milena Meller: „Ich gehe von meinem persönlichen Blick auf die Stadt aus, der zum exemplarischen wird wie auch die eigene Geschichte dadurch mit der allgemeinen Geschichte verschmilzt. Meine Version kann andere dazu anregen, ihre Beziehung zu einem Ort, ihre persönlichen Bedeutungspunkte zu erforschen.“

Kurzbiografie und Ausstellungen

Milena Meller, freischaffende Künstlerin, Innsbruck (Österreich). Einzelausstellungen und Kunst-Projekte inklusive Publikationen in Österreich, Italien, Belgien. Auswahl: „blasser schimmer“ (Galerie Fotoforum West, Innsbruck, 2008), „klare sicht“ (Galerie Sechzig, Feldkirch, 2010), „langer gang“ (Kunst im Gang, Uni Innsbruck, 2010), „heller tag“ (Galerie der Stadt Innsbruck im Andechshof, 2011), „projekt rupertusplatz“ (Dauerinstallation, Wien, 2011), „weites feld“ (gefördert von stadt_potenziale, Innsbruck, 2012, incl. Publikation), „vicino / lontano“ (kuratiert von P.

Weiermair, Museo di Roma in Trastevere, Rom, 2015, incl. Publikation), „far away“ (Vertretung der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, Brüssel), „schwarmlinie“ (Uni Innsbruck, 2017 und Drohobytsch, Ukraine, 2019).

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl): „255 K.“ (Stadtmuseum, Innsbruck, 2012), „STADT-KUNST-INNSBRUCK. Juryankäufe 2010-15“ (Stadtsäle, Innsbruck, 2015), „baumgrenze“ (im Rahmen des Salons zur Publikation „Landschaftslektüren. Lesarten des Raums von Tirol bis in die Po-Ebene, Kunstpavillon Innsbruck, 2017), „Warten im Testbild – Solidarische Spekulationen“ (Mitgliederausstellung 2018 der Tiroler Künstler*schaft, kuratiert von S. Mathoi, Kunstpavillon Innsbruck), „exchange I, II, III“ (im Atelier Nora Schöpfer, 2014, Maria Vill, 2016, Judith Klemenc, 2017).

Als ausgebildete Musikwissenschaftlerin Veröffentlichung zahlreicher Texte zu Neuer Musik, Kunst und Kultur; gelegentlich auch heute mit Schwerpunkt zeitgenössische und experimentelle Ansätze. Als ausgebildete Musikerin gelegentliche Auftritte im Bereich Improvisation, Installation, Performance. Weitere Infos unter www.milena-meller.com.

 

Eröffnung am Mittwoch, 17. April 2019, 19.00 Uhr

Galerie Plattform 6020, Amraser Straße 2

Dauer: 18. April bis 18. Mai 2019, Öffnungszeiten: Montag 14.00-19.00 Uhr, Dienstag-Freitag 10.00-19.00 Uhr, Samstag 10.00-17.00 Uhr

 

Rahmenprogramm „Kunst am Mittwoch“:
24. April
, 18.00 bis 19.00 Uhr: Verweilen. Kunst & Diskussion
8. Mai, 18.00 bis 19.00 Uhr: Eintauchen. Kunst & Poesie
15. Mai, 15.00 bis 16.30 Uhr: Atelier 6020 kids. Eine fantastische Reise um die Welt. Kreativ-Workshop für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Voranmeldung bis spätestens 12. Mai an: post.kulturamt@innsbruck.gv.at

Kontakt:

Referat Bildende Kunst und Kulturprojekte
Mag.a Natalie Pedevilla
Telefon +43 512 5360 1651