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Innsbruck liegt voll im Pflege-Soll

Der Strukturplan Pflege des Landes Tirols sieht vor, dass es in Innsbruck bis zum Jahr 2022 insgesamt 1.488 Langzeit- und 50 Kurzzeitpflegebetten gibt. Ein Bericht der Tiroler Landesregierung stellt dem aktuellen Fortschritt in der Tiroler Landeshauptstadt ein sehr gutes Zeugnis aus.

Durch den Bau des neuen Wohn- und Pflegeheims O-Dorf und der Erweiterung des Wohnheims Pradl werden insgesamt 138 neue Betten für die Langzeitpflege geschaffen. Auch in der Hunoldstraße und im Veldidenapark entstehen gemeinsam 25 solcher Betten. Um das Soll für 2022 zu erreichen, fehlen nur noch 75 Langzeitpflegebetten. Für Stadtrat Ernst Pechlaner befindet sich Innsbruck auf einem guten Weg: „Besonders bei den Zahlen der Langzeitpflegebetten sind wir bereits jetzt gut aufgestellt. Durch den geplanten weiteren Ausbau bin ich überzeugt, das Soll für 2022 erfüllen zu können.“

Auch bei den Pflegebetten für kürzere Pflegeperioden ist ein Sollbestand für das Jahr 2022 vorgegeben: Dieser soll auf 50 Betten angehoben werden.

Zwei Projekte, die einen großen Anteil daran tragen, der geforderten Quotenerfüllung näher zu kommen, sind das neue Wohn- und Pflegeheim im Olympischen Dorf, das noch im Jahr 2015 eröffnet wird, sowie die Erneuerung und gleichzeitige Erweiterung des Wohnheims Pradl in der Dürerstraße.

So soll das Wohnheim Pradl nach der Fertigstellung aussehen.
So soll das Wohnheim Pradl nach der Fertigstellung aussehen.

Wohn- und Pflegeheim O-Dorf

Das neue Wohn- und Pflegeheim im Olympischen Dorf wurde von der Innsbrucker StadtBAU GmbH errichtet und Ende Jänner 2015 an die Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) übergeben. Das fertige Haus bietet Platz für 118 Einzelzimmer und steht direkt an der Innpromenade. Diese wird dadurch aufgewertet: Das Gebäude wurde quasi schwebend über der Promenade errichtet und teilt diesen Bereich somit mit der Öffentlichkeit. Es entsteht ein Café, das als Ort der Kommunikation dienen wird. Die Grünflächen auf der knapp 4.400 m² großen Grundstücksfläche werden so zu einem Naherholungsgebiet am Wasser, das von Jung und Alt gleichermaßen genutzt werden kann. Insgesamt werden 22 Millionen Euro (inkl. Einrichtung) investiert, um den BewohnerInnen des künftigen Heims in der An-der-Lan-Straße eine hohe Wohnqualität garantieren zu können.

 

Die Visualisierung zeigt wie das Wohn- und Pflegeheim O-Dorf nach Fertigstellung aussehen wird.
Die Visualisierung zeigt wie das Wohn- und Pflegeheim O-Dorf nach Fertigstellung aussehen wird.

Wohnheim Pradl

Nach der Erweiterung des Wohnheims Pradl um weitere 20 Zimmer wird dieses mit 120 Zimmern das größte Wohn- und Pflegeheim Tirols darstellen. Erneuert wird das Haus A des Wohnheims und damit der Pflegebereich. Das SeniorInnenwohn- und Pflegeheim wurde Anfang der sechziger Jahre errichtet. Während die anderen Häuser bereits saniert wurden, wird das Haus A nun komplett abgetragen, da es nicht mehr den geltenden bau- und feuerpolizeilichen Vorschriften entspricht. Ersetzt wird es an der gleichen Stelle durch ein modernes Passivhaus, das Platz für 120 Zimmer bietet. Vor dem Umbau hatten die Zimmer eine Durchschnittsgröße von 15 m², diese werden auf 20 m² erweitert und entsprechen damit den Ansprüchen eines Pflegezimmers. Der Bezug des neuen Haus A ist für das erste Halbjahr 2017 geplant.

Kurzfristiger Umzug

Während der Umbauarbeiten des Wohnheims Pradl ziehen 100 BewohnerInnen in das neue Heim im O-Dorf. Dort werden sie die Zeit des Umbaus in Ruhe verbringen und anschließend in ein komplett neues Haus zurückkehren. Demnach werden im Olympischen Dorf zuerst lediglich 18 Zimmer neu vergeben, nach Fertigstellung des Wohnheims Pradl dann auch die übrigen 100. (DH)