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Stadtrat Ernst Pechlaner präsentierte gemeinsam mit dem Geschäftsführer der ISD, Dr. Hubert Innerebner, den neuen Innsbrucker Vorsorgeplan.
Stadtrat Ernst Pechlaner präsentierte gemeinsam mit dem Geschäftsführer der ISD, Dr. Hubert Innerebner, den neuen Innsbrucker Vorsorgeplan.

Innsbrucker Vorsorgeplan: Gut betreut im Alter

Die optimale Betreuung der SeniorInnen in der Stadt ist dem zuständigen Stadtrat Ernst Pechlaner, sowie der gesamten Stadtregierung ein großes Anliegen. Deshalb wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die einerseits die aktuelle Situation bewertet und andererseits für die Zukunft wegweisend ist.

Der „Innsbrucker Vorsorgeplan für ältere Menschen unter besonderer Berücksichtigung mobiler und teilstationärer Angebote sowie der Kurzzeitpflege“ ist fertig und wurde im Gemeinderat präsentiert. Die Ergebnisse sind für Politik und Verwaltung eine wesentliche Entscheidungs- und Handlungsgrundlage für die Pflege und Versorgung älterer Menschen.

Mit der Erstellung wurde die Forschungs- und Planungs G.m.b.H. GESUNDHEIT ÖSTERREICH beauftragt. Mitgewirkt haben ExpertInnen und Experten sowie VertreterInnen der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) und privater Einrichtungen.

Gutes Zeugnis für stationäre Pflege

„Der Vorsorgeplan zeigt, dass wir in Innsbruck besonders bei der stationären Pflege in unseren städtischen wie auch privaten Heimen einen sehr hohen Standard haben“, erklärt Stadtrat für Soziales Ernst Pechlaner. Um Schlüsse für die Zukunft ziehen zu können, wurde im ersten Schritt die aktuelle Situation erhoben. Während dem Erhebungszeitraum waren 1.400 Personen in den elf zu Verfügung stehenden Innsbrucker Alten- und Pflegeheimen in Betreuung. Auf diese kamen insgesamt 132 vollzeitbeschäftigte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, 369 PflegehelferInnen/Diplom-/FachsozialbetreuerInnen/AltenhelferInnen sowie 122 Heimhilfen/Abteilungshilfen. Auf eine/n Angestellte/n kommen somit knapp mehr als zwei zu betreuende Personen.

Positive Entwicklung in der ambulanten Pflege

„Der Vorsorgeplan zeigt, dass sich auch in der ambulanten Pflege in den vergangenen Jahren sehr viel getan hat. Beispielsweise werden Nacht- und Wochenendeinsätze derzeit von drei der fünf Träger der mobilen Versorgung – darunter den ISD – angeboten“, erklärt ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner. Zum Zeitpunkt der Erhebung waren 140 Vollzeitpersonen im mobilen Pflege- und Betreuungsdienst tätig.

Allerdings hat der Plan ebenfalls zum Ergebnis, dass im mobilen Pflegebereich noch viel Potential liegt. Dazu zählt beispielsweise ein flächendeckendes Angebot der lückenlosen Versorgung aller Innsbrucker SeniorInnen zwischen 06:00 und 22:00 Uhr.

Demnach gehört besonders die Kurzzeit- bzw. Tagespflege noch weiter ausgebaut. Um auch in diesen Bereichen eine optimale Versorgung garantieren zu können, wird nun der Vorsorgeplan als Grundlage für Maßnahmen herangezogen.

Klare Zielsetzung

Wo der Weg hinführt, ist sich Stadtrat Pechlaner klar: „Das Ziel der Stadt Innsbruck ist eine qualitätsvolle Vollversorgung im Bereich der stadtteilbezogenen Betreuung und Pflege der älteren Bürgerinnen und Bürger.“ Wie für die Kurzzeit- bzw. Tagespflege werden auch für alle anderen Bereiche Maßnahmen aus dem Bericht herausgearbeitet, um den hohen Standard und das qualitative Angebot, das aktuell in Innsbruck geboten wird, aufrecht zu halten und weiter zu entwickeln.

Erster Schritt: Neues Heim

Durch die Eröffnung des zwölften Innsbrucker Wohnheims – dem Wohn- und Pflegeheim Olympisches Dorf – die für das Frühjahr 2015 geplant ist, entstehen in Innsbruck eine Vielzahl an neuen Pflegeplätzen: Insgesamt 118 Einzelzimmer, sowie speziell für SeniorInnen entwickelte Einrichtungen befinden sich in dem neuen Heim, dessen Träger die ISD sind. Dieses ist genau am Inn platziert und somit mitten in einem Naherholungsgebiet, das durch die aktuellen Bauarbeiten aufgewertet und erneuert wird. Hier wird eine Begegnungszone für alle Generationen geschaffen. (DH)